SucheTrefferlistePsychologische Akutinterventionen in der Herzchirurgie
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Hintergrund: Herzchirurgische Eingriffe lösen hohen psychischen Stress bei den Patienten aus. Wenn das Belastungserleben nicht adäquat kompensiert wird, kann es den postoperativen Genesungsprozess ebenso negativ beeinflussen wie unbehandelte psychische Komorbiditäten.

Methode: Selektive Literaturübersicht zu Fragen der psychischen Belastungen und Komorbiditäten von herzchirurgischen Patienten und Scoping Review zu Fragen der Vielfalt und Effektivität psychologischer perioperativer Interventionen, die das Belastungserleben kompensieren und reduzieren sollen.

Ergebnisse: Psychische Faktoren, wie depressive Symptome oder Angsterkrankungen, sind mit einem erhöhten postoperativen Morbiditäts- und Letalitätsrisiko bei kardialen Erkrankungen assoziiert. Psychische Komorbiditäten sind in diesen Patientengruppen häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Beispielsweise weisen nach der Manifestation einer koronaren Herzkrankheit 15–20 % der Patienten schwere depressive Störungen auf. Einzelne psychotherapeutische Interventionen, die Angst, Depression, psychischen Distress und den Einsatz von Analgetika sowie die Zeit bis zur Extubation reduzieren, sind wirksam bei einem niedrigen bis moderaten Grad der Evidenzqualität. Es existieren vielfältige psychologische Interventionen, die in der klinischen Praxis erprobt sind. Hierzu gehören multimodale, multiprofessionelle Interventionen mit Medikamenten, Edukation, Sport und Bewegung sowie psychosozialer Therapie inklusive Stressmanagement. Wirksam ist auch die Einzelpsychotherapie während der stationären Akutversorgung nach einem Herzinfarkt.

Schlussfolgerung: Aufgrund der Relevanz psychosozialer Faktoren sollte nach den aktuellen Leitlinien vor der Herztransplantation und der Implantation von Herzunterstützungssystemen ein systematisches Screening erfolgen, um psychische Symptome und Komorbiditäten aufzudecken. Psychotherapeutische Akutinterventionen zur Reduktion von psychischen Symptomen können im perioperativen Setting angeboten werden.

LNSLNS

Herzchirurgische Eingriffe sind für die Patienten nicht nur mit der Hoffnung auf eine Genesung und Verbesserung der Lebensqualität verbunden, sondern auch mit einem hohen psychischen Stress. Eine Herzoperation wird teilweise schon im Vorfeld als außerordentlicher und lebensbedrohlicher Zustand interpretiert und dann auch so erlebt. Insbesondere das Gefühl, wenig Kontrolle über die Situation zu haben, stellt einen weiteren zentralen Stressor für Patienten dar.

Angstsymptome, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, postoperatives Delir, akute Anpassungsstörungen sowie stressbedingte Verschlechterungen von kardiovaskulären Parametern kommen häufig vor. Wenn Patienten ihr Belastungserleben nicht adäquat bewältigen, kann dies zu psychischen Stressreaktionen führen, die im weiteren Verlauf genesungsrelevante physiologische und psychische Parameter negativ beeinflussen können. Eine psychologische Unterstützung in der Herzchirurgie ist bei Herztransplantationen und „ventricular assist device“(VAD)-Implantationen am häufigsten erforderlich. Zum einen dauert die stationäre Behandlung für diese Gruppen am längsten und zum anderen wird die psychische Last durch einen Herzwechsel oder eine sichtbare Maschine im Herzen als am höchsten beschrieben. Das Risiko von Komplikationen nach einem herzchirurgischen Eingriff wird bei einer psychischen Komorbidität des Patienten zusätzlich erhöht. Studien haben die Frage untersucht, ob eine psychologische Vorbereitung und eine perioperative psychologische Versorgung den postoperativen Verlauf positiv beeinflussen können. Die vorliegende Übersichtsarbeit geht zwei Leitfragen nach:

  • Welche psychischen Belastungen und Komorbiditäten kommen häufig bei Patienten in der Herzchirurgie vor?
  • Welche psychologischen Interventionen werden mit welchem Effekt prä- und perioperativ bei herzchirurgischen Eingriffen eingesetzt, um das psychische Belastungserleben zu kompensieren und akute negative psychische und somatische Auswirkungen von psychischen Komorbiditäten zu reduzieren?

