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Hochschulen

EU-Förderung für Kieler Herz-Kreis­lauf-Forschung

Donnerstag, 31. Januar 2019

/dpa

Kiel – Millionenförderung für die Herz-Kreislauf-Forschung in Kiel: Oliver Müller, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, erhält im Rahmen eines europäischen Verbund­vorhabens 1,4 Millionen Euro für das Projekt „CardioReGenix: Development of Next-Generation Gene Therapies for Cardiovascular Disease”.

Die Wissenschaftler sollen mit der Förderung neue und effizientere Therapieansätze für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln. Müller hat außerdem eine vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung finanzierte Professur für translational ausgerichtete kardiovaskuläre Forschung an der Medizinischen Fakultät in Kiel inne.

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„Meine Arbeitsgruppe wie auch die Partner des EU-Konsortiums haben eine Reihe vielversprechender Zielstrukturen für die Behandlung von Herzinsuffizienz und Durchblutungsstörungen gefunden, die auf der Ebene der Genregulation ansetzen“, erläutert der Wissenschaftler. Die Forscher planen, AAV-Gentransfer­vektoren so zu verbessern, dass Patienten, die etwa an Herzinsuffizienz und koronarer Herzerkrankung leiden, besser behandelt werden können. Vor allem die bislang problema­tische immunologische Verträglichkeit soll dabei verbessert werden.

AAV-Gentransfervektoren sind von ungefährlichen adenoassoziierten Viren abgeleitete Gentransfershuttles, in denen die Erbinformation des Virus durch eine therapeutisch nutzbare genetische Information ersetzt wird. Durch die Eigenschaften der Eiweißhülle des Ausgangsvirus ist es mit AAV-Gentransfervektoren möglich, genetisches Material über einen langen Zeitraum in Körperzellen einzubringen, in denen wichtige Gene fehlen oder verändert sind.

Die Genfähren bieten den Sicherheitsvorteil, dass der Gentransfer nicht zu einem Einbau des genetischen Materials in das Erbgut der Zellen führt. Das soll eine Übertragung des eingebrachten genetischen Materials an Nachkommen verhindern.

Gefördert wird das Projekt ab Januar 2019 für fünf Jahre aus dem EU-Forschungs­rahmenprogramm „Horizon 2020“. Die Förderungssumme teilt sich auf in 868.000 Euro für zwei wissenschaftliche Beschäftigte und 543.526 Euro für Sachmittel. Die Ausstattung für das Vorhaben stellt die Medizinische Fakultät in Kiel zur Verfügung. © hil/aerzteblatt.de

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