SucheTrefferlisteMolekularpathologische Routinediagnostik in der Präzisionsonkologie
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Hintergrund: Technische Fortschritte auf dem Gebiet der molekularen Genetik erlauben eine präzise genomische Charakterisierung maligner Tumoren, die nicht nur zu einem besseren Verständnis der Tumorbiologie beitragen konnte, sondern auch den Grundstein einer molekular-stratifizierten Therapie im klinischen Alltag legte.

Methode: Selektive Literaturrecherche in PubMed zu molekularpathologischen Methoden, deren Indikationen, Herausforderungen im Umgang mit molekularen Befunden und zukünftigen Entwicklungen.

Ergebnisse: Die Charakterisierung von Tumoren kann mithilfe der Immunhistochemie, der In-situ-Hybridisierung und der Sequenzierung von Desoxyribonukleinsäure und Ribonukleinsäure vorgenommen werden. Der Nutzen einer molekular-stratifizierten Tumortherapie konnte für zahlreiche Tumorentitäten, beispielsweise für nichtkleinzellige Lungenkarzinome, kolorektale Karzinome und Mammakarzinome, belegt werden. Vor Einleitung einer zielgerichteten Therapie sind für diese Entitäten daher molekularpathologische Biomarker-Analysen, die in der Regel am Tumorgewebe durchgeführt werden, obligatorisch. Randomisierte kontrollierte und unkontrollierte Studien zeigen ein verbessertes progressionsfreies Überleben, wenn sich die pharmakologische Therapie an den molekularpathologischen Befunden orientiert. Bei der Hochdurchsatzsequenzierung können zahlreiche relevante Genabschnitte oder auch ganze Gene parallel sequenziert werden, um so auf eine aufwendige Stufendiagnostik zu verzichten und Biomaterial zu sparen. Diese neuen Methoden erlauben außerdem, in Ergänzung zu den aktuell relevanten prädiktiven Biomarkern, die Untersuchung genetischer Veränderungen, die derzeit für eine Behandlung in klinischen Studien von Interesse sind. Vor einer breiteren Anwendung in der klinischen Routine muss jedoch insbesondere der Einsatz großer Genpanels oder gar Ganzgenom- beziehungsweise Ganzexomsequenzierungen noch intensiver wissenschaftlich validiert werden.

Schlussfolgerung: Für die Bestimmung derzeit relevanter prädiktiver Biomarker stehen flächendeckend qualitätsgesicherte molekularpathologische Assays zur Verfügung. Die Integration umfassender genomischer Analysen in die molekularpathologische Routine ist allerdings eine zukünftige Herausforderung in der Präzisionsonkologie.

LNSLNS

Molekularpathologische Analysen dienen nicht nur der genomischen Charakterisierung maligner Tumorerkrankungen, sondern können auch Hinweise über das Verhalten des Tumors und dessen Ansprechen auf verschiedene onkologische Therapien liefern. Auf Grundlage randomisierter klinischer Studien (RCT) wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche zielgerichtete Therapeutika zugelassen, deren Einsatz eine valide molekulare Untersuchung von sogenannten Biomarkern am Tumormaterial erfordern. Mithilfe von institutionsübergreifenden Vergleichsstudien soll eine Harmonisierung der verwendeten Methoden erreicht werden (e1). Zudem dienen regelmäßige Ringversuche, die durch unabhängige Institutionen organisiert werden, als ein Instrument der flächendeckenden Qualitätssicherung (e2). Erste Arbeiten belegen, dass eine qualitätsgesicherte molekularpathologische Diagnostik nicht nur wegweisend für die behandelnden Ärzte sein kann, sondern auch entscheidenden Einfluss auf den Krankheitsverlauf der Patienten haben kann (1). Aus diesem Grund hat die routinemäßige Testung verschiedener Biomarker in der Molekularpathologie einen festen Platz in der Tumordiagnostik. Insbesondere in Hinblick auf die Verwendung großer Genpanels oder Ganzgenom- beziehungsweise Ganzexomsequenzierungen (WGS/WES) sei jedoch darauf hingewiesen, dass die klinische Relevanz zahlreicher genetischer Aberrationen häufig noch unklar ist. Darüber hinaus geht die genomische Heterogenität in den Tumorzellen eines einzelnen Patienten mit Folgen für die klonale Evolution des Primärtumors und der Metastasen einher. Die Aufgabe der Molekularpathologen und -biologen besteht daher mittlerweile nicht mehr nur darin, geeignete Tests zur Verfügung zu stellen, sondern auch zu versuchen, die Ergebnisse im klinischen Kontext zu bewerten.

