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MEDIZIN: Diskussion

Parvovirus B19: Riesenproerythroblasten

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2973 / B-2535 / C-2354

Löffler, Helmut

zu dem Beitrag Ein Infektionserreger mit vielen Erkrankungsbildern von Prof. Dr. rer. nat. Susanne Modrow in Heft 24/2001
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LNSLNS Die verdienstvolle Übersicht von Frau Modrow möchte ich durch einen für Hämatologen und Hämatopathologen wichtigen Befund ergänzen. Man findet bei immunkompetenten Personen (meistens Kindern) und bei Patienten mit vorbestehender hämolytischer Anämie – wie im Text erwähnt – mit akuter Parvovirus-B19-Infektion zum Zeitpunkt der Retikulozytopenie im Knochenmarkausstrich und im histologischen Schnittpräparat wenige riesige Proerythroblasten (Riesenproerythroblasten, Gigantoblasten), welche die Größe von Megakaryozyten erreichen und zum Beispiel mit Tumorzellen verwechselt werden können. Sie besitzen große runde Kerne mit feinem Chromatin und große violette (eosinophile) Kerneinschlüsse. Die reiferen Erythroblasten fehlen weitgehend oder vollständig, die Retikulozyten können bis auf 0 absinken. Dies führt bei vorbestehender hämolytischer Anämie zu schweren aplastischen Krisen. Nach einer bis zwei Wochen normalisiert sich das Knochenmark spontan, die Retikulozyten steigen vorübergehend an und normalisieren sich dann.

Prof. Dr. med. Helmut Löffler
Seelgutweg 7, 79271 Sankt Peter

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