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Politik

Bundes­aus­schuss: Gesprächs-Psychotherapie wird nicht Kassenleistung

Mittwoch, 22. November 2006

Siegburg - Die Gesprächs-Psychotherapie wird keine Kassenleistung. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) in Siegburg beschlossen. „In der wissenschaftlichen Literatur konnte nur für Patienten mit Depressionen ein Beleg dafür gefunden werden, dass die Gesprächspsychotherapie genauso gut hilft wie die derzeit in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) zur Verfügung stehenden Verfahren“, hieß es am Mittwoch aus dem G-BA. 

Eine „breite Versorgungsrelevanz“ sei jedoch ein wesentliches Kriterium für die Aufnahme eines Psychotherapieverfahrens in den GKV-Leistungskatalog, weil nur so sichergestellt sei, dass ein Psychotherapeut die häufigsten psychischen Erkrankungen behandeln könne.

Für die Prüfung der Gesprächspsychotherapie kamen zum ersten Mal die Kriterien der evidenzbasierten Medizin gemäß der Verfahrensordnung des G-BA zur Anwendung. Das Ergebnis war nach Angaben des G-BA für Leistungserbringer, Kassen- und Patientenvertreter gleichermaßen überraschend. Um dem Einwand zu begegnen, dass die bereits in der GKV befindlichen Verfahren bisher nicht nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin geprüft wurden, hat der G-BA seine Absicht bekräftigt, auch diese zu überprüfen, also die tiefenpsychologisch fundierte und die analytische Psychotherapie sowie die Verhaltenstherapie. © hil/aerzteblatt.de

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