Indikationen der molekularpathologischen Tumoranalyse

Molekularpathologische Tumoranalysen geben Hinweise auf pathologisch veränderte Nukleinsäuresequenzen oder Proteine, die maligne Tumoren induzieren oder bestimmte Eigenschaften der Tumoren definieren. Die meisten dieser Veränderungen sind mit geeigneten Tests messbar und dienen als onkologische Biomarker. Biomarker können sowohl im Tumorgewebe selbst als auch in Körperflüssigkeiten detektiert werden. Im klinischen Alltag werden molekularpathologische Untersuchungen zur Identifikation von diagnostischen, prognostischen und prädiktiven Biomarkern eingesetzt. Während diagnostische Biomarker in Zusammenschau mit der Tumormorphologie zur abschließenden Diagnosefindung beitragen können (e3), liefern prognostische Biomarker Hinweise über das Verhalten einer Tumorerkrankung (e4). Routinemäßig werden jedoch am häufigsten die prädiktiven Biomarker untersucht. Sie geben Hinweise auf das Ansprechen der Tumoren auf eine molekular-stratifizierte Therapie und sind für den Einsatz zahlreicher Medikamente obligater Bestandteil der Tumordiagnostik (Tabelle 1).

Ausgewählte prädiktive Biomarker und deren Häufigkeiten bei soliden Tumoren im klinisch-pathologischen Alltag
Tabelle 1
Ausgewählte prädiktive Biomarker und deren Häufigkeiten bei soliden Tumoren im klinisch-pathologischen Alltag

Molekularpathologische Methoden im Überblick

Für die molekularpathologische Diagnostik sind verschiedene Methoden verfügbar (Grafik, Tabelle 2). Die genomische Analyse maligner Tumoren in der Pathologie findet nahezu ausschließlich an Formalin-fixiertem und in Paraffin-eingebettetem Gewebe (FFPE) statt. Mögliche Artefakte, die auf die Fixierung des Gewebes zurückzuführen sind, müssen in der Bewertung der Analysen berücksichtigt werden (e5).

Vom Gewebeblock zum Biomarker. Schematische Übersicht der Analysedauer und -komplexität verschiedener molekularpathologischer Methoden
Grafik
Vom Gewebeblock zum Biomarker. Schematische Übersicht der Analysedauer und -komplexität verschiedener molekularpathologischer Methoden
Ausgewählte Beispiele für eine molekularpathologische Biomarker-Testung und deren Ausprägungen
Tabelle 2
Ausgewählte Beispiele für eine molekularpathologische Biomarker-Testung und deren Ausprägungen

Immunhistochemie

Eine der weitverbreitetsten Methoden in der Tumordiagnostik ist die Immunhistochemie. Es gibt zahlreiche Antikörper, die genetische Veränderungen nachweisen können. Insbesondere Translokationen in ALK, ROS1 oder NTRK können aufgrund einer Proteinüberexpression detektiert werden. Weiterhin kann die Immunhistochemie Hinweise über Amplifikationen einzelner Gene liefern (e6). Die Immunhistochemie dient primär als Screeningmethode für den Nachweis seltener genetischer Veränderungen (e7). Bei positiven und unklaren Ergebnissen sollte eine zweite molekularpathologische Methode zur Validierung angeschlossen werden (e8). Auch bei der Detektion einer möglichen Mikrosatelliteninstabilität kann die Immunhistochemie als valide Screeningmethode genutzt werden. Durch einen Expressionsausfall der an der Basenexzisionsreparatur (Mismatch-Repair, MMR) beteiligten Proteine können solide Tumoren, die eine Mikrosatelliteninstabilität (MSI) aufweisen, identifiziert werden. Die Ursache dieser Mikrosatelliteninstabilität wiederrum kann nur durch ergänzende molekulare Analysen abschließend geklärt werden (e9). Die Immunhistochemie ist auch die Methode der Wahl, um die Expression des „programmed cell death ligand 1“ (PD-L1) auf invasiven Tumorzellen und tumorassoziierten Immunzellen zu bestimmen (e10).

