MEDIZINREPORT

Klug entscheiden: … in der Anästhesiologie

Dtsch Arztebl 2017; 114(22-23): A-1120 / B-936 / C-916

Rossaint, Rolf; Coburn, Mark; Zwissler, Bernd

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Je fünf Positiv- und Negativempfehlungen zielen auf einfach umsetzbare, für den Patienten relevante Aspekte in der anästhesiologischen Versorgung.

Foto: mauritius images
Foto: mauritius images

Die Anästhesie ermöglicht heute bei immer älteren und kränkeren Patienten Operationen, die trotz zunehmender Invasivität mit einem sehr guten Outcome einhergehen. Bevor die Patienten postoperativ in die Hände der nachversorgenden Intensivmediziner oder Fachkliniken gehen, gilt es, ein breites Spektrum an Herausforderungen zu meistern. Zum Beispiel: schwierige hämodynamische Situationen, die teils durch massive Volumenschwankungen sowie schwere Vorerkrankungen und Polypharmazie des Patienten bedingt sind, Atemwegs-, Temperatur- und Patient-Blood-Management, aber auch die Frage nach dem optimalen anästhesiologischen Verfahren mit einer adäquaten Schmerztherapie. Entscheidend für das positive Outcome der Patienten sind eine umfassende präoperative Risikoevaluation und eine medizinische Optimierung des Patienten, das frühzeitige Erkennen einer Gefahrensituation, die zeitgerechte, an die Situation und Pathophysiologie adaptierte Therapie sowie das Vermeiden von Fehlern.

In Anlehnung an die AWMF-Initiative „Gemeinsam klug entscheiden“, die DGIM-Initiative „Klug entscheiden“ sowie die „Choosing wisely“-Empfehlungen der American Society of Anaesthesiology gibt die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) 5 Positiv- und 5 Negativempfehlungen, die entscheidend für die Prognose von kritischen Patienten sein können. Die Positivempfehlungen basieren auf kürzlich von der DGAI publizierten Qualitätsindikatoren für die Anästhesie (1), die Negativempfehlungen auf aktuellen Literaturdaten.

1. Sicherheitsprotokolle etablieren und nutzen: Die Nutzung von Sicherheitsprotokollen (wie die WHO Surgical Safety Checklist) sowie von Protokollen für die Patientenübergabe verbessert nicht nur das Outcome, sondern auch die Versorgungsqualität operativer Patienten. Die WHO publizierte in einer überarbeiteten Version 2009 ein Bündel von Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von chirurgischen Patienten (2).

Zeitgleich zeigten Haynes et al. in einer aufsehenerregenden Studie, dass die perioperative Anwendung einer 19 Stichworte umfassenden Checkliste nicht nur die Inzidenz chirurgischer Komplikationen, sondern auch die perioperative Letalität reduziert (3).

Heute gilt die Anwendung der Surgical Safety Checklist als ein unverzichtbares Qualitätskriterium. Die Notwendigkeit von weiteren Checklisten im perioperativen Umfeld legten Saager et al. 2014 an einem Patientenkollektiv von 138 932 Patienten der Cleveland Clinic in Ohio dar. Sie zeigten, dass eine Zunahme von intraoperativen Übergaben mit einer vermehrten Morbidität und Letalität von Patienten einherging. Entsprechend der Anzahl der Übergaben, 0, 1, 2, 3 und ≥ 4, stieg das Risiko für Morbidität/Tod von 8,8 % über 11,6 %, 14,2 %, 17,0 % auf 21,2 %. In dieser Studie wurde jedoch kein standardisiertes Übergabeprotokoll implementiert (4).

Terekhov und Mitarbeiter konnten hingegen in einer ähnlich großen Studie mit in strukturierter Übergabe trainiertem Personal keinen Zusammenhang zwischen der Anzahl der intraoperativen Übergaben und postoperativen Komplikationen zeigen (5).

Man kann daraus einerseits schließen, dass die Anzahl von Übergaben minimiert werden sollte, andererseits aber auch, dass Übergabeprotokolle mit allen relevanten Informationen verwendet werden sollten (6). Ein Muster für ein solches Protokoll wurde seitens der DGAI verabschiedet (7).

