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Nierenpatienten sollten bei mediterraner Diät Kaliumwerte kontrollieren lassen

Donnerstag, 20. Juli 2017

/Lorenzo Buttitta, stock.adobe.com

Berlin – Eine mediterrane Ernährung ist auch für Patienten mit Nierenerkrankungen sinnvoll. Das berichtet die Arbeitsgruppe (AG) „European Renal Nutrition“ der „European Renal Association – European Dialysis Transplant Association“. Allerdings sollten bei nierenkranken Patienten, die sich mediterran ernähren, regelmäßig die Laborparameter überprüft werden, so die AG.

Eine mediterrane Diät ist fleischarm und basiert auf Früchten, Gemüse, Vollkorn­produkten, Fisch, Nüssen und hochwertigen Ölen wie kaltgepresstem Olivenöl. Einer großen Studie zufolge, kann sie das Risiko für Herzkreislauferkrankungen von kardiovaskulären Risikopatienten allein um 30 Prozent senken (N Engl J Med 2013; 368: 1279–1290).

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Laut den Nephrologen bietet diese Ernährungsform auch für Nierenkranke Vorteile: Durch die frischen Zutaten sei zum Beispiel die Salz- und Phosphataufnahme geringer als bei vielen anderen Ernährungsweisen. Die durchschnittliche Eiweißzufuhr ent­spreche bei mediterraner Kost in etwa der für nierenkranke Patienten empfohlenen Menge, nämlich rund 0,8 g/kg/Tag, wobei das Eiweiß hauptsächlich aus Gemüse, Fisch und weißem Fleisch stamme. Außerdem sei die glykämische Last bei der Diät geringer – der Blutzuckeranstieg nach einer definierten Aufnahme von Kohlenhydraten aus der Nahrung falle also geringer aus als bei anderen Ernährungsformen.

Allerdings könne diese Kost zu höheren Kaliumwerten führen, da Früchte und Gemüse viel Kalium enthielten. Inwieweit das schädlich oder gar gefährlich ist, sei aber noch unklar. Die Arbeitsgruppe empfiehlt daher Patienten, die sich mediterran ernähren, regelmäßig zur Laborwertkontrolle zu gehen. „Solange die Kaliumwerte im Normal­bereich liegen, spricht vieles dafür, dass Nierenpatienten im Hinblick auf ihr kardio­vaskuläres Risiko und auch im Hinblick auf nierenspezifische Problematiken von der mediterranen Diät profitieren“, sagte Jan Galle, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. © hil/aerzteblatt.de

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