In-situ-Hybridisierung

Eine spezifische Methode zum Nachweis chromosomaler Veränderungen stellt die In-situ-Hybridisierung (ISH) dar. Durch den Einsatz farbstoffmarkierter Sonden können gezielt Desoxyribonukleinsäure(DNA)-Abschnitte dargestellt werden. In Abhängigkeit des verwendeten Sondensystems ist der Nachweis von Translokationen und Amplifikationen an Gewebeschnitten möglich. Trotz der für zahlreiche Biomarker verfügbaren Auswertealgorithmen (e11) erfordert die ISH-Diagnostik erfahrenes Personal sowie entsprechend ausgerüstete Labore. Aberrante Signale können die Auswertung der Analysen erschweren. Durch den zunehmenden Einsatz von Hochdurchsatzmethoden wird die ISH-Diagnostik zur Detektion von Translokationen daher in der molekularpathologischen Routine derzeit überwiegend zu Validierungszwecken eingesetzt (e12). Für den Nachweis von Amplifikationen ist die ISH jedoch nach wie vor Goldstandard (e13).

Desoxyribonukleinsäure- und Ribonukleinsäure-Sequenzierung

Zunehmend bedeutsam werden Methoden zur Sequenzierung gezielter Gene und/oder Genabschnitte. Da für einige Entitäten mehrere Biomarker zeitgleich getestet werden müssen, hat sich das molekulare Analysespektrum in den letzten Jahren zunehmend von Einzelgenanalysen hin zu Panelsequenzierungen, die eine gezielte Analyse mehrerer zuvor definierter genetischer Hotspots beziehungsweise ganzer Gene erlauben, verschoben. In der täglichen Routine wird deshalb immer häufiger die Hochdurchsatzsequenzierung der zweiten Generation („next generation sequencing“, NGS) eingesetzt. Das parallele Sequenzieren ermöglicht es nicht mehr nur Einzelnukleotidvarianten (SNV), Insertionen und Deletionen, sondern auch Genfusionen und – bis zu einem gewissen Grad – Genamplifikationen zu detektieren. Durch den Einsatz Ribonukleinsäure(RNA)-basierter NGS-Methoden ist für die Analyse von Translokationen im Gegensatz zur Immunhistochemie und den meisten Sondensystemen der ISH-Diagnostik auch eine Aussage bezüglich des Translokationspartners möglich, welcher einen Einfluss auf das Patienten-Outcome haben kann (e14). Unabhängig von der verwendeten Sequenziermethode ist die Voraussetzung für einen Nachweis echter genetischer Varianten ein ausreichender Tumorzellgehalt in der zu untersuchenden FFPE-Probe sowie eine gewebeschonende Fixierung im präanalytischen Workflow. Im Unterschied zu den eingangs genannten Methoden geht eine Panelsequenzierung mit einem deutlich höheren Zeit- und Kostenaufwand einher (e15). Durch die parallele Sequenzierung mehrerer Biomarker wiederum kann wertvolles Biomaterial gespart und auf eine aufwendige Stufendiagnostik verzichtet werden. In einer institutionsübergreifenden Vergleichsstudie konnte die NGS-Paneldiagnostik als sensitive und robuste Methode zum Nachweis genomischer Varianten in malignen Tumoren überzeugen (e16). Eine systematische Übersichtsarbeit zu Studien unterschiedlichen Designs (Fallserien, Beobachtungsstudien, eine RCT zeigte am Beispiel des CUP-Syndroms („cancer of unknown primary“), dass durch eine Panelsequenzierung molekulare Zielstrukturen, die grundsätzlich eine selektive Pharmakotherapie ermöglichen, detektiert werden können. Ein klinischer Nutzen konnte jedoch bisher nicht nachgewiesen werden (2).

