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Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Mehr Befugnisse für Psychotherapeuten

Dtsch Arztebl 2017; 114(12): A-562

Bühring, Petra

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Auch Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten dürfen demnächst Leistungen zur Soziotherapie, medizinischen Rehabilitation und Krankenhausbehandlung sowie Krankentransporte verordnen. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) Mitte März beschlossen.

Mit seinen Entscheidungen hat der G-BA eine Vorgabe des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes umgesetzt. „Der G-BA hat mit der Änderung von insgesamt vier Richtlinien die zugrunde liegende Gesetzesänderung konkretisiert und die Verordnungsvoraussetzungen für nicht ärztliche Psychotherapeuten geschaffen. Patienten werden hiervon profitieren. So ist nun zum Beispiel für eine Krankenhauseinweisung nicht mehr der Umweg über einen Vertragsarzt notwendig“, erklärte Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA.

Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) begrüßte die Aufhebung der Einschränkungen: „Ein Psychotherapeut muss dafür sorgen können, dass Patienten zum Beispiel bei Suchterkrankungen oder bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung auf direktem Weg auch eine stationäre Behandlung erhalten“, erklärt BPtK-Präsident Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Dietrich Munz. Die bisherige Regelung habe eine unmittelbar notwendige Behandlung gefährdet. Die KBV weist darauf hin, dass dabei für Psychotherapeuten grundsätzlich dieselben Vorgaben wie für Vertragsärzte gelten. Sie sollen beispielsweise die gleichen Verordnungsformulare verwenden. Die Beschlüsse werden dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung übermittelt. Die Änderungen treten erst nach ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Zudem muss der Bewertungsausschuss eine Vergütungsregelung beschließen, denn die Verordnung von Leistungen der Reha und Soziotherapie werden honoriert. pb

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