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Ausland

HIV-Blutkonserven: Großbritannien soll Entschädigung zahlen

Mittwoch, 25. Februar 2009

London – Mehr als 2.900 britische Patienten, die sich in den 70er- und 80er-Jahren durch kontaminierte Blutprodukte mit HIV und Hepatitis C infizierten, sollten vom britischen Staat finanzielle Entschädigungen von je 350.000 Pfund (rund 420.000 Euro) erhalten. So lautet die Empfehlung eines offiziellen Untersuchungsausschusses.

Dem Ausschuss zufolge infizierten sich damals mehrere Tausend Patienten in Großbritannien durch verseuchte Blutprodukte: 4.670 mit Hepatitis C und mehr als 1.000 mit HIV. Infektionsquelle seien „kontaminierte Blutprodukte aus den USA“ gewesen. Bislang sind laut Londoner Ge­sund­heits­mi­nis­terium 1.757 Infizierte gestorben.

Der Ausschuss bezeichnete die Vorgänge als „den schlimmsten Gesundheitsskandal in der britischen Nachkriegsgeschichte“. Die Experten kritisierten die verantwortlichen Gesundheitspolitiker, da viele Patienten  noch immer auf angemessene Entschädigung warteten. 

Der Ausschuss empfiehlt, jeden infizierten Patienten mit umgerechnet rund 420.000 Euro zu entschädigen. Das müsse „so schnell wie möglich“ geschehen. Patientenverbände begrüßten den Report. Das Londoner Ge­sund­heits­mi­nis­terium stellte fest, dass heutzutage die Sicherheit von Blutprodukten in Großbritannien „lückenlos garantiert“ sei. © KT/aerzeblatt.de

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