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Medizin

Häufiger Saunabesuch schützt ältere Finnen vor Herz-Kreislauf-Tod

Freitag, 30. November 2018

/dpa

Kupio/Finnland – Finnische Männer, die vier- bis siebenmal in der Woche in die Sauna gehen, hatten in einer prospektiven Beobachtungsstudie in BMC Medicine (2018; 16: 219) das niedrigste Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Für Frauen, die insgesamt seltener die Sauna besuchen, war ebenfalls eine präventive Assoziation nachweisbar.

Der Saunabesuch gehört seit jeher zum Lebensstil der Finnen. Die Tradition ist in allen gesellschaftlichen Schichten verbreitet und für viele Finnen ist der Saunabesuch ein selbstverständlicher Bestandteil des Tagesablaufs. Finnen übertreiben es nicht. Die Temperatur liegt bei 80 bis 100°C bei einer Luftfeuchtigkeit bei 10 bis 20 Prozent. Der Aufenthalt dauert zwischen fünf und 20 Minuten.

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Der „passiven Hitzebehandlung“ werden günstige Wirkungen auf Herz und Kreislauf nachgesagt. Die Herzfrequenz steigt beim Saunabesuch auf 120 bis 150 Schläge pro Minute an, was durchaus der Frequenz bei einer mittleren bis intensiven körperlichen Anstrengung entspricht. Trotzdem kann der Blutdruck beim Aufenthalt in der Sauna sinken, vermutlich weil die Durchblutung in oberflächennahen Regionen steigt. Durch die Erweiterung der peripheren Blutgefäße sinkt der Blutdruck.

Schutzwirkung zugeschrieben

Dem regelmäßigen Saunabesuch wurden in früheren Studien bereits günstige Wirkungen auf den Blutdruck und eine Schutzwirkung auf Herz- und Kreislauf zugeschrieben.

Ein Team um Jari Laukkanen von der Universität von Ostfinnland in Kupio hat hierzu jetzt die Daten der KIHD-Studie („Kuopio Ischaemic Heart Disease“) ausgewertet, die eine Kohorte von Erwachsenen seit Mitte der 1980er-Jahre begleitet. Ende der 1990er-Jahre wurden 1.774 Teilnehmer auch nach ihren Saunagewohnheiten befragt.

Die Teilnehmer waren damals im Durchschnitt 63 Jahre alt und mit einem BMI von 27,9 kg/m2 übergewichtig. Die meisten Teilnehmer besuchten regelmäßig die Sauna, die meisten zwei bis dreimal die Woche, einige aber auch vier- bis siebenmal die Woche.

In den folgenden 15 Jahren sind 181 Teilnehmer der Studie an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorben. Laukkanen hat die Todesfälle mit den früheren Saunabesuchen verglichen und eine eindeutige „Dosis-Wirkungsbeziehung" ermittelt. Unter den Finnen, die vier- bis siebenmal pro Woche eine Sauna besucht hatten, kam es zu 2,7 Herz-Kreislauf-Todesfällen auf 1.000 Personenjahre.

Bei den Personen, die nur einmal in der Woche in die Sauna gingen, waren es 10,1 Herz-Kreislauf-Todesfälle pro 1.000 Personenjahre. Laukkanen ermittelt eine Hazard Ratio von 0,36, die mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,17 bis 0,77 hoch signifikant war.

Auch die Dauer der wöchentlichen Saunagänge war mit einem niedrigeren kardiovaskulären Sterberisiko assoziiert. Unter den Finnen, die mehr als 45 Minuten pro Woche in der Saunahitze verbrachten, kam es zu 5,1 Herz-Kreislauf-Todesfällen auf 1.000 Personenjahre. Bei einem Aufenthalt von weniger als 15 Minuten pro Woche waren es 9,6 Herz-Kreislauf-Todesfälle auf 1.000 Personenjahre. Die Hazard Ratio betrug 0,49 (0,30-0,80).

Weitere Untersuchungen zeigen, dass die protektive Wirkung keinen Schwellenwert hat. Auch ein gelegentlicher Saunabesuch hierzulande könnte demnach eine wenn auch geringere protektive Wirkung haben. Dies setzt allerdings voraus, dass die finnischen Verhältnisse auf andere Länder übertragbar sind. Wie immer bei epidemiologischen Studien lässt sich streng genommen keine Kausalität aus den Ergebnissen ableiten.