Im Folgenden werden zunächst die Prävalenzen psychologischer Belastungen und Störungen bei verschiedenen herzchirurgischen Patientengruppen zusammengefasst. Anschließend werden die Ergebnisse eines Scoping Reviews zur zweiten Leitfrage vorgestellt. Ein derartiger Literaturüberblick ist systematisch, aber explorativ, und zielt darauf ab, den Umfang („scope“) der vorhandenen Literatur zu einer Leitfrage zu klären, einschließlich wichtiger Begriffe, Evidenzquellen und Evidenzlücken.

Psychische Komorbiditäten in der Herzchirurgie

Psychische Komorbiditäten und psychische Belastungen bei herzchirurgischen Patienten unterscheiden sich in Inzidenz, Prävalenz und Auswirkungen postoperativ je nach der Basisindikation. Unter allen Indikationsgruppen nach einem herzchirurgischen Eingriff wurde für das postoperative Delir eine Inzidenz zwischen 10 und 50 % beobachtet (1).

Koronare Herzkrankheit und Bypassoperation

Korrelationen zwischen psychischen Faktoren und der Entstehung und dem Verlauf von kardiovaskulären Erkrankungen wurden wiederholt beobachtet (2, 3). Als gesicherte Risikofaktoren für die Aufrechterhaltung der koronaren Herzkrankheit (KHK) gelten Veränderungen des endokrinen Systems und der inflammatorischen Prozesse als psychobiologischer Mechanismus (4) sowie ungünstiges Gesundheitsverhalten. Nach einer manifesten KHK wiesen 20–50 % der Patienten depressive Symptome auf, darunter 15–20 % schwere depressive Störungen (5). Circa 12 % der Patienten entwickelten das Vollbild einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach einem Myokardinfarkt (6). Angsterkrankungen sind ebenfalls mit einer schlechteren Prognose nach einem Infarkt assoziiert (Hazard Ratio 1,94) (7).

Insgesamt kann festgestellt werden, dass KHK-Patienten einem höheren Risiko psychischer Komorbiditäten ausgesetzt sind und diese wiederum einen negativen Einfluss auf die Prognose der KHK haben können. Im klinischen Alltag wird die psychische Belastung im Rahmen einer Bypassoperation zunächst unabhängig von einer psychischen Störung so beschrieben, dass sie vor der Operation am größten ist und im weiteren Verlauf sukzessive nachlässt. Der Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein einer präoperativen Depression und einem erhöhten postoperativen Morbiditäts- und Letalitätsrisiko ist mehrfach dargestellt (8). Eine signifikante präoperative Ängstlichkeit von Bypasspatienten ist mit einem erhöhten postoperativen Risiko von Vorhofflimmern, akutem Herzinfarkt, stationärer Wiederaufnahme, erhöhter Morbidität und Letalität assoziiert (9).

Postoperative zerebrale Dysfunktionen (POCD), die bei 20–40 % der Bypasspatienten nach 6–12 Monaten noch anhalten, werden als ernst zu nehmende Komplikation insbesondere bei zunehmendem Alter beschrieben (10). Die komplexe Interaktion von zerebraler Embolie, Hypoperfusion, Inflammation, zugrunde liegender zerebrovaskulärer Erkrankung und erhöhtem präoperativem Stress gilt als Grundlage und Risikofaktor für die Entstehung einer POCD (10).

