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MEDIZIN: Originalarbeit

Therapie nichttraumatischer Meniskusläsionen

Eine systematische Übersicht zur arthroskopischen Meniskusteilresektion versus nichtoperative Behandlung

The treatment of non-traumatic meniscus lesions—a systematic review comparing arthroscopic partial meniscectomy with non-surgical treatment

Dtsch Arztebl Int 2015; 112(42): 705-13; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0705

Petersen, Wolf; Achtnich, Andrea; Lattermann, Christian; Kopf, Sebastian

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Hintergrund: Die meisten Meniskusläsionen sind nichttraumatischer Genese. Es wird kontrovers diskutiert, welche Patienten von einer arthroskopischen Teilresektion profitieren.

Methode: Es erfolgte eine systematische Literaturrecherche in der nach randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) gesucht wurde, die die partielle Meniskektomie mit nichtoperativen Therapieverfahren verglichen.

Ergebnisse: Sechs von 6 870 identifizierten Arbeiten konnten eingeschlossen werden. In fünf dieser Studien wurde kein Unterschied in den klinischen Ergebnissen zwischen Patienten nach arthroskopischer partieller Meniskektomie und den Kontrollgruppen (arthroskopische Lavage, Physiotherapie, Glukokortikoide) entdeckt. In drei Studien besserten sich die Symptome bei 21–30 % der Patienten der Physiotherapiegruppe jedoch erst nach einer arthroskopischen partiellen Meniskektomie (Cross-over-Design). In zwei Studien war der Anteil der Patienten, die von dem einen in den anderen Behandlungsarm wechseln (cross over) deutlich geringer, in einer Untersuchung fehlten entsprechende Daten. In einem RCT hatten Patienten nach arthroskopischer partieller Meniskektomie signifikant weniger Schmerzen und Symptome. Obwohl fünf der analysierten Studien akzeptable Methoden-Scores erzielten, ließen sich in allen Studien Schwächen nachweisen. Diese betrafen die Beschreibung der chirurgischen Technik und die fehlende Kontrolle der Analgetika-Gabe einschließlich der Verabreichung nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR).

Schlussfolgerungen: Die operative und nichtoperative Therapie der nichttraumatischen Meniskusläsionen scheinen für die meisten Patienten gleichwertig zu sein. Allerdings ergab eine Studie geringere Schmerz- und Symptom-Scores nach arthroskopischer partieller Meniskektomie. Die Cross-over-Analyse zeigte jedoch, dass bei einem Teil der Patienten die nichtoperative Therapie versagt. Diese Patienten können von einer arthroskopischen partiellen Meniskektomie profitieren. Künftige Studien müssen diese Subgruppe genauer definieren.

LNSLNS

Meniskusrisse können Symptome wie Schmerzen oder Blockierungen verursachen und die sportliche Aktivität und Lebensqualität der betroffenen Patienten beeinflussen (15). Radiologische Studien haben gezeigt, dass Meniskusverletzungen außerdem im Langzeitverlauf zur Osteoarthrose führen können (2, 68).

Die Mehrzahl der Meniskusläsionen entsteht ohne ein adäquates Trauma (3, 4, 9). Die Prävalenz nichttraumatischer Meniskusläsionen liegt nach Angaben der Framingham-Studie bei 31 % (9). Lange Zeit war die arthroskopische Meniskusteilresektion für diese Verletzungen die Therapie der Wahl (3, 4, 1012). Verschiedene Kohortenstudien konnten die klinischen Erfolge dieses Therapieverfahrens zeigen (1012).

Aufgrund der hohen Prävalenz nichttraumatischer Meniskusläsionen in der Bevölkerung und wegen der weiten Verbreitung der Magnetresonanztomographie (MRT), mit der diese Läsionen diagnostiziert werden können, wurde die partielle Meniskusentfernung zu einer der häufigsten orthopädischen Operationen (1316). Die DRG-Statistik (DRG, „diagnosis related groups“; diagnosebezogene Fallgruppen) belegt, dass in deutschen Krankenhäusern im Jahr 2013 circa 300 000 Meniskusoperationen durchgeführt wurden (17).

Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie aus Finnland (Finnish Degenerative Meniscal Lesion Study: FIDELITY study) haben gezeigt, dass die Ergebnisse nach arthroskopischer Meniskusteilresektion nicht besser waren als die nach einer Scheinoperation (18, 19). Diese Studie erhielt viel Aufmerksamkeit in der Laienpresse, und es wurden Zweifel an der Effektivität der arthroskopischen Meniskusteilentfernung geäußert (14). Aufgrund dieser Berichte wurde das Verfahren der arthroskopischen Meniskusteilresektion bereits von Kostenträgern und Gesundheitsorganisationen infrage gestellt (14). Einige Autoren haben jedoch Schwächen der FIDELITY-Studie aufzeigen können (20). Diese Schwächen waren die niedrige Einschlussrate von nur 15 % und die Durchführung einer arthroskopischen Lavage anstatt einer richtigen Scheinoperation in der Kontrollgruppe (20).

Ziel dieser Arbeit ist es, systematisch alle kontrollierten randomisierten Studien zu analysieren, die den Effekt der arthroskopischen partiellen Meniskusresektion bei nichttraumatischen Läsionen untersuchen.

Da frühere nichtrandomisierte Studien Vorteile der chirurgischen Meniskusbehandlung gezeigt hatten (1012), vertreten die Autoren der vorliegenden Arbeit die Hypothese, dass es eine Subgruppe von Patienten gibt, die von einer Operation profitieren.

Methoden

Suchdetails

Zwischen dem 30. 9. 2015 und dem 22. 12. 2015 erfolgte eine systematische Literatursuche in der Datenbank PubMed nach PRISMA-Kriterien, um Arbeiten zu identifizieren, in denen die Behandlung nichttraumatischer Meniskusläsionen untersucht wurden (21, 22). Die vorliegende Studie wurde prospektiv registriert (www.crd.york.ac.uk/PROSPERO; Nr.: CRD42014013957).

Zur Literatursuche wurden verschiedene Schlüsselwörter verwendet: „meniscus“, „arthroscopic partial meniscectomy“, „meniscus surgery“. Wenn eine entsprechende Studie gefunden wurde, wurden verwandte Artikel in PubMed recherchiert und die Literaturverzeichnisse nach relevanten Publikationen durchsucht. Die Hauptsuche wurde mittels Reviewer (WP) durchgeführt.

Einschluss- und Ausschlusskriterien

Einschlusskriterien für dieses systematische Review waren:

  • prospektive randomisierte Studien (Level 1)
  • Meniskusläsion als Einschlusskriterium
  • Studien, die klinische Ergebnissse nach arthroskopischer partieller Meniskektomie berichteten
  • englischsprachige Studien
  • Publikation in einem „peer reviewed“-Journal
  • Mindest-Nachuntersuchungszeitraum ein Jahr.

Die Publikationen wurden anhand der Abstracts auf ihre Eignung geprüft. Wenn die Zusammenfassung darauf hinwies, dass die Studie die Einschlusskriterien erfüllte, wurde der gesamte Artikel gelesen. In einer gemeinsamen Konferenz wurden die Studien endgültig akzeptiert und ausgewertet oder abgelehnt (Reviewer: WP, AA, SK). Die Studien, die nicht alle Einschlusskriterien erfüllten, wurden ausgeschlossen. Das Erscheinungsdatum war nicht limitiert. Alle drei Reviewer mussten beim Studieneinschluss übereinstimmen. Artikel aus früheren systematischen Reviews und Metaanalysen wurden nicht ausgeschlossen.