Es ist möglich, dass andere Faktoren als der Saunabesuch für die niedrige Herz-Kreislauf-Sterblichkeit verantwortlich sind. Die Studie liefert hierfür allerdings keine Hinweise. Der typische finnische Saunabesucher lebt nicht unbedingt vorbildlich. Meist sind es Männer, leicht übergewichtig, für die der Saunabesuch nicht zuletzt auch ein guter Anlass für den Alkoholkonsum ist. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 2. Dezember 2018, 18:47

"Niemand hatte die Absicht..."

mir selbst und Ihnen, NeuronMD, ausgerechnet am Adventssonntag, den 2. Dezember 2018 den Saunabesuch zu vermiesen. Doch wenn ich 3 weitere große Studien berücksichtige, die ich in den letzten Wochen z.T. sehr heftig kritisiert habe, müssten wir als regelmäßige Saunagänger/-innen alle eigentlich schon unsterblich sein:
http://news.doccheck.com/de/blog/post/10300-reduce-it-auf-hypertriglyzeridaemie-reduziert/
"Ein spezielles 'Fischöl'-Präparat verblüfft mit angeblich sensationellen Ergebnissen zum Herzschutz. Doch was steckt wirklich dahinter? In der REDUCE-IT-Studie wurden nach Angaben des Präparate-Herstellers und der Autoren bei Hypertriglyzeridämie-Patienten und laufender Statin-Therapie mit optimalen Cholesterin-Werten gegen Mineralöl-Kapseln als Placebo getestet.
"Cardiovascular Risk Reduction with Icosapent Ethyl for Hypertriglyceridemia" von Deepak L. Bhatt et al." lautet die Originalpublikation." https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1812792

http://news.doccheck.com/de/blog/post/9855-vitamin-d-nahrungs-anreicherung-hit-oder-niete/
"Einige Wissenschaftlern fordern, menschliche Nahrung mit Vitamin-D extra anzureichern. Musterbeispiel dafür soll Finnland sein, wo es nach längerer Supplementierung der Milch mit Vitamin-D keinen nachweisbaren Vitamin-D-Mangel in der Bevölkerung mehr geben soll. Aber seriöse, prospektive, randomisierte, doppelblinde Studien mit Nachweis von Morbiditäts- bzw. Mortalitäts-Vorteilen fehlen.
1. Ausgerechnet Finnland soll als Beleg dienen, weltweit die industrialisierte und immer weniger authentische Ernährung unserer Patientinnen und Patienten auch noch mit Vitamin D anzureichern? Die wissenschaftlichen Autoren, u.a. vom "Sunlight, Nutrition and Health Research Center, San Francisco, CA/USA" oder aus der Industrie ("Synthelabo"), von "Rationale and Plan for Vitamin D Food Fortification: A Review and Guidance Paper" https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fendo.2018.00373/full sollten sich angesichts ihrer Interesse-geleiteten, Nahrungsmittelindustrie-nahen Publikation doch vergegenwärtigen, dass Finnland am nördlichen Polarkreis liegt."

