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Medizin

Yoga kann sich positiv auf den Bluthochdruck auswirken

Donnerstag, 13. Dezember 2018

/contrastwerkstatt, stockadobecom

Köln – Insbesondere über Mediations- und Atemtechniken kann Yoga offenbar dabei helfen, den Blutdruck zu senken. Demgegenüber scheinen Yogaübungshaltungen eine geringere Rolle zu spielen. Zu diesem Ergebnis kommen Holger Cramer und Co-Autoren, Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Medizinischen Fakultät, Universität Duisburg-Essen, in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 839).

In ihrer Studie verglichen die Autoren die blutdrucksenkende Wirkung von Yoga­interventionen mit und ohne Yogahaltungen bei 75 Patienten mit pharmakologisch behandelter arterieller Hypertonie. Dazu ordneten sie die Patienten nach dem Zufallsprinzip 3 Gruppen zu: Die erste Gruppe übte Yoga mit Yogahaltungen aus, die zweite Gruppe praktizierte Yoga ohne Yogahaltungen und wendete stattdessen nur Atem- und Meditationstechniken an, und die dritte Gruppe formierte eine Wartekontrollgruppe. Die 12-wöchigen Interventionen beinhalteten jeweils 90 Minuten Yogapraxis pro Woche. Vor und nach jeder Intervention wurden der systolische und der diastolische 24-Stunden-Blutdruck bei den Teilnehmenden gemessen.

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Es zeigte sich, dass der systolische 24-Stunden-Blutdruck in der Yogagruppe, die keine Yogahaltungen ausführte, signifikant unter dem der Kontrollgruppe und dem der Yogagruppe, die Yogaübungshaltungen praktizierte, lag. Im Hinblick auf den diastolischen Blutdruck fanden sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

Übereinstimmend mit den Resultaten vorhergehender internationaler Studien kommen die Autoren dieser ersten deutschen Studie zu diesem Thema zu dem Ergebnis, dass Yoga ohne Yogahaltungen den systolischen Blutdruck kurzfristig reduzieren kann. Da Yoga bei Patenten unter pharmakologischer Behandlung sicher und wirksam war, so Cramer et al., kann er als zusätzliche Behandlungsoption empfohlen werden.

An den Folgen eines zu hohen Blutdrucks sterben weltweit jedes Jahr 9,4 Millionen Menschen. Die Welt­gesund­heits­organi­sation hat die Hypertonie als eine der Hauptursachen für eine verfrühte Morbidität und Mortalität erkannt, und zwar sowohl in hoch- als auch in weniger entwickelten Ländern. Wenngleich die mittleren Werte sinken und der Anteil behandelter Hypertoniker hierzulande zunimmt, bleibt die arterielle Hypertonie nach Ansicht der Autoren auch in Deutschland ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem. © Se/aerzteblatt.de

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