2. Fehlervermeidungssysteme etablieren und nutzen: Fehler sind menschlich und können auch in der Medizin vorkommen. Glücklicherweise führt nur ein kleiner Teil zu einem Patientenschaden. Die Einführung von Strategien zur Fehlervermeidung respektive -reduktion erscheint gleichwohl unverzichtbar (810). Da Fehler in der Medikation besonders häufig auftreten (11), wurden in Anlehnung an europäische Empfehlungen seitens der DGAI 2009 Farbkodierungen für Spritzen nach europäischer Norm eingeführt (12).

Zu den weiteren empfohlenen Maßnahmen gehören die Durchführung von interdisziplinären Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen, die Nutzung von anonymen Fehlermeldesystemen (CIRS), ein jährlicher Bericht zu perioperativer Morbidität und Sterblichkeit sowie Maßnahmen zu deren Reduktion (1).

3. Patient-Blood-Management (PBM) etablieren und nutzen: Patienten, die sich einem großen operativen Eingriff unterziehen müssen, weisen häufig schon präoperativ, noch häufiger intra- und postoperativ eine Anämie auf. Inzwischen gilt es als nachgewiesen, dass eine peri-operative Anämie mit einer erhöhten postoperativen Morbidität und Letalität, mit einem transfusionsbedingt erhöhten Infektionsrisiko sowie mit einem verlängerten Kranken­haus­auf­enthalt assoziiert ist (13).

Patient-Blood-Management ist ein multidisziplinäres, multimodales, evidenzbasiertes Behandlungskonzept und zielt darauf ab, patienteneigene Blutressourcen bestmöglich zu schonen und zu stärken. Im Fokus stehen das Implementieren eines PBM-Projektmanagements, die Erkennung und Therapie von Anämie, die Gerinnungsoptimierung, die Vermeidung von iatrogenen Blutverlusten, eine restriktive richtlinienkonforme Nutzung von allogenen Blutprodukten sowie einem PBM-Benchmark (14).

Die konsequente Umsetzung von Patient-Blood-Management geht mit einer Reduktion sowohl des akuten Nierenversagens als auch der Transfusionsrate einher (15).

4. Aktives Temperaturmanagement etablieren und nutzen: Perioperativ kommt es mit einer sehr hohen Inzidenz zu einem Abfall der Körperkerntemperatur unter 36 °C. Dies führt zu vermehrten Wundinfektionen, verstärkten Blutungen und zu kardialen Komplikationen. Somit gefährdet die perioperativ auftretende Hypothermie die Patientensicherheit. Darüber hinaus reduziert sie den Patientenkomfort und verlängert den postoperativen Aufenthalt im Aufwachraum, was wiederum einen negativen Einfluss auf Logistik und Krankenhausökonomie aufweist. Aufgrund der enormen Bedeutung wurde fachübergreifend eine S3-Leitlinie zum perioperativen Temperaturmanagement erarbeitet (16).

5. Risikofaktoren identifizieren und Strategien zur Vermeidung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV) nutzen: Postoperatives Erbrechen tritt bei etwa 30 % und Übelkeit bei etwa 50 % der Patienten auf; bei Risikopatienten kann es eine Häufigkeit von bis zu 80 % erreichen (17). PONV hat einen wesentlichen Einfluss auf die Patientenzufriedenheit und ist mit negativen/unerwünschten medizinischen und ökonomischen Folgen verbunden (17, 18).

Daher ist es entscheidend, Patienten mit Risikofaktoren für PONV zu identifizieren und etablierte Risikoprognosesysteme als Grundlage einer risikoadaptierten Vorgehensweise im Rahmen einer Prophylaxe- und Therapiestrategie zu nutzen (18). Die Erfassung der PONV-Häufigkeit und Maßnahmen zur Verbesserung werden im Rahmen der Qualitätsindikatoren Anästhesiologie der DGAI empfohlen (1).

