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Zika-Diagnostik: Neuer Test mit hoher Spezifität

Montag, 2. Mai 2016

Freiburg/Hamburg – Die labordiagnostische Abklärung einer Infektion mit Zikaviren (ZIKV) ist nicht immer eindeutig. Ein neuer Test zum Nachweis von ZIKV-Antikörpern schließt nun erstmals Kreuzreaktionen mit Antikörpern verwandter Flaviviren aus und erhöht so die Spezifität der Diagnose. Die Ergebnisse wurden kürzlich in Euro­surveillance publiziert.

Aufgrund der genetischen Verwandtschaft zu anderen Flaviviren, wie etwa Dengue-, Gelbfieber-, West-Nile- und FSME-Viren, kann es bei der Abklärung einer Infektion mit ZIKV zu Antikörper-Kreuzreaktionen kommen. Dies gilt für Patienten, die zuvor bereits mit diesen verwandten Viren infiziert waren oder gegen Gelbfieber geimpft.

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Erstmalig konnten jetzt Forscher aus Freiburg und Hamburg zeigen, dass ein neuer ZIKV NS1-Antigen-basierter Test zum Nachweis von ZIKV-Antikörpern hochspezifisch auch bei Patienten mit früher erfolgter und laborgesicherter FSME-Infektion oder -Impfung ist. Auch bei vorherigen Infektionen oder Impfungen mit anderen Flaviviren, wie etwa Dengue-, Gelbfieber- oder Hepatitis C-Viren konnten die Virologen keine Kreuzreaktivitäten beobachtet. Seren mit laborbestätigten ZIKV-Antikörpern wurden von dem neuen ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay)-Test zuverlässig erkannt.

Zika-Meldepflicht ab dem 1. Mai 2016
Die neuen Daten zur Spezifität des serologischen Testverfahrens seien für Ärzte von hoher Bedeutung, so die Gesellschaft für Virologie (GfV). Auch für die epidemiologische Überwachung seien sie relevant, da nach Beschluss des Bundesrates im Rahmen des Infektionsschutzgesetztes ab dem 1. Mai 2016 eine neue Meldepflicht für Arboviren in Kraft tritt, zu denen auch das Zika-Virus gehört. Bei vermutlich steigenden Zahlen von ZIKV-Verdachtsfällen und schwangeren Reiserückkehrerinnen könne dieser Test dazu beitragen, die rasche labordiagnostische Klärung sicherzustellen, so die Einschätzung der GfV. © hil/aerzteblatt.de

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