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907463
"Tödliche Trauer? Wann ein „gebrochenes Herz“ tatsächlich zum Broken-Heart-Syndrom führen kann – neue Studiendaten"
von George W. Citroner am 26. November 2018 habe ich heute folgendermaßen kommentiert:
"Grundlegendes zum Takotsubo-Syndrom https://flexikon.doccheck.com/de/Stress-Kardiomyopathie
findet sich in "Clinical Features and Outcomes of Takotsubo (Stress) Cardiomyopathy" von Christian Templin et al.
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1406761
mit den Schlussfolgerungen: "CONCLUSIONS - Patients with takotsubo cardiomyopathy had a higher prevalence of neurologic or psychiatric disorders than did those with an acute coronary syndrome. This condition represents an acute heart failure syndrome with substantial morbidity and mortality. (Funded by the Mach-Gaensslen Foundation and others; ClinicalTrials.gov number, NCT01947621.)"
Auf der anderen Seite müssten aber Individuen mit vermehrt a n t i-inflammatorischen Konditionen (Ausdauersport, Optimalgewicht, weniger bio-psycho-sozialer Distress) oder anti-inflammatorisch wirksamen Medikationen (ACE-Hemmer, AT-1-Blocker, ASS, CSE-Hemmer...) deutlich seltener am Takotsubo-Syndrom erkranken.
Doch da fängt das Studien-Desaster erst richtig an: Denn die Hypothese von der Existenz eines Takotsubo-Syndroms ist erst dann bewiesen, wenn neben einer eher volatilen, wenig standardisierbaren Psychogenese auch eine signifikante Pathogenese bei dem behaupteten Krankheitsbild nachvollziehbar vorgelegt werden kann.
Die Tatsache, dass der/die Lebenspartner/in beim Todesfall des/r Einen dem Anderen häufiger nachfolgt, ist allein mit dem demografischen Faktor der gemeinsamen statistischen Alters-, Morbiditäts- und Mortalitäts-Last zu erklären.
Ich glaube bis zum Beweis des Gegenteils, das Tako-Tsubo-Syndrom ist eine medizinisch-pathophysiologische Chimäre im Zusammenhang mit negativen Stressoren. Beispielsweise führt der Versuch, das Syndrom des "gebrochenen Herzens'" (broken heart syndrome) noch zu allem Überfluss in ein 'Happy-Heart-Syndrome' um zu etikettieren, den ursprünglichen Erklärungsansatz dieses Symptomkomplexes endgültig ad absurdum.
Ich befürchte, viele werden sich jetzt provoziert fühlen: Aber ich glaube, dass es sich bei dem Tako-Tsubo-Syndrom um eine medizinisch-pathophysiologische Chimäre im Zusammenhang mit negativen Stressoren handelt. Auch das Syndrom des „gebrochenen Herzens“ ist von der allgemeinen bio-psycho-sozialen Genese epidemiologisch ebenso häufig biografisch möglich und begründbar wie völlig unverbindlich und beliebig auftretend bzw. in seiner Krankheitsentität viel zu ungenau beschrieben [„Takotsubo syndrome (TTS) is typically provoked by negative stressors such as grief, anger, or fear leading to the popular term ‚broken heart syndrome‘ “], Quelle: European Heart Journal 2016, online 2. März. http://eurheartj.oxfordjournals.org/content/early/2016/02/19/eurheartj.ehv757
Jetzt auch noch das Tako-Tsubo-Syndrom als „Happy-Heart-Syndrom“ umfunktionieren zu wollen, wirkt eher als würde man „im Trüben der Epidemiologie und Nosologie von Krankheitsentitäten fischen“, als ernsthafte Wissenschaft betreiben zu wollen.
Mit dem Titel „Happy heart syndrome: role of positive emotional stress in takotsubo syndrome“ von J.R. Ghadri et al. wird das Phänomen des „Happy Heart-Syndroms“ gar nicht genauer untersucht, sondern einfach nur um etikettiert. Dass am Geburtstag und anderen Ehrentagen oder Jubiläen die Gefahr für einen Infarkt, einen Schlaganfall oder ein akutes Koronarsyndrom (ACS) deutlich erhöht sein kann, kennen biografisch, psychiatrisch und sozialtherapeutisch erfahrene Hausärzte nur allzu gut.
Wie oft wird auch und gerade bei Älteren bereits das Geburtstags-Kaffeekränzchen mit üppiger Sahnetorte als Cholesterinbombe, viel zu langem Sitzen, mangelhaftem Bewegungsausgleich und ungewohntem nachmittäglichen Alkoholgenuss untermalt. Wenn sich abends die Familie im „trauten Kreis“ zum hyperkalorischen Festessen mit noch längerem Sitzen und weiteren „geistigen“ Getränken trifft, wie oft werden dann wohl von mit Alkohol enthemmtem Verstande und lockerer Zunge alte (Ab-) Rechnungen präsentiert, negative Familienschicksale aktualisiert, über Verluste, Trennungen, Tod, Sünden und Vergebung, Freude und Trauer diskutiert und alte Familienstreitigkeiten aufgewärmt? Wer meint, alle Fest- und Ehrentage würden für die Betroffenen nur und ausschließlich die „Happy Hour“ bedeuten und nicht ebenso häufig ein „Happy Aua“ mit sich bringen, sollte seine rosarote Brille abnehmen, TV-Schmonzetten vergessen und sich den Realitäten stellen. Vergleichbares, nur mit anderen Vorzeichen, ereignet sich auch bei so manchem "Leichenschmaus".
Zumal zwischen „happy“ und „broken“ nach Studienerkenntnissen gar kein signifikanter Unterschied bestand [„There was no statistical significance for the respective complications between the two groups of ‚happy hearts‘ and ‚broken hearts‘. One-year survival was comparable between ‚happy hearts‘ and ‚broken hearts‘ (100% vs. 97.6 ± 0.9%, P = 0.52).“]
So gehen denn auch die Schlussfolgerungen des Autorenteams ins Philosophische: „Perhaps, both happy and sad life events, while inherently distinct in nature, share a final common pathway in the central nervous system processing and output, which can ultimately trigger TTS. Clearly, future research is warranted to investigate this possibility and delineate the exact mechanisms underlying both ‚broken‘ and ‚happy‘ heart variants of TTS.“
Man träumt also von einem finalen, gemeinsamen Patho-Mechanismus in der Steuerung und dem Ausfluss des zentralen Nervensystems, welcher schlussendlich ein Takotsubo Syndrome (TTS) triggern könnte. Das klingt für mich aber auch nach „Happy-Deppie-Syndrome“?
Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund ( z.Zt. St. Moritz / CH )"
Avatar #756275
NeuronMD
am Sonntag, 2. Dezember 2018, 14:20