Analyse

Wenn zwei separate Studien mit denselben Autoren aber unterschiedlichen Nachuntersuchungszeiträumen gefunden wurden, wurde nur die Studie mit dem längeren Follow-up eingeschlossen (21). Für die methodische Analyse wurden jedoch Doppelpublikationen, Anhänge und Publikationen zum Studiendesign herangezogen.

Primäre und sekundäre Endpunkte

Folgende primäre Endpunkte wurden analysiert:

  • klinische Scores

– Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS)

– Lysholm Score

– Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC)

– Western Ontario Meniscus Evaluation Tool (WOMET)

– Visual Analogue Scale (VAS)

  • Wechslerraten (Patienten, die von der einen in die andere Behandlungsgruppe gewechselt haben).

Sekundäre Endpunkte waren:

  • Subgruppenanalyse für Faktoren, die einen Effekt auf das Ergebnis nach partieller Meniskusresektion hatten
  • radiologische Ergebnisse
  • Häufigkeit unerwünschter Wirkungen
  • methodische Analyse der eingeschlossenen Studien.

Die Studienqualität wurde anhand der Jadad Scores (23), der Coleman-Methoden-Scores (24) und der CONSORT-Checkliste (CONSORT, „consolidated standards of reporting trials“) geprüft (25). Detaillierte Informationen zu diesen Scores sind im eMethodenteil zu finden.

Limitationen

Folgende Prozesse, die potenziell mit Limitationen für Studien behaftet sein können, wurden systematisch analysiert:

  • Beschreibung und Standardisierung des Operationsverfahrens
  • Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität
  • Ausschluss anderer chirurgischer Maßnahmen
  • Kontrolle der Verwendung von Schmerzmedikamenten einschließlich nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR)
  • Kontrolle der intraartikulären Applikation von Glukokortikoiden.

Eine detaillierte Beschreibung der Methoden ist im eMethodenteil zu finden.

Ergebnisse

Suchergebnisse und Studiendesign

Die Suchergebnisse sind in der Grafik wiedergegeben. Details des Studiendesigns werden in Tabelle 1 gezeigt. Die Ein- und Ausschlusskriterien der sechs eingeschlossenen Studien sind in Tabelle 2 aufgelistet.

Literaturrecherche und Suchergebnisse
Literaturrecherche und Suchergebnisse
Grafik
Literaturrecherche und Suchergebnisse
Informationen über das Studiendesign der eingeschlossenen randomisierten Studien
Informationen über das Studiendesign der eingeschlossenen randomisierten Studien
Tabelle 1
Informationen über das Studiendesign der eingeschlossenen randomisierten Studien
Ein- und Ausschlusskriterien
Ein- und Ausschlusskriterien
Tabelle 2
Ein- und Ausschlusskriterien

In der FIDELITY-Studie wurden sechs Patienten aufgrund falschpositiver MRT-Befunde ausgeschlossen (19). Gauffin et al. (14) berichten über zehn falschpositive MRT-Befunde in der Arthroskopiegruppe. In den anderen Studien finden sich keine Informationen über falschpositive MRT-Befunde (2629).

Klinische Ergebnisse

In allen Studien bestand zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses kein Unterschied zwischen den klinischen Scores (Tabelle 3).

Klinisches Ergebnis der im Review berücksichtigten randomisierten Studien
Klinisches Ergebnis der im Review berücksichtigten randomisierten Studien
Tabelle 3
Klinisches Ergebnis der im Review berücksichtigten randomisierten Studien

Bei der letzten Nachuntersuchung gab es in fünf Studien keinen statistisch signifikanten Unterschied in den klinischen Ergebnissen chirurgisch und nichtchirurgisch behandelter Patienten (Tabelle 3). In einer Studie hatten die Patienten nach arthroskopischer partieller Meniskektomie jedoch signifikant weniger Schmerzen („KOOS Pain“-Subskala) nach drei und zwölf Monaten sowie weniger Symptome („KOOS Symptoms“-Subskala) nach zwölf Monaten (14). In zwei anderen Studien wurde ebenfalls die „KOOS Pain“- Subskala als primärer Endpunkt verwendet. In diesen Studien bestand kein Unterschied nach einem oder fünf Jahren (26, 27).