1. Unnötige präoperative Tests und Untersuchungen vermeiden: Routinemäßige präoperative EKGs, Labortests und Thorax-Röntgenuntersuchungen sind beim primär gesunden Patienten, der sich einem Eingriff mit niedrigem oder mittlerem operativen Risiko unterzieht, in der Regel verzichtbar. Die Indikation für technische Voruntersuchungen sollte sich ausschließlich am individuellen Gesundheitsstatus des Patienten in Verbindung mit dem geplanten operativen Eingriff orientieren (19, 20).

2. Blutdruckabfälle auf einen mittleren arteriellen Druck (MAD) < 55–65 mmHg vermeiden beziehungsweise um > 40–50 % des systolischen Ausgangswertes therapieren: An großen Patientenkollektiven konnte gezeigt werden, dass intraoperative Abfälle des MAD auf < 55–65 mmHg für nur 5 min mit einer höheren Inzidenz akuten Nierenversagens und einer kardialen Schädigung assoziiert sind (21, 22). Gleiches gilt für relative Blutdruckabfälle von 20 % oder systolische Blutdruckabfälle um 50 % vom Ausgangswert für > 5 min bei Patienten, die sich einem nichtherzchirurgischen Eingriff unterziehen, da hier ebenfalls eine signifikante kardiale Schädigung beobachtet wurde (22, 23). Ähnliche Feststellungen wurden bei Patienten gemacht, bei denen intraoperativ der MAD um 40 % für > 30 min vom Ausgangswert abfiel (24).

3. Transfusionen von Erythrozyten-Konzentraten bei einem Hb > 7–8 g/dl vermeiden, sofern keine Zeichen einer Organischämie vorliegen (z. B. neu auftretende ST-Streckensenkung) bzw. der Patient keine massive Blutung aufweist: Auch ältere Patienten mit Vorerkrankungen scheinen nicht von einem liberalen Transfusionregime zu profitieren (25, 26). Studien zeigten, dass Transfusionen bei einem Hb > 7–8 g/dl nicht mit einem Anstieg von Morbidität (Herzinfarkt, Pneumonie, Nachblutung, Infektion, Schlaganfall, Thromboembolien etc.) oder Letalität verbunden waren (27).

Eine Ausnahme stellen hierbei möglicherweise Patienten dar, die sich einem kardiochirurgischen Eingriff unterziehen (28). Hier sollte nach der NICE-Leitlinie der Transfusionstrigger bei 8 g/dl mit einem Zielkorridor von 8–10 g/dl liegen (29).

4. Prämedikation mit Benzodiazepinen bei älteren Patienten vermeiden: In neuerer Zeit wird eine medikamentöse Prämedikation mit einem Benzodiazepin gerade im Hinblick auf perioperative Komplikationen bei älteren Patienten infrage gestellt. In einer größeren Studie an Patienten zwischen 18 und 70 Jahren konnte kein Nutzen einer Prämedikation mit Benzodiazepinen im Hinblick auf eine Anxiolyse festgestellt werden. Zudem führte die Gabe von Benzodiazepinen zu einer verlängerten Aufwachzeit und einer verzögerten kognitiven Erholung (30), sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Raten von perioperativen Komplikationen bei älteren Patienten noch höher liegen dürften. Die Europäische Anästhesiegesellschaft schlägt im Rahmen einer Delirprävention vor, die Benzodiazepinprämedikation nur noch bei ängstlichen Patienten vorzunehmen (31).

5. Routinemäßige Kolloidgabe bei medikamenteninduzierter Hypotonie vermeiden: Die Gabe von Hypnotika und Anästhetika kann – insbesondere während der Narkoseeinleitung – eine Hypotonie induzieren. In dieser Situation sollte aus heutiger Sicht auf den routinemäßigen Einsatz von Kolloiden verzichtet werden, da damit zahlreiche unerwünschte Nebenwirkungen verbunden sein können (32). Grundsätzlich sollte bei Blutdruckabfällen im Rahmen einer Narkose die jeweils zugrunde liegende Pathophysiologie analysiert werden.