„Liquid Biopsy“

Bei der „Liquid Biopsy“ handelt es sich um eine molekularpathologische Analyse von Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut. Maligne Tumoren können in unterschiedlichem Ausmaß einzelne Tumorzellen oder Nukleinsäuren freisetzen, die sich im Blutplasma der Patienten anreichern. NGS-Analysen an Vollblut ermöglichen die Detektion genetischer Aberrationen an dem aus den Tumoren freigesetzten genetischen Material. Die „Liquid Biopsy“ kann daher zur Detektion von Resistenzmutationen, beispielsweise bei nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen (NSCLC) mit bekannter Treibermutation im klinischen Progress unter Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) (e17), genutzt werden, insbesondere wenn nicht genügend Tumorgewebe verfügbar ist (3). Prinzipiell zählen jedoch auch ein Tumormonitoring sowie eine Früherkennung maligner Erkrankungen zu den denkbaren Einsatzgebieten der „Liquid Biopsy“ (e18). Neben einer höheren Repräsentativität des gesamten Tumorgenoms im Vergleich zu lokalisierten Gewebeproben (e19), liegt der große Vorteil der „Liquid Biopsy“ in der minimalinvasiven Probengewinnung. Allerdings ist die Konzentration der frei im Blut zirkulierenden Tumor-DNA häufig sehr gering, weshalb ein großer Teil der Proben trotz zuverlässiger Analytik nicht für eine diagnostische Entscheidungsfindung herangezogen werden kann.

Molekular stratifizierte Tumortherapie im klinischen Alltag

Die aufgeführten Methoden sowie deren Kombinationen erlauben eine valide und qualitätsgesicherte Diagnostik onkologischer Biomarker, deren Analyse für eine zielgerichtete Tumortherapie bei ausgewählten Entitäten unerlässlich ist (Tabelle 1). Im Folgenden sowie in Tabelle 2 sind beispielhaft die wichtigsten Entitäten aus der derzeitigen molekularpathologischen Routinediagnostik aufgelistet.

Entitätsspezifische Indikationen

Eine Vorreiterstellung in der Präzisionsonkologie solider Tumore hat das nichtkleinzellige Lungenkarzinom eingenommen. Es gibt zahlreiche zielgerichtete Therapeutika, die in Abhängigkeit der molekularen Veränderungen der Tumoren eingesetzt werden. Daher sollten alle Patienten in fortgeschrittener und metastasierter Situation bei Erstdiagnose eine molekularpathologische Diagnostik hinsichtlich Mutationen in EGFR und BRAF sowie Translokationen in ALK und ROS1 erhalten (3). RCT zeigten ein längeres progressionsfreies Überleben, wenn – basierend auf einer molekularpathologischen Diagnostik – eine zielgerichtete Therapie mit entsprechenden Inhibitoren durchgeführt wurde (18,9 versus 10,2 Monate beziehungsweise 10,9 versus 7,7 Monate) (4, 5). Dies konnte in unkontrollierten Studien mit einer Gesamtansprechrate von 64 % (6) beziehungsweise einem progressionsfreien Überleben von 19,2 Monaten (7) bestätigt werden. Zudem sollte eine immunhistochemische Analyse der PD-L1-Expression erfolgen (3, 8). Daneben wird auch die Resistenzdiagnostik bei NSCLC mit Treibermutationen unter TKI-Therapie immer bedeutsamer. In präklinischen (9) und klinischen Arbeiten (10) konnten divergente Ansprechraten für verschiedene zielgerichtete Therapeutika in Abhängigkeit potenzieller ALK-Resistenzmutationen nachgewiesen werden. Zahlreiche weitere, zukünftig relevante Biomarker befinden sich derzeit in klinischer Testung. Für RET-translozierte und MET-Exon-14-Skipping-mutierte NSCLC wird aufgrund der positiven Studienergebnisse zeitnah eine Zulassung erwartet (11, 12).