In allen drei Studien wurden auch Wechslerraten von der Physiotherapiegruppe in die Arthroskopiegruppe analysiert (Tabelle 3). Diese Wechslerraten betrugen 21 % (14), 27,7 % (26) und 34,9 % (27). In der Gauffin-Studie wechselten zwei Patienten von der Physiotherapie- in die Arthroskopiegruppe innerhalb der ersten drei Monate und 14 Patienten zwischen dem vierten und zwölften Monat (14). In der METEOR-Studie wechselten 51 Patienten innerhalb der ersten sechs Monate aus der Physiotherapie- in die Arthroskopiegruppe (30,2 %), acht Patienten (4,7 %) wechselten zwischen dem sechsten und zwölften Monat (19).

Zwei Studien berichten, dass sich die klinischen Scores vor dem Wechsel in die Arthroskopiegruppe im Vergleich zum Studienstart nicht verbessert haben (26, 27). Herrlin et al. (26) konnten zeigen, dass die Wechsler nach zwei Monaten signifikant schlechtere Werte bei den KOOS-Subskalen „pain“ sowie „sport“ und „quality of life“, im Lysholm Score und auf der visuellen Analogskala für Schmerz (bei Aktivität) erzielten. In der METEOR-Studie (24) kam es bei den Wechslern ebenfalls nicht zu einer Verbesserung im WOMAC (physical-function) Score. Nach der Operation verbesserten sich die Scores dann auf das gleiche Niveau wie in der Gruppe, in der primär eine partielle Meniskektomie durchgeführt worden war (26, 27).

Subgruppenanalyse

In vier Studien wurde eine Subgruppenanalyse durchgeführt für Faktoren, die einen Effekt auf das Ergebnis nach partieller Meniskusentfernung haben könnten. Weder der Grad der Arthrose (19, 27) noch Blockierungsymptome (14, 27) beeinflussten das klinische Ergebnis.

Unerwünschte Effekte

Unerwünschte Effekte wurden in drei Studien analysiert. In keiner diese Studien konnten Unterschiede in der Häufigkeit unerwünschter Effekte nachgewiesen werden (14, 19, 27).

Radiologische Ergebnisse

Nur zwei Studien berichten über die Progression der Osteoarthrose. In diesen Studien konnten keine Unterschiede in der Arthroseprogression zwischen beiden Behandlungsgruppen (Arthroskopie oder Physiotherapie) nachgewiesen werden (26, 29).

Studienqualität und Limitationen

Tabelle 4 zeigt die Analyse der Studienqualität mit dem Jadad Score, dem Coleman-Score (Methoden) und der CONSORT-Checkliste.

Qualitätsbewertung mittels Jadad Score, Coleman-Methoden-Score und der CONSORT-Checkliste
Qualitätsbewertung mittels Jadad Score, Coleman-Methoden-Score und der CONSORT-Checkliste
Tabelle 4
Qualitätsbewertung mittels Jadad Score, Coleman-Methoden-Score und der CONSORT-Checkliste

Die Ergebnisse der Klassifizierung der Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität, des Ausschlusses anderer chirurgischer Maßnahmen, der Verwendung von Schmerzmitteln einschließlich NSAR und von Glukokortikoiden zeigt Tabelle 5. Eine bedeutsame Limitation war, dass in keiner der Studien der Gebrauch von Schmerzmedikamenten einschließlich NSAR kontrolliert wurde (Tabelle 5).

Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität und Kontrolle des Verbrauches von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern
Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität und Kontrolle des Verbrauches von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern
Tabelle 5
Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität und Kontrolle des Verbrauches von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern

Eine weitere relevante Limitation war, dass in den untersuchten Studien unspezifische und nichtvalidierte Scores verwendet wurden (zum Beispiel Lysholm-, WOMAC und Oxford Knee Score [OKS]). Weitere Limitationen werden im eMethodenteil aufgeführt.

Diskussion

Im vorliegenden systematischen Review konnte nur eine Studie zeigen, dass die arthroskopische partielle Resektion des Innenmeniskus Vorteile im Vergleich zur physiotherapeutischen Behandlung bringt (14). In den anderen Studien bestand kein Unterschied zwischen beiden Behandlungsgruppen (19, 2629).

Die Analyse der Wechsler zeigt jedoch, dass es eine Subgruppe von Patienten mit einer nichttraumatischen Innenmeniskusläsion gibt, die nicht von einer Physiotherapie profitierten (14, 26, 27). Diese Befunde bestätigen die initiale Hypothese. In zwei Studien, in denen eine signifikante Wechslerrate berichtet wird, war der Grund für den Wechsel in die Arthroskopiegruppe, dass die Symptome unter der Physiotherapie persistierten (26, 27). Nach der arthroskopischen partiellen Meniskusentfernung besserten sich die klinischen Ergebnisse dann auf das gleiche Niveau wie bei Patienten, bei denen primär eine arthroskopische Meniskusteilentfernung durchgeführt worden war.

Offenbar spielen die Rissformen eine Rolle für das Ansprechen auf die operative oder nichtoperative Therapie. In die einzige Studie, in der keine Wechslerrate berichtet wurde, wurden nur Patienten mit horizontalen Meniskusläsionen eingeschlossen (29). Das weist darauf hin, dass horizontale Läsionen gut auf eine nichtoperative Therapie ansprechen (29). Herrlin et al. (26) untersuchten die Rissformen bei den Patienten, die von der Physiotherapiegruppe in die Arthroskopiegruppe wechselten. In dieser Studie hatten drei von 13 Wechslern einen Lappenriss. Lappenrisse haben das Potenzial mechanische Symptome zu verursachen. Diese Beobachtungen zeigen, dass Patienten mit Lappenrissen von einer arthroskopischen Meniskusteilentfernung profitieren.

In der Studie von Gauffin et al. (14) mussten sich alle Patienten präoperativ physiotherapeutisch behandeln lassen. Das bedeutet, dass in dieser Studie eher Patienten ausgewählt wurden, die nicht auf eine physiotherapeutische Behandlung ansprachen.

In der Subgruppenanalyse der einzelnen Studien hatten weder das Alter (14), noch mechanische Symptome (Blockierungen) (14), das Arthrosestadium (19, 27) oder der akute Beginn der Symptome (14, 19) einen Effekt auf das Ergebnis.

Es ist nicht klar, ob die partielle Meniskektomie oder die Meniskusläsion selbst ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Osteoarthrose ist. In der Studie von Herrlin et al. (26) bestand kein Unterschied in der Arthroserate der Behandlungsgruppen, und die Mehrheit der Patienten zeigte keine Arthroseprogression (26). Nach fünf Jahren schritt bei jeweils zwei Patienten pro Behandlungsgruppe die Osteoarthrose fort (26). Diese Befunde stehen im Gegensatz zu anderen Studien (6, 7). Sie sind aber Hinweise dafür, dass die Entwicklung einer Osteoarthrose nicht durch eine arthroskopische partielle Meniskektomie bedingt ist. Die Meniskusläsion ist eher Folge der medialen Gonarthrose (30, 31).

Die Analyse der Studienqualität zeigte akzeptable Ergebnisse für fünf der untersuchten Studien. Nur eine Studie hatte in allen drei Scores schlechte Ergebnisse (28). Ihre Ergebnisse sollten mit Vorsicht interpretiert werden.

