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Politik

Jeder zehnte alte Mensch in Bayern hat Demenz

Mittwoch, 21. März 2018

/pololia, stockadobecom

München – Einem Bericht der bayerischen Staatsregierung zufolge leidet mehr als jeder zehnte gesetzlich versicherte alte Mensch im Freistaat an Demenz. 10,3 Prozent der ambulant behandelten Männer und Frauen über 65 Jahren erhielten demnach 2015 diese Diagnose, wie aus dem Bericht zur Seniorengesundheit hervorgeht, den das bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium heute in München veröffentlichte. Das sind rund 230.000 Menschen im Freistaat.

Ab einem Alter von 85 Jahren ist dem Bericht zufolge sogar knapp jeder Vierte (24,3 Prozent) betroffen. Bei Frauen (26,2 Prozent) kommt die Erkrankung häufiger vor als bei Männern (19,5 Prozent). 6.000 Menschen starben dem Report zufolge 2015 an Demenz. Damit ist die Erkrankung bei Senioren in Bayern die dritthäufigste Todesursache.

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Herz-Kreislauf-Probleme am häufigsten

Die Rangliste der häufigsten Erkrankungen und Todesursachen bei älteren Menschen führen den Angaben zufolge Herz-Kreislauf-Probleme wie Bluthochdruck oder Schlaganfälle an. Diese wurden 2015 bei 85 Prozent der behandelten Senioren im Freistaat diagnostiziert. Jeder Fünfte (20 Prozent) litt an einer affektiven Störung und bei elf Prozent hieß die Diagnose Krebs.

Wie der Bericht weiter zeigt, steigt auch die Zahl der multimorbiden Menschen im Freistaat an. Während in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen etwa 35 Prozent mindestens drei Erkrankungen haben, sind es zwischen 80 und 85 Jahren rund 60 Prozent.

Im Freistaat leben derzeit 12,8 Millionen Menschen, rund 20 Prozent sind im Seniorenalter. Tendenz weiter steigend: „Bereits heute sind 2,6 Millionen Männer und Frauen in Bayern älter als 65 Jahre“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU). In wenigen Jahren, wenn die Generation der „Babyboomer“ dieses Alter erreicht habe, werde jeder Vierte „Ü 65“ sein. Das wären dann etwa 3,6 Millionen Menschen in Bayern.

Zugleich habe sich die Lebenserwartung innerhalb eines Jahrhunderts mehr als verdoppelt und liege heute in Bayern bei 78,9 Jahren für Männer und 83,5 Jahren für Frauen, so Huml weiter.

Der Bericht greift auf unterschiedliche Datenquellen zurück – darunter sind Werte des Robert-Koch-Instituts und Daten von gesetzlich Krankenversicherten. Eine systematische Erhebung zur Gesundheit älterer Menschen in Deutschland ist demnach erst im Aufbau. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #720508
e.ne
am Donnerstag, 22. März 2018, 00:38

Das ist bei weitem nicht alles

Hinzu kommt: Jeder der seit 1990 einen prakt. Arzt anspricht - ist mindestens "seelisch krank"
alles weitere kommt mit jedem Satz/Wort -
dasselbe gilt als Kläger/in Strafantragstellerin - Schreiben an ein Gericht ...wenn man das tut -
kann man ja nur ... x-was sein ...mit ab ungefähr 30-40 Jahren ...
dies gilt in besonderem Maße für alle Orts-Landesfremden ...
Weibliche Personen
Flüchtlinge - was man aus egal welchem dt. Land auch ist ...
usw - die Spielvarationen sind endlos ...
Das ich Deutsche insbesondere Bayern für besonders vorsichtig, zurückhaltend, gewissenhaft,
sorgfältig arbeitend halten würde, kann ich nicht gerade behaupten.
LNS