Stehen rasche und ausgeprägte Volumenverluste durch Blutung nicht im Vordergrund, stellt meist die Verabreichung von Kristalloiden und/oder Vasokonstriktoren die zur Behandlung der intraoperativen Hypotonie im Vergleich zu Kolloiden besser geeignete Therapiemaßnahme dar.

Die DGAI fasst mit ihrem Beitrag zur Initiative „Klug entscheiden“ die wichtigsten Ergebnisse eines Qualitätsverbesserungsprojektes zusammen, in dessen Verlauf in einem aufwendigen Konsensusverfahren insgesamt 10 Qualitätsindikatoren für die Anästhesie erstellt wurden (1). Die vorliegenden Positiv- wie Negativempfehlungen basieren auf wissenschaftlicher Evidenz und sollen letztlich zu einer besseren Versorgung unserer Patienten beitragen.

Einerseits können manche Empfehlungen wie der Verzicht auf das routinemäßige Labor, EKG und das Röntgen des Thorax primär Prozesse beschleunigen und Kosten einsparen; andererseits werden bestimmte Maßnahmen wie die Etablierung
eines Patient-Blood-Managements oder eines aktiven perioperativen Wärmemanagements zunächst zusätzliche Ausgaben verursachen. Erst sekundär wird über geringere Folgekosten in der Patientenbehandlung eine Kosteneinsparung festzustellen sein. Andere Maßnahmen wie die Nutzung von Sicherheitschecklisten oder Fehlersystemen werden primär der Behandlungsqualität zugutekommen.

Prof. Dr. med. Rolf Rossaint,

Prof. Dr. med. Mark Coburn

Klinik für Anästhesiologie,
Universitätsklinikum RWTH Aachen

Prof. Dr. med. Bernd Zwissler

Klinik für Anästhesiologie der Ludwig-
Maximilians-Universität München

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2217
oder über QR-Code.

Klug entscheiden

„Klug entscheiden“ ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), die sich gegen Über- und Unterversorgung wendet. Ihr Ziel ist es, eine konkrete Hilfe bei der Indikationsstellung zu diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zu geben.

12 Fachgesellschaften haben an der
Initiative unter dem Dach der DGIM teilgenommen und praktische Empfehlungen erstellt, die das Deutsche Ärzteblatt als Serie veröffentlicht hat. Alle bisher erschienenen Beiträge sowie ein Übersichtsartikel über die DGIM-Initiative sind unter www.aerzteblatt.de/klugentscheiden abrufbar.

Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie (DGAI) möchte diesem Beispiel folgen.