Limitationen

Kritikwürdig ist die Beschreibung der chirurgischen Technik in einigen Studien. Eine ungenaue Beschreibung und Standardisierung einer therapeutischen Variable ist bedenklich, da bekannt ist, dass intraoperative Komplikationen wie eine zu exzessive Resektion, iatrogene Knorpelschäden oder eine unzureichende Resektion das postoperative Ergebnis beeinflussen (32, 33). Auch weitere arthroskopische Maßnahmen (Knorpelglättung, Notchplastik, partielle Synovialektomie et cetera) wurden nur in der FIDELITY-Studie ausgeschlossen (19). Bedenklich ist außerdem, dass die chirurgische Prozessqualität in keiner der untersuchten Studien kontrolliert wurde. Künftige kontrollierte randomisierte Studien, die chirurgische Therapieverfahren untersuchen, sollten diese Faktoren berücksichtigen.

Bedenklich ist weiterhin, dass in keiner der untersuchten Studien der Verbrauch an Schmerzmedikamenten einschließlich NSAR dokumentiert wurde. Die Ergebnisse in beiden Behandlungsgruppen könnten demnach durch NSAR-Gebrauch maskiert gewesen sein. Die gastointestinalen Nebenwirkungen von NSAR sind weitgehend bekannt (34).

Ein weiterer Mangel der untersuchten Studien ist die fehlende Generalisierbarkeit. Fehlende Generalisierbarkeit ist eine typische Limitation randomisierter kontrollierter Studien. In die METEOR-Studie konnten nur 26 % und in die FIDELTY-Studie nur 15 % der infrage kommenden Patienten eingeschlossen werden. Daher können die Ergebnisse nur mit Vorsicht auf die Gesamtbevölkerung übertragen werden (27).

Bedenklich ist weiterhin, dass in drei Studien der Lysholm Score als primärer Endpunkt verwendet wurde. Dieser Score ist für zwei der in den jeweiligen Studien gebräuchlichen Landessprachen (Finnisch und Koreanisch) nicht validiert. Außerdem haben Briggs et al. zeigen können, dass für die Lysholm-Domänen Hinken, Instabilität, Hilfe und Blockierung unangemessen hohe Deckeneffekte (> 30 %) im Hinblick auf Meniskusprobleme bestehen (35). Für den KOOS wiederum wurden Bodeneffekte beschrieben, wenn er für Meniskuspatienten verwendet wurde (36).

Weitere Limitationen umfassen fehlende Informationen über die Verteilung prognostischer Faktoren wie Extrusion, subchondrales Ödem, Varus-Fehlstellung oder Wurzelverletzungen (3739).

Auch dieses systematische Review hat einige Limitationen. Eine Metaanalyse war aufgrund der Heterogenität der verwendeten Scores nicht möglich. Auch die Anzahl der eingeschlossenen Studien kann als Limitation betrachtet werden (nur sechs randomisierte kontrollierte Studien [RCTs]), die zu einem systemischen Bias führen kann. Weitere klinische Studien sind notwendig, um die Subgruppe der Patienten, die von einer arthroskopischen partiellen Meniskusentfernung profitieren, genauer zu charakterisieren. Im Hinblick auf die Kontrolle der Behandlungsvariablen haben sich die Autoren der vorliegenden Arbeit nur auf die chirurgische Behandlungsgruppe fokussiert. Eine ähnliche Problematik ergibt sich auch für die Physiotherapie. Gauffin et al. (14) berichten, dass nur 53 % der Patienten das Übungstagebuch ausgefüllt und nur 19 von 24 der geforderten Übungseinheiten durchgeführt hatten. Zu beachten ist auch, dass sich alle untersuchten Publikationen auf den Innenmeniskus fokussieren. Aussagen zur Therapie der Aussenmeniskusläsion sind nicht möglich.