Klappenerkrankungen und Klappenchirurgie

Der Anteil der Patienten mit erhöhten Angstwerten (auf der Hospital Anxiety and Depression Scale) vor (33 %) und kurz nach (28 %) einer Mitralklappenoperation ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung (20 %) erhöht. Sechs Monate nach der Operation sind diese Unterschiede nivelliert (11). Die Ängstlichkeit und Depressivität von Patienten nach der Implantation einer mechanischen Aortenklappenprothese wurde überraschenderweise als höher als die von Patienten nach einer Herztransplantation beschrieben (12).

Herzrhythmusstörungen, Rhythmuschirurgie, Herzinsuffizienz, Versorgung mit Herzunterstützungssystemen und Herztransplantation

Die meisten Studien zu psychosozialen Aspekten der Rhythmuschirurgie untersuchen Patienten mit implantiertem Cardioverter/Defibrillator (ICD). Die Prävalenz psychischer Störungen nach ICD-Auslösungen liegt für die Depression bei 11–28 %, für Angststörungen bei 11–26 %, für die PTBS bei circa 25 % (13). Eine komorbide Depression erscheint als signifikanter Prädiktor für mehr Schockabgaben und eine Erhöhung der Gesamtletalität (14).

Es gibt zurzeit keine zuverlässigen Prävalenzdaten zu psychischen Störungen von Patienten mit VAD-Implantationen. In einer ersten Erfassung haben 64 % der Patienten mit Herzunterstützungssystemen mindestens eine psychologisch/psychiatrische behandlungsbedürftige Diagnose (15). Im Langzeitverlauf scheinen Patienten neue Ängste zu entwickeln und die Depressivität steigt mit der Laufzeit (16). Alarme und fehlerhaftes technisches Equipment können zu Stressreaktionen, Schlafstörungen und eingeschränkten Tagesaktivitäten führen (17). Zusätzlich gilt es, die Abhängigkeit von einem sichtbaren Gerät am Herzen emotional zu akzeptieren und Ängste vor Fehlfunktionen und Komplikationen zu bewältigen (18). Besonders gefürchtet bei den Patienten sind Komplikationen, die ihre Hirnleistungsfähigkeit beeinträchtigen, beispielsweise intrakranielle Blutungen oder Insulte (19).

Ein aktuelles Review (20) verdeutlicht, dass das Vorhandensein einer Depression mit einem erhöhten relativen Risiko (RR) des Versterbens nach der Herztransplantation assoziiert ist (RR 1,65). Die Prävalenz einer PTBS nach einer Herztransplantation liegt bei circa 10 % (21).

In der Zeit des Wartens auf ein Spenderherz werden die stärkste Symptomausprägung und die geringste subjektive Lebensqualität beschrieben; zudem ist das Vorhandensein einer Depression mit einer erhöhten Letalität auf der Warteliste assoziiert (22). Patienten benennen als Hauptbelastungen die Wahrnehmung des eigenen Leistungsabfalls, die Angst, die Wartezeit nicht zu überstehen, die Ungewissheit des Transplantationszeitpunkts, Ängste vor dem Spenderorgan sowie Abstoßungs- und Todesängste.

Psychologische Akutinterventionen für herzchirurgische Patienten

Im nächsten Schritt wurde ein Scoping Review zur zweiten Leitfrage dieser Übersichtsarbeit erstellt. Ziehm et al. (23) folgend wurde nach Studien mit Interventionen gesucht, die im Krankenhaus umgesetzt wurden und auf etablierten psychologischen Theorien des Verhaltens und der Verhaltensänderung basieren. Diese Interventionen sollten auf identifizierbare Komponenten der Behandlung hinweisen und spezifisch auf die Veränderung des chirurgiebedingten psychischen Distress, auf negative Einstellungen und Noncompliance eingehen, mit dem Ziel der verbesserten postoperativen Genesung vor der Entlassung.

