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Medizin

Ileus: Ursachen des Passagestopps im Darm erkennen

Montag, 24. Juli 2017

 Magen-Darm-Grafik /ag visuell, stock.adobe.com
Beim Ileus führt ein Darmverschluss oder eine Darmlähmung zum Aufstau des Speisebreis. Das kann mechanische aber auch funktionelle Ursachen haben. /ag visuell, stock.adobe.com

Bonn/Straßburg – Im klinischen Alltag sind Ärzte aller Fachrichtungen mit dem Krankheitsbild des Ileus konfrontiert. Je nachdem, wo sich der Darmverschluss oder die Darmlähmung befindet, kommt es beim Patienten zu unterschiedlich stark ausgeprägten Symptomen. Wie man den Ileus diagnostiziert und in welchen Fällen eine Operation notwendig ist, ist Thema des aktuellen CME-Beitrags, der im Deutschen Ärzteblatt erschienen ist (Dtsch Arztebl Int 2017; 114(29-30): 508-18).

Staut sich im Darm der Speisebrei auf, kann dies dazu führen, dass sich Flüssigkeiten und Gase mit erhöhtem Druck ansammeln, Mikrozirkulationsstörungen der Wand auftreten und die Mukosabarriere gestört wird. Die Symptome geben dem Arzt einen ersten Hinweis, wo der Darmverschluss oder die Darmlähmung sich befindet. Ob der Ileus mechanisch oder funktionell bedingt ist, das heißt die Muskulatur nicht mehr ausreichend kontrahiert, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Therapie.

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In 80 Prozent der Fälle ist der Passagestopp im Dünndarm zu verorten und lässt sich meist konservativ behandeln – das gilt sowohl für funktionelle als auch für mechanisch bedingte Fälle. Ist das Problem im Dünndarm lokalisiert, kommt es akut zu Übelkeit mit Erbrechen, Krämpfen oder einem aufgetriebenen Abdomen. Befindet sich der Verschluss im Dickdarm, verläuft die Erkrankung zunächst eher symptomarm. Meist geht eine längere Leidensgeschichte voraus.

Die körperliche Untersuchung kann durch Laborwerte ergänzt werden, um die Diagnose zu stellen. Als Goldstandard gilt die Computertomographie des Abdomens. Sie übertrifft Röntgen und Sonografie, die rasch an in ihre Grenzen stoßen. © gie/aerzteblatt.de

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