Resümee

Vordergründig zeigen die eingeschlossenen Studien, dass die Ergebnisse nach arthroskopischer partieller Entfernung des Innenmeniskus und nach nichtoperativer Therapie gleichwertig sind – auch wenn eine der sechs Studien über weniger Schmerzen und Symptome in der Gruppe nach arthroskopischer partieller Meniskektomie berichten konnte. 21 bis 30 % der Patienten scheinen jedoch nach fehlgeschlagener physiotherapeutischer Behandlung von einer arthroskopischen partiellen Meniskektomie zu profitieren. Es gibt Hinweise darauf, dass Patienten mit Lappenrissen zu dieser Gruppe gehören. Künftige Studien sollten diese Subgruppe genauer definieren.

Die Variabilität der Publikationen zu diesem Thema ist groß, so dass ein eindeutiger Konsensus derzeit nicht möglich ist.

Interessenkonflikt
Prof. Petersen hält Patente und Tantiemen der Firmen Karl Storz und Otto Bock. Er wurde für Beratertätigkeit honoriert von den Firmen Karl Storz, Otto Bock und AAP Implantate. Darüber hinaus erhielt er Vortragshonorare von der Firma AAP Implantate.

Die anderen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 18. 2 .2015, revidierte Fassung angenommen: 8. 6. 2015

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Wolf Petersen
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
am Martin Luther Krankenhaus Berlin
Caspar Theysstraße 27–31, 14193 Berlin
Wolf.Petersen@pgdiakonie.de

Zitierweise
Petersen W, Achtnich A, Lattermann C, Kopf S: The treatment of non-traumatic meniscus lesions—a systematic review comparing arthroscopic partial meniscectomy with non-surgical treatment. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 705–13. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0705

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eMethodenteil:
www.aerzteblatt.de/15m0705 oder über QR-Code

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* W. Petersen und A. Achtnich haben gleichwertig zur vorliegenden Arbeit beigetragen.
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Martin Luther Krankenhaus, Berlin: Prof. Dr. med. Petersen
Abteilung für Sportorthopädie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München: Dr. med. Achtnich
Department of Orthopaedic Surgery, University of Kentucky, Lexington, Kentucky, U.S.A.: Lattermann, MD
Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Charité - Universitätsmedizin Berlin: Dr. med. Kopf
Die Autoren sind Mitglieder des „Research“ Komitees der Deutschen Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA)
Literaturrecherche und Suchergebnisse
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Informationen über das Studiendesign der eingeschlossenen randomisierten Studien
Informationen über das Studiendesign der eingeschlossenen randomisierten Studien
Tabelle 1
Informationen über das Studiendesign der eingeschlossenen randomisierten Studien
Ein- und Ausschlusskriterien
Ein- und Ausschlusskriterien
Tabelle 2
Ein- und Ausschlusskriterien
Klinisches Ergebnis der im Review berücksichtigten randomisierten Studien
Klinisches Ergebnis der im Review berücksichtigten randomisierten Studien
Tabelle 3
Klinisches Ergebnis der im Review berücksichtigten randomisierten Studien
Qualitätsbewertung mittels Jadad Score, Coleman-Methoden-Score und der CONSORT-Checkliste
Qualitätsbewertung mittels Jadad Score, Coleman-Methoden-Score und der CONSORT-Checkliste
Tabelle 4
Qualitätsbewertung mittels Jadad Score, Coleman-Methoden-Score und der CONSORT-Checkliste
Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität und Kontrolle des Verbrauches von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern
Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität und Kontrolle des Verbrauches von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern
Tabelle 5
Kontrolle der chirurgischen Prozessqualität und Kontrolle des Verbrauches von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern
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  • Gleichwertigkeit im Ergebnis
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113(20): 360; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0360a
    Müller-Rath, Ralf
  • Unbegründete Sorge
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113(20): 360-1; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0360b
    Sauerland, Stefan; Molnar, Sandra; Lange, Stefan
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113(20): 361; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0361
    Petersen, Wolf

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