Die PubMed- und Psychinfo-Datenbanken wurden anhand folgender Begriffe durchsucht: psych*, mental, heart, cardi*, intervention, therapy, treatment, hospital, *operative, surgery und operation. Unter allen empirischen Peer-Review-Studien, Leitlinien, Metaanalysen und systematischen Übersichtsarbeiten zu erwachsenen Patienten wurden Veröffentlichungen auf Englisch oder Deutsch ausgewählt. Diese Suche ergab fünf relevante Publikationen. Durch das Sichten der Literaturverzeichnisse und die Suche über Google Scholar konnten weitere 14 Veröffentlichungen eingeschlossen werden. Zwei allgemeine Leitlinien wurden ebenfalls berücksichtigt.

Die Darstellung der Review-Ergebnisse folgt in drei Schritten. Zunächst werden Empfehlungen zur psychosomatischen Grundversorgung aus den konsentierten Leitlinien notiert. Der nächste Abschnitt fokussiert auf die gemessenen Effekte von Akutinterventionen. Abschließend erfolgt ein nichtsystematischer Einblick in die Vielfalt der konkreten Interventionen, die in Leitlinien und Studien beschrieben werden.

Leitlinien zur psychosomatischen Versorgung im Krankenhaus

Patienten in der Herzchirurgie haben in der Regel eine längere kardiale Vorerkrankung. Für die langfristige Behandlung psychischer Komorbiditäten gibt es Empfehlungen zur psychischen und psychosomatischen Grundversorgung (6). Weiterführende, spezifische Behandlungsempfehlungen im Rahmen einer Herzoperation sind in diesen Leitlinien rar. Die psychokardiologische Versorgung in der Akutklinik soll vorrangig die folgenden Ziele verfolgen: Diagnostik, Kommunikation, Differenzialindikationsstellung und Einschätzung der Bedeutung individueller Risiken (6). Entsprechend werden – insbesondere beim Nachweis der oben beschriebenen Risikofaktoren – folgende Interventionen empfohlen, die auch bei der herzchirurgischen Behandlung im Krankenhaus beachtet werden sollen:

  • Grundsätzlich soll eine interdisziplinäre psychosomatische Grundversorgung gesichert werden (6, 24).
  • Allgemein werden multimodale, multiprofessionelle Interventionen (Medikamente, Edukation, Sport und Bewegung sowie psychosoziale Therapie inklusive Stressmanagement) empfohlen; als wirksam erwähnt wird die Einzelpsychotherapie während der stationären Akutversorgung nach einem Herzinfarkt (6).
  • Bei arterieller Hypertonie sollen Entspannungsverfahren angeboten werden (6).
  • Bei psychischer Komorbidität soll die psychotherapeutische/psychopharmakologische Behandlung weitergeführt werden, sofern die Herzerkrankungen und Begleiterkrankungen adäquat berücksichtigt werden (6).

Metaanalysen zur Wirksamkeit psychologischer Akutinterventionen

In der Tabelle sind die in Metaanalysen gemessenen Effekte perioperativ umgesetzter psychologischer Akutinterventionen auf unterschiedliche Outcomes, die vor der Entlassung aus dem Krankenhaus messbar sind, zusammengefasst. In diesen Metaanalysen überwiegen nichtsignifikante Effekte, die aber aus Platzgründen hier nicht dargestellt werden. Effekte, die nur nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nachgewiesen werden können, zum Beispiel Adhärenz oder Symptome chronischer psychischer Erkrankungen, sind ebenfalls in dieser Darstellung nicht aufgeführt.

Ergebnisse aus Metaanalysen: als signifikant (p < 0,05) berichtete Effekte perioperativer psychologischer Akutinterventionen in der Herzchirurgie
Tabelle
Ergebnisse aus Metaanalysen: als signifikant (p < 0,05) berichtete Effekte perioperativer psychologischer Akutinterventionen in der Herzchirurgie

Drei Metaanalysen beschäftigen sich ausschließlich mit herzchirurgischen Eingriffen (23, 24, 25, 26). Drei weitere (27, 28, 29) Studien schließen herzchirurgische Eingriffe als Teil einer breiteren Fragestellung ein; die berichteten Effektstärken beziehen sich daher auf Studien außerhalb der Herzchirurgie.