Sauna hält fit

Ich bin seit 35 Jahren aktiver Saunabesucher und habe oft von Ärzten mir sagen lassen nur keine Sauna. Das höre ich schon 10 Jahre und der Grund, meine Herzleistung liegt bei nur 30 %. Jeder weiß wo die Herzleistung bei einem gesunden Menschen liegt. Deshalbsollten nur diejenigen über etwas schreiben und reden die etwas darüber wissen. Leider hat der Neoliberalismus auch in diesem Bereich voll eingeschlagen. Kleine Anmerkung, einfach sich mit den Neurobiologischen Prozessen beschäftigen.
Avatar #84314
hhhw_schmidt
am Sonntag, 2. Dezember 2018, 10:57

Peinlich

Herrn Schaetzler ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Es hat leider schon Bild-Zeitungsniveau, solche Pressemitteilungen und Überschriften zu völlig hinkenden Korrelationen blind zu übernehmen. Bitte bitte nicht mehr vom DÄB. Mehr kritische Kompetenz. 60% aller biomedizinischen Studien sind nichtvreproduzierbar. Immer daran denken!
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 30. November 2018, 20:29

Im Trüben der "Finnish Kuopio Ischemic Heart Disease Study" gefischt?

Mit "Sauna bathing is associated with reduced cardiovascular mortality and improves risk prediction in men and women: a prospective cohort study" von Tanjaniina Laukkanen et al.
https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12916-018-1198-0
wurde erneut im Trüben der "Finnish Kuopio Ischemic Heart Disease Study" gefischt. Die vorgelegte "Follow-Up" Studie ist nämlich gar keine echte prospektive Studie: Wissenschafts- und erkenntnistheoretisch ist es höchst peinlich, von "A total of 181 fatal CVD events occurred during a median follow-up of 15.0 years (interquartile range, 14.1–15.9). The risk of CVD mortality decreased linearly with increasing sauna sessions per week with no threshold effect." Denn es gibt natürlich eine Schwelle an der Sauna-Tür, über die niemand mit schlechteren gesundheitlichen Voraussetzungen gehen kann, als die häufiger saunierende Vergleichsgruppe der insgesamt gesünderen Population.

Es kommt zu einem massiven "Selection-Bias", weil wer zu schwach, zu krank, zu Risikofaktoren-behaftet, zu prämorbide, zu sehr bio-psycho-sozial Teilhabe-gemindert ist, kann sich z.B. häufigere Saunabesuche gar nicht leisten.

Wer dagegen gesund, sozioökonomisch unabhängig und wohlhabend genug ist, eine signifikant höhere Wochenzeit in der Sauna zu verbringen, optimiert damit statistisch seine Lebenserwartung und reduziert seine Morbiditäts- und Mortalitäts-Last.

Ebenso ist der Titel der Publikation: "Sauna bathing reduces the risk of stroke in Finnish men and women - A prospective cohort study" von Setor K. Kunutsor et al. "overexaggerating".
http://n.neurology.org/content/early/2018/05/02/WNL.0000000000005606
Denn auch in deren Schlussfolgerungen ist bei der untersuchten Kohorte nur noch von "follow-up study" die Rede: "Conclusions - This long-term follow-up study shows that middle-aged to elderly men and women who take frequent sauna baths have a substantially reduced risk of new-onset stroke."
Hier wurde auch ohne valide Ausgangshypothese im trüben Daten-Rohmaterial der "Finnish Kuopio Ischemic Heart Disease prospective cohort study" gefischt, um ex-post möglichst spektakuläre Ergebnisse zu generieren. Die eingangs erhobenen Sauna-Gewohnheiten wurden im Langzeit-Beobachtungsverlauf auch gar nicht mehr erneut überprüft, damit das von vorneherein bereits feststehende Ergebnis gar nicht erst hinterfragt werden musste.

Wer ausgerechnet in Finnland ungewöhnlich seltene Saunabesuche angibt, hat dafür gewöhnlich triftige Gründe wie Krankheitsdispositionen, gesundheitliche Risiken/Einschränkungen, Mobilitäts- oder Motivationsdefizite und weist zusätzliche Risikofaktoren für Schlaganfälle wie extreme Adipositas, Nikotin- und Alkoholabusus, Fehlernährung, metabolisches Syndrom und chronische Systemerkrankungen auf. Diese entscheidenden Gründe für Schlaganfall-Risiko-Erhöhungen werden bei sehr häufigen Saunagängen bio-psycho-sozial ausgeblendet und führen systematisch zu einem besseren Outcome der Saunaliebhaber.

Alle anderen, die eine Saunatüre nicht mehr erreichen, aufmachen und nicht mehr saunieren können, müssen einfach früher "den Löffel abgeben". So einfach ist das!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
LNS