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Burn-out bei Psychiatern und Psychotherapeuten besonders häufig

Mittwoch, 24. August 2011

Berlin – Professionelle Helfer wie Ärzte, Pflegepersonal oder Therapeuten laufen besondere Gefahr, an einem Burn-out zu erkranken. Das Risiko ist bei professionellen Helfern, die im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie tätig sind, besonders hoch.

Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). Den Grund sieht die medizinisch- wissenschaftliche Fachgesellschaft im zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen bei gleichzeitig steigenden Qualitätsanforderungen und Behandlungsfällen pro Helfer.

Hinzu komme, dass die therapeutischen Beziehungen im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie emotional belastend sein können. Nicht haltbar sei aber die These, dass gerade diejenigen das Berufsfeld Psychiatrie und Psychotherapie wählen, die eine Neigung zu psychischen Erkrankungen haben. Wichtig ist laut der DGPPN, Anzeichen für ein Burn-out früh zu erkennen und gegenzusteuern. Zu spät erkannt, könnten Erschöpfungszustände in einer depressiven Erkrankung münden.

Die DGPPN empfiehlt, das eigene Zeitmanagement zu verbessern, Delegationsmöglichkeiten für Aufgaben zu nutzen oder auch mal „Nein“ zu sagen sowie exzessive Überstunden zu vermeiden.
Hilfreich könne zudem eine kognitive Verhaltenstherapie sein. Darin hinterfragen Betroffene ihre oftmals eingefahrenen Einstellungs- und Verhaltensmuster, die zu dem emotionalen und körperlichen Erschöpfungszustand geführt haben. Sie lernen, wie sie mit Stress besser umgehen und auf ihren Körper hören können. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #93362
Wneu
am Mittwoch, 31. August 2011, 17:33

Burn-Out tritt oft im Zusammenhang mit Sinnlosigkeit auf

Wie sich immer mehr zeigt, (was auch durch die Tatsache belegt wird, dass einige Pharmafirmen sich aus dem Geschäft mit Psychopharmaka zurückziehen) wird den Patienten durch Psychopharmaka oft mehr geschadet als geholfen.
Bei Elektroschocks, verschämt Heilkrampftherapie genannt, ist der Sachverhalt noch deutlicher.
Wenn man nicht jeden Gedanken daran aufgegeben hat, dem Patienten helfen zu wollen, ist man dann als klassischer Psychiater (wobei ich keinesfalls die Tatsache leugnen will, dass es auch andere gibt) natürlich einem hohen Risiko von Burn-Out ausgesetzt. Eine mögliche Abhilfe liegt auf der Hand.
Avatar #113487
saerdna
am Dienstag, 30. August 2011, 18:34

Psychopharmaka für Psychiater?

Naheliegend wäre es doch, es mit Psychopharmaka zu versuchen.
Ich habe die Erfahrung gamacht, dass das was Burn Out genannt wird offensichtlich dann auftritt, wenn man sich zu lange in einer Umgebung von Menschen arbeitet die einen tagtäglich bewerten und abwerten. Man hat keine Lust mehr zu arbeiten, wird immer öfters krank und zieht sich dann immer mehr zurück. Selbst erlebt und oft beobachtet. Empfehlung: Umgebungswechsel.

Avatar #113481
Zingulus
am Dienstag, 30. August 2011, 15:15

Burn-Out bei Psychiatern und Psychotherapeuten besonders häufig

Das Burn-Out Syndrom tritt überwiegend dort auf, wo der Mensch seiner Tätigkeit keinen Wert beimessen kann, bzw. wo seine Tätigkeit nicht seinen Ansprüchen gerecht wird. Denn, wann haben Sie von einem wirklich kreativen Menschen gehört, der er ein Burn-Out Syndrom hätte. Und das umfaßt auch alle Berufe, die den Menschen konstruktive Hilfen geben wollen.
Ein junger Mensch mag mit dem Anspruch, Menschen zu helfen, Psychiater geworden sein. Später muss er feststellen, dass er den Menschen nicht hilft, wieder in die Gesellschaft eingegliedert zu werden, also zu heilen, sondern er hilft sie nur ruhig zu stellen. Wenn er das erkennt, und wenn er wirklich mit dem Vorsatz angetreten ist, seinen Mitmenschen zu helfen, dann kommt er sich nutzlos vor.
Und das ist genau genommen die häufigste Erscheinungsform eines Burn-Outs bei Psychiatern und Psychotherapeuten. Sie erkennen, dass sie nicht wirklich helfen können, aber vorgeben müssen, dies tun zu können. Deswegen ist das Burn-Out Syndrom besonders häufig bei den Berufen. die dem Menschen Hilfe versprechen und dieses Versprechen nicht halten können.
LNS

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