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Assistenzärzte in England: Regierung erzwingt neuen Arbeitsvertrag

Korzilius, Heike

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Der umstrittene neue Arbeitsvertrag für die 45 000 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung im englischen National Health Service (NHS) wird im August wirksam werden. Der britische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jeremy Hunt kündigte am 11. Februar an, den Vertrag auch gegen den Willen der Junior Doctors in Kraft zu setzen. Im Protest gegen die neuen Rahmenbedingungen hatten die Ärzte zuvor am 27. Januar und am 11. Februar ihre Arbeit niedergelegt. Aufrechterhalten wurde lediglich eine Notfallversorgung.

Junior Doctors auf der Straße: Ihr Protest blieb im britischen Ge­sund­heits­mi­nis­terium jedoch unbeachtet. Foto: picture alliance
Junior Doctors auf der Straße: Ihr Protest blieb im britischen Ge­sund­heits­mi­nis­terium jedoch unbeachtet. Foto: picture alliance

Die Vertretung der Junior Doctors in der British Medical Association zeigte sich empört. Die Entscheidung, den Vertrag gegen den Willen der Ärzte umzusetzen, sei ein Zeichen totalen Versagens der Regierung, erklärte deren Vorsitzender Johann Malawana. Die Assistenzärzte akzeptierten keinen Vertrag, der schlecht sei für die Patientenversorgung, den Berufsstand und den NHS als Ganzes. „Wir werden jetzt alle Optionen prüfen, die uns noch offenstehen.“

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Bei dem Streit zwischen Ärzten und Ge­sund­heits­mi­nis­terium geht es unter anderem um Einschnitte bei den Zuschlägen für die Arbeit nachts und am Wochenende. Zurzeit gilt Montag bis Freitag von sieben bis 19 Uhr als Regelarbeitszeit. Die Regierung will diese im Rahmen des neuen Arbeitsvertrags jetzt auf Montag bis Freitag von sieben bis 21 Uhr und samstags bis 17 Uhr ausdehnen. Die Ärzte könnten während dieser Zeit keine Zuschläge mehr geltend machen. Im Gegenzug soll ihr Grundgehalt um 13,5 Prozent steigen. Nach Angaben der Tageszeitung The Guardian könnte das Gehaltseinbußen von bis zu 30 Prozent zur Folge haben. HK

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