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Studierende für mehr interprofessionelle Zusammenarbeit bei der Patientenbetreuung

Donnerstag, 11. Oktober 2018

/dpa

Berlin – Studierende verschiedener Gesundheitsberufe haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme dafür ausgesprochen, die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zu stärken und Studierende bereits in ihrer Ausbildung auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen vorzubereiten.

„Um ein besseres gegenseitiges Verständnis und damit eine bessere interprofessionelle Zusammenarbeit zu erreichen, fordern wir, bereits in Ausbildung und Studium der Gesundheitsberufe auf interprofessionelle Lehr- und Lernkonzepte zu setzen“, heißt es in der Stellungnahme, die neben der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Junge Pflege und der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland mittragen.

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Die Verbände empfehlen für das Studium interaktive Lernformen wie gemeinsame Fallarbeit, Praxistraining sowie Kommunikations- und Führungsseminare. „Der Einsatz von neuen Medien wie virtuellen Szenarien und Simulationstrainings kann bereits in der Lehre das interprofessionelle Verständnis fördern“, heißt es in der Stellungnahme. Die Studierenden wünschen sich außerdem mehr Pflichtpraktika in anderen Berufsfeldern – im Medizinstudium also nicht nur ein Pflegepraktikum.

Vorstellbar ist für die Studierenden ein verpflichtendes Praktikum für alle Lernenden eines Gesundheitsberufs bei einer anderen Berufsgruppe. Dazu sollten klare Lernziele formuliert und die zu absolvierenden Praktika sollten didaktisch aufgearbeitet werden, durch Elemente wie praktikumsbegleitende Seminare und Supervisionen, so die Studierendenverbände.

Die Lehre sollte ebenfalls interprofessionell aufgestellt werden, um die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Berufsgruppen zu vermitteln. „Ein vielversprechendes Zukunftsszenario könnte ein gemeinsamer Gesundheitscampus sein, welcher einen frühzeitigen regelmäßigen Austausch fördert“, so die Verbände. 

Gleichzeitig sollten die bestehenden Versorgungsstrukturen hin zu mehr Inter­professionalität verändert werden, um eine bessere, patientenzentrierte Zusammen­arbeit zu ermöglichen. „Um eine klare Definition von Kernkompetenzen und Aufgabenverteilungen und damit einen effizienten Einsatz der Ressourcen jeder einzelnen Profession zu erreichen, sollten Behandlungspfade, Leitlinien, Fall­besprechungen und Arbeitsabläufe interprofessionell gestaltet werden“, heißt es in der Stellungnahme. © hil/aerzteblatt.de

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