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Hämatologie/Onkologie: Neuartige Therapieansätze

Dtsch Arztebl 2009; 106(26): A-1368 / B-1163 / C-1135

Löffler, Helmut

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Michael Lübbert: MDS und akute myeloische Leukämie: Ein biologisches und therapeutisches Kontinuum. UNI-MED Verlag, Bremen 2008, 160 Seiten, Hardcover, 39,80 Euro
Michael Lübbert: MDS und akute myeloische Leukämie: Ein biologisches und therapeutisches Kontinuum. UNI-MED Verlag, Bremen 2008, 160 Seiten, Hardcover, 39,80 Euro
Eine scharfe Abgrenzung zwischen dem myelodysplastischem Syndrom (MDS) und der akuten myeloischen Leukämie (AML) war immer schwierig. Dies zeigt schon der ursprünglich von der FAB gewählte Grenzwert von 30 Prozent Blasten im Knochenmark, der von der WHO-Gruppe 2001 auf 20 Prozent gesenkt wurde. Außerdem wird dieser Grenzwert bei den sogenannten CBF-Leukämien (inv[16] oder t[16;16] und t[8;21]) bedeutungslos, weil allein der zytogenetische oder der molekulargenetische Befund ausschlaggebend ist. Es gibt zwar zytogenetische Aberrationen, die bei MDS nicht vorkommen, daneben existieren aber viele Überschneidungen. Dies gilt natürlich besonders für den Krankheitsverlauf und geht auch aus der älteren Bezeichnung „Präleukämie“ für MDS hervor.
Lübbert hat mit 20 weiteren ausgewiesenen Autoren Epidemiologie, Klassifikation und prognostische Systeme, diagnostische Fragen unter Einschluss von Morphologie, zytogenetischer und molekularer Technik, sowie die verschiedenen Aspekte der konventionellen und modernen Therapie ausführlich und kompetent dargestellt. So erhält der Leser einen aktuellen Überblick über die diversen Probleme dieses Krankheitsspektrums. Besonders hervorzuheben sind die Erörterungen neuartiger Therapieansätze mit demethylierenden Substanzen, Inhibitoren der Histondeacetylase, Tyrosinkinase- und Farnesyltransferase-Inhibitoren und anderen. Immunmodulierende Therapieverfahren ähnlich wie bei aplastischen Anämien und besonders beim 5q-Syndrom werden besprochen und schließlich auch die Möglichkeiten der allogenen Transplantation. Übersichtliche Tabellen, Literaturverzeichnisse bei jedem Kapitel und ein kurz gefasstes „Fazit für die Praxis“ runden das gut gelungene und anregende Werk ab.
Helmut Löffler
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