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Terminservicestellen: Hohe Kosten, wenige Vermittlungen

Dtsch Arztebl 2017; 114(4): A-140 / B-128 / C-128

Maybaum, Thorsten; dpa

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Seit einem Jahr helfen die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Patienten bei der Suche nach einem Facharzt. Wie hoch die Kosten dafür sind, dazu gab es bislang kaum Zahlen. Auch weil die KVen an die Organisation unterschiedlich herangegangen sind. Manche haben die Stelle intern aufgebaut, andere haben die Aufgabe an ein Callcenter vergeben. Einige haben Personal eingestellt, andere die Aufgaben an bereits vorhandenes Personal verteilt.

Rund 120 000 Facharzttermine haben die Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen 2016 an Patienten vermittelt. Foto: dpa
Rund 120 000 Facharzttermine haben die Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen 2016 an Patienten vermittelt. Foto: dpa

In einer Umfrage hat das Deutsche Ärzteblatt die Daten bei den KVen erfragt. Zehn konnten Zahlen nennen, die restlichen machten keine Angaben. Nach vorsichtigen Schätzungen dürften bundesweit damit alle 17 KVen im vergangenen Jahr insgesamt mindestens rund 3,5 Millionen Euro für Aufbau und Arbeit der neuen Terminservicestellen ausgegeben haben. Demgegenüber stehen rund 120 000 bundesweit vermittelte Termine bei etwa 580 Millionen ambulanten Behandlungsfällen im gleichen Zeitraum, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Sie hält die Terminservicestellen für unnötig. Der Vorstandsvorsitzende der KV Hessen, Frank Dastych, sprach von einem deutlichen Missverhältnis zwischen Aufwand und Nutzen.

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Wie sich die Kosten, die im vergangenen Jahr unter anderem auch durch den Aufbau der Strukturen erhöht gewesen sein könnten, im laufenden Jahr gestalten werden, ist schwierig vorherzusagen. Darauf wiesen einige KVen hin. Denn ab April sind die Terminservicestellen auch für die Vermittlung von Psychotherapeuten zuständig. Gerade dort gibt es hohe Wartezeiten, was zu einem erhöhten Anrufaufkommen führen könnte. may/dpa

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