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Ärzteschaft

Aktualisierte Leitlinie zur Frühsommer-Meningoen­zephalitis erschienen

Dienstag, 18. Februar 2020

/Klaus Eppele, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat eine vollständig überarbei­tete S1-Leitlinie zur „Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vorgestellt. Die Leitlinie informiert über das Infektionsrisiko, den Krankheitsverlauf der FSME, die Diagnostik, die Prognose und die Möglichkeiten und Erfolgsaussichten einer Impfung.

Laut der Leitlinie sind nicht nur Kleintiernager wie Mäuse Wirtstiere für die FSME-Viren, sondern unter anderem auch Ziegen, Schafe und Rinder. FSME-Viren können zudem durch eine Organtransplantation von Mensch zu Mensch übertragen werden und zum Tode füh­r­en. Die FSME verläuft häufig schwerwiegend: Mehr als einem Drittel der Erkrankten tra­gen laut den Leitlinienautoren dauerhafte neurologische Schäden davon.

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Personen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten, empfehlen die Autoren, sich gegen FSME impfen zu lassen. Nach kompletter Grundimmunisierung und einer ers­ten Booster-Impfung könne der Impfschutz bei unter 50-Jährigen bis zu zehn Jahre anhal­ten. „Die Impfung gegen FSME erhöht nicht die Schubrate bei Patienten mit Multipler Sklerose“, berichten die Autoren.

Die Anzahl der Infektionen mit Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor.

Demnach gingen im vergangenen Jahr bundesweit 441 Meldungen bei dem Institut ein. Das entspricht einem Rückgang von fast 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018, in dem es noch 584 Fälle gegeben hatte.

Der überwiegende Anteil der Meldungen kam aus Baden-Württemberg und Bayern. Weitere Risikogebiete sind Südhessen, das südöstliche Thüringen und Teile Sachsens. © hil/aerzteblatt.de

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