1.
Coburn M, et al.: Qualitätsindikatoren Anästhesiologie 2015. Anästh Intensivmed 2016; 57: 522–12.
2.
WHO: WHO Surgical Safety Checklist: http://www.who.int/patientsafety/safesurgery/checklist/en (last accessed on 15 May 2017).
3.
Haynes AB, et al.: A surgical safety checklist to reduce morbidity and mortality in a global population. N Engl J Med 2009; 360: 491–9 CrossRef MEDLINE
4.
Saager L, et al.: Intraoperative transitions of anesthesia care and postoperative adverse outcomes. Anesthesiology 2014; 121: 695–706 CrossRef MEDLINE
5.
Terekhov MA, et al.: Intraoperative care transitions are not associated with postoperative adverse outcomes. Anesthesiology 2016; 125: 690–9 CrossRef MEDLINE
6.
Dutton RP: Seamless Anesthesia Care. The Handover Process. Anesthesiology 2014; 121: 673–4 CrossRef MEDLINE
7.
Von Dossow V, Zwissler B: Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin zur strukturierten Patientenübergabe in der perioperativen Phase: SBAR-Konzept. Anaesthesist 2016; 65: 148–50 CrossRef MEDLINE
8.
Mellin-Olsen J, et al.: The Helsinki Declaration on Patient Safety in Anaesthesiology. Eur J Anaesthesiol 2010; 27: 592–7 CrossRef MEDLINE
9.
Andel H: Gedanken zur Fehlerkultur. Anaesthesist 2015; 64: 901–2 CrossRef MEDLINE
10.
Neuhaus C, et al.: Patientensicherheit in der Anästhesie – multimodale Strategien für die perioperative Versorgung. Anästhesist 2015; 64: 911–26 CrossRef MEDLINE
11.
Nanji KC, et al.: Evaluation of perioperative medication errors and adverse drug events. Anesthesiology 2016; 124: 25–34 CrossRef MEDLINE PubMed Central
12.
Prien T: Empfehlung der DGAI zur farbigen Kennzeichnung von Spritzen. Anästh Intensivmed 2009; 50: 333–4.
13.
Shander A, et al.: Patient-Blood-Management in Europe. Br J Anaesth 2012; 109: 55–68 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14.
Meybohm P, et al.: Patient blood management bundles to facilitate implementation. Transfusion Medicine Reviews 2017; 31: 62–71 CrossRef MEDLINE
15.
Meybohm P, et al.: Patient blood management is associated with a substantial reduction of red blood cell utilization and safe for patient’s outcome: a prospective multicenter cohort study with a noninferiority design. Ann Surg 2016; 264: 203–11 CrossRef MEDLINE
16.
AWMF: S3-Leitlinie „Vermeidung von perioperativer Hypothermie“. AWMF-Register Nr. 001/018. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/001-018l_S3_Vermeidung_perioperativer_Hypothermie_2014-05.pdf (last accessed on 29 May 2017).
17.
Gan TJ, et al.: Consensus guidelines for the management of postoperative nausea and vomiting. Anesth Analg 2014; 118: 85–113 CrossRef MEDLINE
18.
Rüsch D, et al.: Übelkeit und Erbrechen nach Operationen in Allgemeinanästhesie. Dtsch Arztebl int 2010; 107: 733–41 VOLLTEXT
19.
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin, Deutsche Gesellschaft für Chirurgie: Präoperative Evaluation erwachsener Patienten vor elektiven, nicht herz-/thoraxchirurgischen Eingriffen. Gemeinsame Empfehlung der DGAI, DGCH und DGIM. Anästh Intensivmed 2017; 58: 349–364. DOI: 10.19225/ai2017.349
20.
Wappler F: Präoperative Evaluation des kardiopulmonalen Risikopatienten. Anästh Intensivmedizin 2016; 57: 258–73.
21.
Walsh M, et al.: Relationship between intraoperative mean arterial pressure and clinical outcomes after noncardiac surgery: toward an empirical definition of hypotension. Anesthesiology 2013; 119: 507–15 CrossRef MEDLINE
22.
Salmasi V, et al.: Relationship between intraoperative hypotension, defined by either reduction from baseline or absolute
thresholds, and acute kidney and myocardial injury after noncardiac surgery. A
retrospective cohort analysis. Anesthesiology 2017; 126: 47–65 CrossRef MEDLINE
23.
Hallqvist L, et al.: Intraoperative hypoten-
sion is associated with myocardial damage in noncardiac surgery. Eur J Anaesthesiol 2016; 33: 450–6 CrossRef MEDLINE
24.
Van Waes JA, et al.: Association between intraoperative hypotension and myocardial injury after vascular surgery. Anesthesio-
logy 2016; 124: 35–44 CrossRef MEDLINE
25.