Im Bereich der gastrointestinalen Tumoren gab es in den letzten Jahren intensive Forschungsbestrebungen hinsichtlich einer molekularen Charakterisierung (13, 14). Eingang in die klinische Routine konnten diese Erkenntnisse bisher jedoch nicht finden. Während beim Magenkarzinom lediglich HER2 als prädiktiver Biomarker getestet wird (15), ist für kolorektale Tumoren eine molekulare Testung hinsichtlich KRAS-, NRAS- und BRAF-Mutationen entscheidend (16, 17). Mit der Zulassung von Encorafenib in Kombination mit Cetuximab gibt es erstmals auch eine zielgerichtete Therapie bei BRAF-V600E-mutierten Kolonkarzinomen (18). Vielversprechende Ansätze einer Phase-2-Studie liegen auch für kolorektale Tumoren mit HER2-Überexpression/Amplifikation vor (19), eine Zulassung steht aus. Der Poly-ADP-Ribose-Polymerase(PARP)-Inhibitor Olaparib kann bei Patienten mit Pankreaskarzinomen und BRCA1/2-Keimbahnmutationen eingesetzt werden (20).

Mutationen in BRCA1/2 spielen auch bei etwa 5 % der Mamma- und Ovarialkarzinome eine entscheidende Rolle. Allerdings ist bei 37 % der BRCA1- und 45 % der BRCA2-Varianten die klinische Signifikanz derzeit noch unklar (21). Während für alle epithelialen Ovarialkarzinome mit pathogenen BRCA-Mutationen aktuell mehrere PARP-Inhibitoren zugelassen sind (22), sind diese bei fortgeschrittenen Mammakarzinomen nur bei Keimbahnmutationen in BRCA1/2 indiziert (23). Daneben ist bei Mammakarzinomen auch eine Testung des HER2-Status erforderlich, die bei HER2-Überexpression/Amplifikation eine Therapie mit auf HER2-zielgerichteten Inhibitoren nach sich ziehen kann (24). Seit dem letzten Jahr steht außerdem erstmals ein auf PIK3CA-zielgerichteter Inhibitor für die Therapie bei Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinomen zur Verfügung, der das progressionsfreie Überleben in einer RCT von 5,7 auf 11 Monate erhöhte (25). Für die Anwendung ist der Nachweis von PIK3CA-Mutationen, die in etwa bei 28 % der Mammakarzinome auftreten, notwendig (25).

Neben Lungen- und Kolonkarzinomen weisen insbesondere auch maligne Melanome in etwa 50 % der Fälle BRAF-V600-Mutationen auf. Als eine der ersten Entitäten war für diese Subgruppe eine gezielte Therapie mit BRAF- und MEK-Inhibitoren verfügbar. In einer RCT erzielte die Kombinationsbehandlung mit Dabrafenib and Trametinib eine bessere Gesamtüberlebensrate nach zwölf Monaten als die Vemurafenib-Monotherapie (72 %, 95-%-Konfidenzintervall: [67 %; 77 %] versus 65 % [59 %; 70 %]) (26).

