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Ausland

Zwei Maserntote in der Schweiz seit Anfang des Jahres

Freitag, 3. Mai 2019

/MaZi, stock.adobe.com

Genf – In der Schweiz sind seit Anfang des Jahres zwei Menschen an Masern gestorben. Insgesamt sei die Zahl der Masernfälle in diesem Jahr auf 155 gestiegen, teilte das schwei­zerische Bundesamt für Gesundheit gestern mit.

Ein etwa 30 Jahre alter Mann starb den Angaben zufolge an Masern, nachdem er sich bei Angehörigen angesteckt hatte. 67 Stunden nachdem er mit dem Virus in Kontakt gekommen war, ließ er sich impfen. Die Impfung kam jedoch zu spät – er starb kurz nach dem Auftre­ten der ersten Symptome.

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Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich um einen etwa 70 Jahre alten Mann, dessen Immunsystem durch eine Krebserkrankung geschwächt war. Wie er sich ansteckte, ist nach Angaben des Bundesamts unklar. Er starb einige Tage nach Ausbruch einer masernbe­ding­ten Lungenentzündung.

Die Gesundheitsbehörde rief mit Nachdruck zur Impfung auf. Dabei gehe es nicht nur um den persönlichen Schutz, sondern auch um den Schutz besonders anfälliger Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Die Zahl der Masern-Fälle ist weltweit drastisch gestiegen. Nach Angaben der Weltgesund­heits­organisation WHO vervierfachte sie sich im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vor­jahreszeitraum. Dass die hochansteckende Erkrankung sich in jüngster Zeit wieder verbrei­tet, liegt insbesondere an der weltweit wachsenden Impfskepsis.

Erst gestern stellte das Robert-Koch-Institut (RKI) neue Zahlen für Deutschland vor. Zwar haben demnach 97,1 Prozent der Schulanfänger die erste Impfung erhalten. Bei der ent­scheidenden zweiten Masernimpfung dagegen gibt es große regionale Unterschiede. Deswegen wird laut RKI auf Bundesebene die gewün­schte Impf­quote von 95 Prozent nicht erreicht. Bei Kindern sind nach den neuen Daten des RKI nur gut 93 Prozent zwei­mal gegen Masern geimpft.

© afp/may/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Sonntag, 5. Mai 2019, 19:10

PRESSEBERICHTERSTATTUNG

Bedauerliche, aber typische, dass DIESE Nachricht wohl wieder überall zu lesen sein wird, aber nicht diese:

Das Kind, das in Herne zuletzt an Masern erkrankt ist, hatte Schutzimpfungen gegen die Krankheit erhalten. Warum das passieren kann.

https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/masernfall-in-herne-vierjaehriger-junge-war-geimpft-id217035511.html?fbclid=IwAR0KNO18zduQP8WrcXI2Hwn5JTXFDH3J8u8__M0xQJa22kds4296DK9kZSY
Avatar #759489
MITDENKER
am Sonntag, 5. Mai 2019, 19:05

IMPFMASERN

Nun, sterben kann man an den "Impfmasern" wohl nicht, aber....:
https://www.impf-info.de/die-impfungen/masern/249-masern-trotz-impfung-die-unterschätzte-gefahr.html
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 4. Mai 2019, 11:57

Wer keine Ahnung hat...

sollte lieber schweigen.

"Impfmasern" bei angeblich bis zu 10% der Geimpften, 10 - 14 Tage nach der in Deutschland typischen MMR-Impfung, mit subfebrilen Temperaturen und gelegentlich Morbilli-ähnlichem Exanthem sind in aller Regel nicht ansteckend (RKI 2010).

Einzelfälle mit tatsächlichen Maserninfektionen bei Kontaktpersonen von Geimpften bis zu über 5 Wochen nach der Impfung von Indexpersonen weisen auf einen typischen "bias", eine Fehlannahme, hin: Denn MMR-Impfungen finden i.d.R. innerhalb von bio-psycho-sozial kohärenten Risikogruppen wie Eltern mit kleinen Kindern, Krabbelgruppen, KITAS usw. statt (Sood 2017, Murti 2013, Milson 1989).

Typischen Impfmasern klingen in der Regeln innerhalb weniger Tage komplikationslos ab und weisen auf ein "Angehen" der Impfung im Sinne einer Bildung schützender Antikörper hin.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

RKI. Ratgeber für Ärzte - Masern. Stand 2010.

RKI. Infektionsepidemiologisches Jahrbuch 2012. Berlin 2013.

RKI. EpiBull 10/2015.

Murti M. Euro Surveill. 2013;18(49):pii=20649

Sood SB et al. 2017. Clinical Case Reports. doi: 10.1002/ccr3.1174
Avatar #687997
Pro-Natur
am Freitag, 3. Mai 2019, 17:59

Oder Maserntote durch die Impfung

Die Immunität nach den durchgemachten Masern im Kindesalter ist 100%ig. Wer sich auf die Impfung verlässt, begibt sich im erwachsenen Alter in Gefahr. Auch 2x Geimpfte erkranken an Masern. Lieber immun anstatt geimpft sein; sicher ist sicher. Fraglich ist auch, ob man sich nach einer Exposition impfen lassen sollte. Wer weiß, ob der junge Mann die Wildmasern und die Impfmasern gleichzeitig bekam. Hier hätte der RT-PCR Klarheit schaffen können. Vielleicht sind beide Herren an Impfmasern gestorben.
LNS