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Augenheilkunde: Opulent illustriertes Werk

Dtsch Arztebl 2014; 111(22): A-1013

Gerste, Ronald D.

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Albert Einstein, Max Planck, Albrecht von Graefe, Wilhelm Konrad Röntgen, Marie Curie. Was haben alle diese Persönlichkeiten gemeinsam? Sie nehmen den Leser gleichsam an die Hand, geleiten ihn durch ein Buch, das dem Arzt in einer beeindruckenden Tour de force deutlich macht, wie sehr die beiden grundlegenden Naturwissenschaften Physik und Chemie die tägliche praktische Arbeit prägen, in der Medizin generell und in der Augenheilkunde in ganz besonderem Maß.

Flammer, Emeritus der Universitätsaugenklinik Basel, Erforscher des Krankheitsbildes der primären vaskulären Dysregulationen, sowie seine beiden Koautoren haben ein gleichermaßen lesbares wie opulent illustriertes Werk geschaffen, das man ebenso als kleinen Atlas hätte bezeichnen können (eine Ausstattung, die den Preis erklären mag). Das didaktische Kunststück: Auch bei der Porträtierung scheinbar trockener physikalischer Gesetze und komplexer chemischer Reaktionen verliert das Autorenteam die Beziehung zur Medizin und zur Augenheilkunde nicht aus dem Blick. Lichtstreuung wird an verschiedenen Kataraktformen demonstriert, die Ausbreitung von Schallwellen erklärt sich anhand der Anwendung der Sonographie, für Mutationen der DNA gibt es neben Skizzierungen der Mitochondrien (die Lieblingsorganelle in Flammers Forscherleben) klinische Beispiele in Gestalt des okulokutanen Albinismus und der Leber’schen hereditären Optikusatrophie.

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Das Buch liest sich besonders gut bei einem Glas Rotwein (mit reichlich Resveratrol), einem grünen Tee oder tiefdunkler Schokolade – all diese enthalten reichlich Antioxidantien, Radikalfänger, deren Wirkung (vor allem beim Glaukom beziehungsweise der Prophylaxe des „grünen Stars“) gerade in Basel so eingehend erforscht worden sind. Ronald D. Gerste

Josef Flammer, Maneli Mozaffarieh, Hans Bebie: Basic Sciences in Ophthalmology. Springer, Berlin 2013, 250 Seiten, gebunden, 149,75 Euro

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