Entitätsübergreifende Indikationen

Durch die Zulassung zahlreicher PD-1- und PD-L1-Antikörper ist eine immunonkologische Therapie mittlerweile für viele solide Tumoren verfügbar. Zu den Biomarkern, die für den Einsatz immunonkologischer Therapien getestet werden sollten, zählt die Expression von PD-L1 auf den Tumor- sowie den peri- und intratumoralen Immunzellen. Um Anti-PD1- und Anti-PD-L1-Antikörper bei nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen anzuwenden, ist die Bestimmung der PD-L1-exprimierenden Tumorzellen bezogen auf die Gesamttumorzellen („tumor proportion score“; TPS) entscheidend. In einer RCT erhöhte die Gabe von Pembrolizumab bei NSCLC mit einem TPS von 50 % oder mehr das Gesamtüberleben signifikant auf 30 versus 14,4 Monate in der Kontrollgruppe (27). In einer explorativen Analyse einer RCT mit Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom zeigte sich ein längeres Gesamtüberleben durch die Gabe von Atezolizumab im Vergleich zu Placebo (25 versus 18 Monate) bei Tumoren, die eine PD-L1-Expression auf mindestens 1 % der peri- und intratumoralen Immunzellen aufwiesen (28). Dabei wurden die PD-L1-exprimierenden tumorassoziierten Immunzellen bezogen auf die Gesamttumorfläche, der sogenannte IC-Score, berechnet. In der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms ist die Bestimmung des „combined positivity scores“ (CPS), der sich aus der Summe der PD-L1-positiven Tumor- und Immunzellen bezogen auf die Gesamttumorzellen ergibt, relevant für die Anwendung von Pembrolizumab. In einer RCT betrug des Gesamtüberleben im Pembrolizumab-Arm bei Tumoren mit einem CPS ≥ 10 acht Monate, im Kontrollarm hingegen 5,2 Monate (29). Kürzlich wurde Pembrolizumab von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) auch für mikrosatelliteninstabile solide Tumoren zugelassen. Eine Mikrosatelliteninstabilität (MSI) entsteht durch Mutationen oder epigenetische Veränderungen in Genen der Basenexzisionsreparatur (Mismatch-Repair-Defizienz; dMMR). Durch den Ausfall der entsprechenden Proteine entstehen vermehrt Mutationen in der DNA, wodurch die Bildung von Neoantigenen begünstigt wird und sich somit die Immunogenität dieser Tumoren erhöhen kann (30). Auch Nivolumab zeigte bei verschiedenen Entitäten mit dMMR in einem selektiven, vorbehandelten Kollektiv – 42 von 4 902 gescreenten Patienten wurden eingeschlossen – mit einer objektiven Ansprechrate von 36 % erste Erfolge (31). Mit der Zulassung von Larotrectinib bei soliden Tumoren mit nachgewiesener NTRK-Translokation ist außerdem auch der Einsatz eines Tyrosinkinase-Inhibitors entitätsübergreifend möglich (32). Die Behandlung anhand molekularer Marker außerhalb der definierten Indikationsgebiete erwies sich in einer multizentrischen RCT bei verschiedenen, bereits vorbehandelten Krebserkrankungen allerdings als nicht wirksam (33). Zwei nichtkontrollierte, prospektive Studien deuten darauf hin, dass eine molekularpathologische Analyse eine zielgerichtetere Behandlung ermöglicht und so das progressionsfreie Überleben bei stark vorbehandelten Patienten verbessern könnte (34, 35).

Zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen in der Molekularpathologie

Durch die zunehmende Ausweitung der molekularen Analysen wurden in den letzten Jahren immer mehr potenzielle prädiktive Biomarker für die Behandlung von malignen Neoplasien entdeckt. Auf dem Gebiet der Immunonkologie wurde neben PD-L1 und der Mikrosatelliteninstabilität die Tumormutationslast („tumor mutational burden“, TMB) als möglicher prädiktiver Biomarker diskutiert. Erste klinische Studien zeigen nicht die erhofften Erfolge, sodass die Bedeutung der Tumormutationslast als prädiktiver Biomarker derzeit noch nicht abschließend geklärt ist (36). Forschungsprogramme greifen auf Ganzexom- oder Ganzgenomanalysen zurück. Diese bieten ergänzend zur Analyse typischer Hot-Spot-Regionen zahlreicher Gene sowie der Bestimmung der Tumormutationslast auch Informationen über nicht kodierende Bereiche und decken somit Spleißmutationen und genetische Veränderungen im Promotorbereich der Gene besser ab (37). Zudem erlauben WES/WGS-Analysen auch Untersuchungen zur Mikrosatelliteninstabilität sowie von Mutationssignaturen. Mutationssignaturen sind die Summe zahlreicher, gemeinsam auftretender genetischer Aberrationen (38). Da für viele Varianten aufgrund fehlender RCT noch keine allgemeingültigen Therapieempfehlungen existieren, wurden für deren Bewertung im klinischen Kontext Evidenzlevel erarbeitet. Diese werden in molekularen Tumorboards verwendet, in denen Spezialisten der einzelnen Fachdisziplinen individualisierte Therapieempfehlungen anhand der molekularen Daten erarbeiten (Tabelle 3) (39). Studien belegen, dass allein genomische Analysen für eine optimierte zielgerichtete Therapie nicht ausreichen. Vielmehr ist eine umfassende morphomolekulare Begutachtung und auch die Einbeziehung funktioneller Analysen für die zukünftige Weiterentwicklung der Präzisionsonkologie entscheidend (40).