Aktuelle Metaanalysen (23, 25) zur spezifischen Wirkung psychologischer Interventionen konnten zeigen, dass psychotherapeutische Interventionen in der Herzchirurgie bei Patienten mit einem niedrigen bis moderaten Grad der Evidenzqualität Angst und Depression, psychischen Distress, den Gebrauch von Analgetika sowie die Zeit bis zur Extubation wirksam reduzieren können. Eine Wirkung für andere Outcomes konnte nicht bestätigt werden, wobei die Limitationen durch die eingeschränkte Qualität der wenigen vorhandenen Studien diskutiert werden müssen.

Vielfalt an spezifischen Akutinterventionen

In zehn der eingeschlossenen Studien finden sich Beschreibungen spezifischer perioperativer psychologischer Akutinterventionen für herzchirurgische Patienten (6, 18, 23, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34). Diese Interventionen sind in Kasten 1 zusammengefasst. In den dort resümierten Studien werden folgende spezifische Symptome und negative Auswirkungen als Ziel psychologischer Akutinterventionen benannt: Angst, Angststörungen, Anpassungsstörungen, Anspannung, Unsicherheit, besondere präoperative psychische Belastungen, Stressreaktionen im Verlauf der Operation, Schmerzen, Schmerzerleben, zu hohe Einnahme von Schmerzmedikation, hinausgezögerte Mobilisierung, Stoffwechselstörungen und emotionale Belastung, insbesondere bei Transplantationen. Eine narrative Übersicht mit Hinweisen zu Zielen, Methoden und zum Timing psychologischer Interventionen für chirurgische Eingriffe generell ist bei Tefikow et al. zu finden (29). Die psychotherapeutisch geführte patientenzentrierte Kommunikation umfasst diverse therapeutische Prinzipien und Einzelinterventionen, die während des gesamten Kranken­haus­auf­enthalts zum Einsatz kommen. Sie sind in Kasten 2 zusammengefasst.

Psychologische Akutinterventionen für herzchirurgische Patienten
Kasten 1
Psychologische Akutinterventionen für herzchirurgische Patienten
Psychotherapeutisch geführte patientenzentrierte Kommunikation
Kasten 2
Psychotherapeutisch geführte patientenzentrierte Kommunikation

Psychopharmakotherapie

Neben einer gezielten psychotherapeutischen Versorgung kardiochirurgischer Patienten ist eine flankierende Pharmakotherapie in vielen Situationen hilfreich.

Angst

Benzodiazepine sind potente, schnell wirksame und grundsätzlich gut verträgliche Substanzen. Sie eignen sich besonders gut zur Krisenintervention. Bekannte Nebenwirkungen sind Atemdepression bei hohen Dosen, potenzielle Gewöhnung und, vor allem im geriatrischen Patientenkollektiv, paradoxe Reaktionen mit Unruhezuständen und Halluzinationen.

Grundsätzlich sollten kurzwirksame Substanzen ohne aktive Metaboliten verwendet werden. Lorazepam erfüllt diese Kriterien sehr gut und zeichnet sich durch eine hohe anxiolytische Wirkung aus. Die Substanz kann oral oder intravenös verabreicht werden. Das trizyklische Piperazinylderivat Opipramol wirkt ebenfalls gut anxiolytisch, ohne Abhängigkeitspotenzial. Pregabalin ist ein zentral wirksamer Calciumkanalblocker und zeigt in der Langzeittherapie eine sehr gute anxiolytische Wirkung bei geringen Medikamenteninteraktionen und einem geringen Nebenwirkungsspektrum. Benzodiazepine können für kurze Interventionen sinnvoll sein, Opipramol und Pregabalin eignen sich eher für eine längerfristige Behandlung von Angstsyndromen.

