SucheTrefferlisteKurz informiert

PHARMA

Kurz informiert

Dtsch Arztebl 2019; 116(18): A-902

Grunert, Dustin; ME

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Euthyrox®-(Levothyroxin-Natrium-)Tabletten in neuer Zusammensetzung – Ab Mitte April/Anfang Mai 2019 wird eine neue Zusammensetzung der Euthyrox-(Levothyroxin-Natrium-)Tabletten (Merck Serono) erhältlich sein. Zwar wurde die Bioäquivalenz zur bisherigen Zusammensetzung gezeigt, bei einigen Personen können jedoch Unterschiede in der Aufnahme des Wirkstoffs bestehen.

  • Nach dem Wechsel wird eine engmaschige Kontrolle (klinische und labordiagnostische Untersuchungen) empfohlen.
  • Besondere Beachtung gilt sensiblen Patientengruppen (z. B. Patienten mit Schilddrüsenkrebs, kardiovaskulären Erkrankungen, Schwangeren, Kindern und Älteren).
  • Gegebenenfalls muss die individuelle Tagesdosis angepasst werden.
  • Patienten sollten ausreichend informiert werden. Es liegt eine Information für Patienten vor.

Euthyrox enthält das synthetische Schilddrüsenhormon Levothyroxin und wird angewendet zur Behandlung der Hypothyreose sowie verschiedener Erkrankungen, bei denen die Sekretion von TSH unterdrückt werden soll. Durch die neue Zusammensetzung soll eine verbesserte Stabilität des Wirkstoffs Levothyroxin-Natrium erreicht werden. gru

Anzeige

Quelle: Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 18–2019

Anwendung von Lemtrada® während Überprüfung eingeschränkt – Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) überprüft das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Alemtuzumab (Lemtrada, Sanofi Genzyme) zur Behandlung von Multipler Sklerose nach Berichten von schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen, neu identifizierter Autoimmunhepatitis und hämophagozytischer Lymphohistiozytose. Die folgenden Maßnahmen sind vereinbart bis die Überprüfung abgeschlossen ist.

  • Eine neue Behandlung sollte nur bei erwachsenen Patienten mit hochaktiver schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) eingeleitet werden, wenn zuvor eine vollständige und adäquate Behandlung mit mindestens 2 anderen krankheitsmodifizierenden Therapien (disease modifying treatments [DMTs]) durchgeführt wurde oder bei Patienten mit hochaktiver RRMS erfolgen, bei denen alle anderen DMTs kontraindiziert sind oder aus anderen Gründen nicht geeignet sind.
  • Vor und regelmäßig während der Alemtuzumab-Infusion sollen bei mit Alemtuzumab behandelten Patienten Vitalparameter, einschließlich Blutdruck, überwacht werden. Wenn klinisch relevante Veränderungen der Vitalfunktion beobachtet werden, sollte eine Beendigung der Infusion und eine zusätzliche Überwachung, einschließlich EKG, in Betracht gezogen werden.
  • Vor und während der Behandlung sollte die Leberfunktion überwacht werden.
  • Im Fall von Symptomen einer Leberschädigung oder anderen schwerwiegenden immunvermittelten Reaktionen sollte die Behandlung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko- Abwägung weitergeführt werden.
  • Patienten sollten darüber informiert werden, umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn einige Tage nach der Infusion allgemeine Symptome auftreten oder bei Symptomen von Leberschäden. gru

Quelle: Rote-Hand-Brief des Paul-Ehrlich-Instituts von April 2019

Erste Ergebnisse der Head-to-Head-Studie VARSITY – Bei erwachsenen Patienten mit mittelschweren bis schweren aktiven Formen von Colitis ulcerosa zeigen die ersten Ergebnisse der Phase-3b-Studie VARSITY die Überlegenheit des darmselektiv wirkenden α4β7-Integrin-Antagonisten Vedolizumab (Entyvio®, Takeda) gegenüber dem Tumornekrosefaktor-alpha-(TNFα-)Inhibitor Adalimumab (Humira®, AbbVie) beim Erreichen der klinischen Remission in Woche 52. 31,3 % (n = 120/383) der Patienten, die Vedolizumab erhielten, erreichten den primären Endpunkt klinische Remission in Woche 52 im Vergleich zu 22,5 % (n = 87/386) der Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden. Der Unterschied war statistisch signifikant (p = 0,0061).

Unter der Behandlung mit Vedolizumab kam es zudem mit 39,7 % der Vedolizumab-Patienten gegenüber 27,7 % der Adalimumab-Patienten signifikant häufiger zur Mukosaheilung in Woche 52. gru

Quelle: Pressemitteilung der Takeda Pharma vom 26. März 2019

Bessere Versorgung von Patienten mit Peritonealdialyse – Dialysezentren und nephrologische Praxen haben nicht immer die nötige Infrastruktur, um den Patienten ein Heimdialyseverfahren wie die Peritonealdialyse (PD) zu ermöglichen. Damit Patienten direkt mit der PD starten können, hat Baxter ein Education Center (BEC) gestartet. „Die PD ist eines der Hämodialyse ebenbürtiges Nierenersatzverfahren mit eigenen Vorzügen wie flexiblere Behandlungszeiten und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für den Patienten“, betonte Prof. Ferruh Artunc, Universitätsklinikum Tübingen. Doch nur 6 % der dialysepflichtigen Patienten erhalten eine PD. Deshalb stellt BEC ein Versorgungskonzept für Dialysepatienten vor, dessen Ziel es ist, die Behandlung von terminal niereninsuffizienten Patienten in Form der Heimdialyseversorgung zu fördern. Die Dialyseschulung beinhaltet ein umfassendes, zumeist 11-tägiges Training. Während des Aufenthalts im BEC werden alle therapeutischen Entscheidungen gemeinsam mit dem Heim-Nephrologen besprochen. So bleibe immer ein Kontakt zwischen dem Patienten und dem Nephrologen beziehungsweise dem Dialyseteam bestehen, betonte Selbach. Das PD-Training endet mit einem Hausbesuch und einer Übergabe an den Heim-Nephrologen. me

Quelle: Pressekonferenz: „BEC@HOME: Baxter Education Center: Ein Weg zu mehr Versorgungsqualität“, Bad Mergentheim, Veranstalter: Baxter

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Zum Artikel

Fachgebiet

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...