Klinische Evidenzlevel für die Erstellung individualisierter Therapieempfehlungen in molekularen Tumorboards
Tabelle 3
Klinische Evidenzlevel für die Erstellung individualisierter Therapieempfehlungen in molekularen Tumorboards

Interessenkonflikt

Dr. Wermke wurde für eine Beratertätigkeit und Vorträge honoriert von Novartis, Roche, Bristol Myers Squibb, MSD, Amgen, AstraZeneca, Pfizer und Takeda. Er bekam Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung von den Firmen Roche, AstraZeneca, Pfizer, Novartis und Bristol Myers Squibb. Studienunterstützung (Drittmittel) wurde ihm zuteil von Novartis, BMS, MSD, AstraZeneca und Pfizer.

Prof. Aust erhielt Beraterhonorare, Reisekostenerstattung von Pfizer, AstraZeneca, Roche und MSD. Für Vorträge wurde sie honoriert von Roche, Pfizer und AstraZeneca.

Prof. Baretton bekam Beraterhonorare, Reisekostenerstattung und Vortragshonorare von Pfizer, Roche, MSD und AstraZeneca.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 5. 2020, revidierte Fassung angenommen: 1. 12. 2020

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Gustavo B. Baretton
Institut für Pathologie
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden
Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
gustavo.baretton@ukdd.de

Zitierweise
Wenzel C, Herold S, Wermke M, Aust DE, Baretton GB: Routine molecular pathology diagnostics in precision oncology.
Dtsch Arztebl Int 2021; 118: 255–61.
DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0025

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
e Literatur:
www.aerzteblatt.de/m2021.0025 oder über QR-Code

cme plus

Dieser Beitrag wurde von der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung zertifiziert. Die Fragen zu diesem Beitrag finden Sie unter http://daebl.de/RY95. Einsendeschluss ist der 15. 4. 2022.

Die Teilnahme ist möglich unter cme.aerztebatt.de

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Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, TU Dresden:
Dr. med. Carina Wenzel, Dr. rer. nat. Sylvia Herold, Prof. Dr. med. Daniela E. Aust,
Prof. Dr. med. Gustavo B. Baretton
Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden:
Dr. med. Martin Wermke
Vom Gewebeblock zum Biomarker. Schematische Übersicht der Analysedauer und -komplexität verschiedener molekularpathologischer Methoden
Grafik
Vom Gewebeblock zum Biomarker. Schematische Übersicht der Analysedauer und -komplexität verschiedener molekularpathologischer Methoden
Ausgewählte prädiktive Biomarker und deren Häufigkeiten bei soliden Tumoren im klinisch-pathologischen Alltag
Tabelle 1
Ausgewählte prädiktive Biomarker und deren Häufigkeiten bei soliden Tumoren im klinisch-pathologischen Alltag
Ausgewählte Beispiele für eine molekularpathologische Biomarker-Testung und deren Ausprägungen
Tabelle 2
Ausgewählte Beispiele für eine molekularpathologische Biomarker-Testung und deren Ausprägungen
Klinische Evidenzlevel für die Erstellung individualisierter Therapieempfehlungen in molekularen Tumorboards
Tabelle 3
Klinische Evidenzlevel für die Erstellung individualisierter Therapieempfehlungen in molekularen Tumorboards
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