Depression

Zur medikamentösen Therapie depressiver Störungen stehen tri- und tetrazyklische Antidepressiva und die selektiven Serotonin- oder Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI/SNRI) bereit. Die wichtigste kardiale Nebenwirkung der trizyklischen Antidepressiva ist eine Verlangsamung der Erregungsleitung (atrioventrikuläre Überleitung, His-Purkinje-Bündel). Auch eine Verlängerung des herzfrequenzkorrigierten QT-Intervalls (QTc) kann insbesondere in Kombination mit anderen in dieser Hinsicht problematischen Substanzen zu relevanten Rhythmusstörungen führen. Unter den anticholinergen Nebenwirkungen (unter anderem Mundtrockenheit, Akkomodationsstörungen, Miktionsstörungen) ist die delirogene Komponente klinisch am relevantesten. Aus diesem Gründen sollten trizyklische Antidepressiva bei kardial erkrankten Patienten vermieden werden. Alternativ sind die SSRI/SNRI zu bevorzugen, da Nebenwirkungen bei ihrer Einnahme deutlich seltener auftreten. Auch Venlafaxin ist in diesem Punkt besser zu bewerten. Eine zwar seltene, aber klinisch wichtige Nebenwirkung der SSRI ist das zentrale serotonerge Syndrom (unter anderem Fieber, quantitative/qualitative Bewusstseinsstörung, Tachykardie, Hypertonie), welches nicht nur akut, sondern besonders auch bei älteren Menschen protrahiert verlaufen kann.

Posttraumatische Belastungsstörung

Zur medikamentösen Behandlung der PTBS können Sertralin, Paroxetin oder Venlafaxin eingesetzt werden.

Delir

Ein Delir ist eine akute organische Psychose und damit ein neuropsychiatrischer Notfall. Die Behandlung erfolgt symptomorientiert, eingesetzt werden neben Benzodiazepinen vor allem niedrig- und hochpotente Neuroleptika. Die niedrigpotenten Neuroleptika (unter anderem Melperon, Pipamperon) werden überwiegend wegen ihrer sedierenden Wirkung ohne atemdepressive Nebenwirkungen angewendet, der antipsychotische Effekt ist geringer ausgeprägt. Unter den hochpotenten Neuroleptika dominieren heute die sogenannten atypischen Substanzen (unter anderem Quetiapin, Risperidon, Olanzapin), die mit einem deutlich geringeren Risiko extrapyramidalmotorischer Nebenwirkungen assoziiert sind als die traditionellen hochpotenten Neuroleptika (vor allem Haloperidol). Als Gruppeneffekt muss der negative Einfluss auf die QTc-Zeit erwähnt werden. Hierbei spielen genetische Faktoren, kardiale Vorerkrankungen, die Dosis des verwendeten Neuroleptikums und die Begleitmedikation eine große Rolle hinsichtlich des Risikos ventrikulärer Rhythmusstörungen oder des plötzlichen Herztodes.

Resümee

Wenn eine psychische Störung vorliegt, soll in der Herzchirurgie eine psychotherapeutische Mitversorgung angeboten werden. Aufgrund der Relevanz psychosozialer Faktoren sollte ein systematisches Screening zumindest vor einer Herztransplantation und einer VAD-Implantation erfolgen (24, 35). Einzelne psychotherapeutische Interventionen zur Reduktion von psychischen Symptomen sind nach aktueller Evidenzlage wirksam.

