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Medizin

Yoga hilft bei Fibromyalgie

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Portland – US-Mediziner haben eine Yoga-Variante für chronisch Kranke entwickelt. In einer randomisierten Studie in Pain (2010; 151: 530-539) linderte sie die Beschwerden einer Fibromyalgie besser als eine Standardtherapie.

Yoga of Awareness“ nennen James und Kimberly Carson von der Oregon Health & Science University in Portland ihre Entspannungstechniken. Sie strebt keine Perfektion in den geistigen und körperlichen Übungen der indischen Körpermeditation an.

Das achtwöchige Programm soll Patienten mit chronischen Erkrankungen jedoch helfen, die Krankheit durch die Meditation besser zu verarbeiten und durch die Übungen die Beschwerden zu lindern. Bei der Fibromyalgie sind dies neben Muskelschmerzen eine Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und emotionaler Dysstress.

Die Yoga-Sessions beginnen mit 40-minütigen leichten Streckpositionen, gefolgt von 25 Minuten Meditation, die das Bewusstsein auf die Atmung und das Bewusstsein an sich („awareness of awareness itself“) lenken soll. Es folgen 10 Minuten eigentliche Yoga-Atemübungen, 20 Minuten Didaktik und abschließend 25 Minuten Gruppengespräch.

Im Rahmen der Studie nahmen 25 Patientinnen, die länger als ein Jahr an einer Fibromyalgie nach den Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) litten, an dem 8-wöchigen Programm teil. In der Kontrollgruppe erhielten 28 Frauen die übliche medikamentöse Standard-Therapie.

Am Ende gaben die Teilnehmerinnen des Yoga-Kurses zu 24 Prozent weniger Schmerz, zu 30 Prozent weniger Abgeschlagenheit (Fatigue) und zu 42 Prozent weniger depressive Verstimmungen an. Auch die Bewältigungsstrategien (“coping”) hatten sich verbessert.

Die Studie war randomisiert, aber nicht kontrolliert. Denn eine Schein-Yoga-Therapie ist schwer vorstellbar. Deshalb bleibt offen, ob die Yoga-Übungen selbst oder die Begeisterung und das Engagement, die die Übungsleiter bei den Teilnehmern auslösten, für den Erfolg der Therapie verantwortlich sind. Die meisten Patientinnen waren bereit, die Übungen zuhause fortzusetzen, berichten die Autoren, so dass eine langfristige Wirkung durch den Yoga-Kurs nicht ausgeschlossen erscheine. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #87250
adonis
am Freitag, 15. Oktober 2010, 15:39

Standardtherapie bei Fibromyalgie?

Was meint man damit? Das Vollpumpen von Patienten mit Pharmaka unterschiedlichster Art? Zumindest sollte man Pharmaka vermeiden, die die Patienten in Abhängigkeit führen, da sie dann 2 Probleme haben.
Generell dürfte aber Bewegung gleich welcher Art positiv sein. Yoga, Tai-Chi... sind sicherlich gute Alternativen zu einer pharmakologischen Behandlung.
LNS

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