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Politik

Negativzinsen machen Gesundheitsfonds zu schaffen

Donnerstag, 19. Januar 2017

Berlin – Das extrem niedrige Zinsniveau wird für die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung zu einem immer größeren Problem. Der Gesundheitsfonds, der die Krankenversiche­rungs­beiträge an die Krankenkassen verteilt, musste im vergangenen Jahr 5,1 Millionen Euro Negativ­zinsen an Banken bezahlen. Das sind 3,3 Millionen mehr als noch im Jahr 2015. Das Bundesver­si­cherungsamt (BVA) bestätigte die Zahlen auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes. Zuerst hatte die Süddeutschen Zeitung berichtet.

Hintergrund ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die niedrige In­flation die Zinsen im Euroraum faktisch abgeschafft hat. Der Leitzins liegt bei Null. Parken die Banken ihr überschüssiges Geld kurzfristig bei der EZB, müssen sie dafür gar 0,4 Pro­zent Strafzinsen bezahlen. Diese Negativzinsen geben die Geldhäuser an ihre Kun­den weiter, wodurch das Geschäft mit der Geldanlage auch für die Sozialkassen immer schwie­riger wird. Mit den Milliarden der Versicherten lassen sich so kaum noch Erträge erzielen.

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Der Gesundheitsfonds, der die Kran­ken­ver­siche­rungsbeiträge an die Krankenkassen ver­­teilt, legt laut Süddeutscher Zeitung monatlich zwischen 4,7 und neun Milliarden Euro maximal für gut zwei Wochen als Termingeld an. Mit so kurzen Laufzeiten ließen sich kei­ne positiven Erträge mehr erzielen, hieß es. © dpa/may/aerzteblatt.de

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