In der klinischen Praxis hat es sich bewährt, präoperativ Patienten dazu anzuleiten, die eigene Ängstlichkeit vor der Operation anzunehmen und nicht schamhaft zu verdrängen, sich sehr konkrete und individuelle Ziele für die Zeit nach der Operation vorzustellen, sich eine Belohnung für die überstandenen Herausforderungen zu überlegen, sich der sozialen Unterstützung bewusst zu werden, die durch die Krise Herzoperation präsent wird, einen Ort der inneren Ruhe („safe place“) und Gelassenheit zu imaginieren und sich die eigene emotionale Leichtigkeit und Entlastung nach der Operation vorzustellen (18).

In einem Review konnte gezeigt werden, dass Depressionen und Ängste im Rahmen einer herzchirurgischen Operation besser reduziert werden, wenn die Interventionen länger andauerten als ein einzelnes Gespräch und von erfahrenen Psychologen persönlich und in einer Eins-zu-eins-Situation durchgeführt wurden (6, 23). Eine Depressionsreduktion zeigte sich unter diesen Bedingungen besonders bei Bypasspatienten, eine Angstreduktion eher bei ICD-Patienten.

Bei psychologischen Interventionen nach der Herzoperation ist es besonders essenziell, dass Patienten ihre Gefühle durch das Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte (VEE) ausdrücken können. Weiterhin werden ressourcen- und zukunftsorientierende Interventionen angewendet, bei denen die vorformulierten Genesungsziele in Erinnerung gerufen und in gangbare Schritte umgesetzt werden. Entspannungsverfahren (autogenes Training, Selbsthypnose, progressive Muskelrelaxation, jeweils adaptiert an die somatische Situation) kommen ebenfalls zum Einsatz. Sehr wirksam sind hypnotherapeutische Interventionen zur Reduktion von Angst, Schmerzen, Belastung und Distress. Nach einer Herztransplantation muss besonders auf die Organintegration eingegangen werden. Nach einer VAD-Implantation sollte dagegen auf das veränderte Körperbild (ausgelöst durch die Driveline und die Batterie/Controllertasche) fokussiert werden.

Abschließend muss festgehalten werden, dass die psychotherapeutische Mitversorgung in der Herzchirurgie aktuell noch keine Abbildung im Vergütungssystem findet, die Integration des Psychologen in das kardiochirurgische Team jedoch unbedingt empfehlenswert ist.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 14. 9. 2020, revidierte Fassung angenommen: 17. 12. 2020

Anschrift für die Verfasser
Dr. phil. Katharina Tigges-Limmer, Dipl.-Psych., PPT
Leitung Abteilung für Medizinpsychologie
Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie
Herz- und Diabeteszentrum NRW
Georgstraße 11
32545 Bad Oeynhausen
ktigges-limmer@hdz-nrw.de

Zitierweise
Tigges-Limmer K, Sitzer M, Gummert J: Perioperative psychological interventions in heart surgery—opportunities and clinical benefit. Dtsch Arztebl Int 2021; 118: 339–45. DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0116

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

cme plus

Dieser Beitrag wurde von der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung zertifiziert. Die Fragen zu diesem Beitrag finden Sie unter http://daebl.de/RY95. Einsendeschluss ist der 16. 5. 2022.

Die Teilnahme ist möglich unter cme.aerztebatt.de

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Dr. phil. Katharina Tigges-Limmer,
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Klinikum Herford,
Klinik für Neurologie, Herford: Prof. Dr. med. Matthias Sitzer
Psychologische Akutinterventionen für herzchirurgische Patienten
Kasten 1
Psychologische Akutinterventionen für herzchirurgische Patienten
Psychotherapeutisch geführte patientenzentrierte Kommunikation
Kasten 2
Psychotherapeutisch geführte patientenzentrierte Kommunikation
Ergebnisse aus Metaanalysen: als signifikant (p < 0,05) berichtete Effekte perioperativer psychologischer Akutinterventionen in der Herzchirurgie
Tabelle
Ergebnisse aus Metaanalysen: als signifikant (p < 0,05) berichtete Effekte perioperativer psychologischer Akutinterventionen in der Herzchirurgie
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