Carson JL, et al.: Liberal or restrictive transfusion in high-risk patients after hip surgery. N Engl J Med 2011; 365: 2453–62 CrossRef MEDLINE PubMed Central
26.
Carson JL, et al.: Liberal versus restrictive blood transfusion strategy: 3-year survival and cause of death results from the FOCUS randomised controlled trial. Lancet 2015; 385: 1183–9 CrossRef
27.
Carson JL, et al.: Clinical practice guide-
lines from the AABB: red blood cell transfusion thresholds and storage. JAMA 2016; 316: 2025–35 CrossRef MEDLINE
28.
Murphy GJ, et al.: Liberal or restrictive transfusion after cardiac surgery. N Engl J Med 2015; 372: 997–1008 CrossRef MEDLINE
29.
National Clinical Guideline Centre: Blood transfusion. NICE guideline [NG24]. November 2015. https://www.nice.org.uk/guidance/ng24 (last accessed on 29 May 2017).
30.
Maurice-Szamburski A, et al.: Effect of sedative premedication on patient experience after general anesthesia: a random-
ized clinical trial. JAMA 2015; 313: 916–25 CrossRef MEDLINE
31.
Aldecoa C, et al.: European Society of Anaesthesiology evidence-based and consensus-based guideline on postoperative delirium. Eur J Anaesthesiol 2017; 34: 192–214 CrossRef MEDLINE
32.
AWMF: S3-Leitlinie „Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen“. AWMF-Register Nr.001/020. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/001-020k_S3_Intravasale_Volumentherapie_Erwachsenen_2014-09.pdf (last accessed on 30 May 2017).
1.Coburn M, et al.: Qualitätsindikatoren Anästhesiologie 2015. Anästh Intensivmed 2016; 57: 522–12.
2.WHO: WHO Surgical Safety Checklist: http://www.who.int/patientsafety/safesurgery/checklist/en (last accessed on 15 May 2017).
3.Haynes AB, et al.: A surgical safety checklist to reduce morbidity and mortality in a global population. N Engl J Med 2009; 360: 491–9 CrossRef MEDLINE
4.Saager L, et al.: Intraoperative transitions of anesthesia care and postoperative adverse outcomes. Anesthesiology 2014; 121: 695–706 CrossRef MEDLINE
5.Terekhov MA, et al.: Intraoperative care transitions are not associated with postoperative adverse outcomes. Anesthesiology 2016; 125: 690–9 CrossRef MEDLINE
6.Dutton RP: Seamless Anesthesia Care. The Handover Process. Anesthesiology 2014; 121: 673–4 CrossRef MEDLINE
7.Von Dossow V, Zwissler B: Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin zur strukturierten Patientenübergabe in der perioperativen Phase: SBAR-Konzept. Anaesthesist 2016; 65: 148–50 CrossRef MEDLINE
8.Mellin-Olsen J, et al.: The Helsinki Declaration on Patient Safety in Anaesthesiology. Eur J Anaesthesiol 2010; 27: 592–7 CrossRef MEDLINE
9.Andel H: Gedanken zur Fehlerkultur. Anaesthesist 2015; 64: 901–2 CrossRef MEDLINE
10.Neuhaus C, et al.: Patientensicherheit in der Anästhesie – multimodale Strategien für die perioperative Versorgung. Anästhesist 2015; 64: 911–26 CrossRef MEDLINE
11.Nanji KC, et al.: Evaluation of perioperative medication errors and adverse drug events. Anesthesiology 2016; 124: 25–34 CrossRef MEDLINE PubMed Central
12.Prien T: Empfehlung der DGAI zur farbigen Kennzeichnung von Spritzen. Anästh Intensivmed 2009; 50: 333–4.
13.Shander A, et al.: Patient-Blood-Management in Europe. Br J Anaesth 2012; 109: 55–68 CrossRef MEDLINE PubMed Central
14.Meybohm P, et al.: Patient blood management bundles to facilitate implementation. Transfusion Medicine Reviews 2017; 31: 62–71 CrossRef MEDLINE
15.Meybohm P, et al.: Patient blood management is associated with a substantial reduction of red blood cell utilization and safe for patient’s outcome: a prospective multicenter cohort study with a noninferiority design. Ann Surg 2016; 264: 203–11 CrossRef MEDLINE
16.AWMF: S3-Leitlinie „Vermeidung von perioperativer Hypothermie“. AWMF-Register Nr. 001/018. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/001-018l_S3_Vermeidung_perioperativer_Hypothermie_2014-05.pdf (last accessed on 29 May 2017).
17.Gan TJ, et al.: Consensus guidelines for the management of postoperative nausea and vomiting. Anesth Analg 2014; 118: 85–113 CrossRef MEDLINE
18.Rüsch D, et al.: Übelkeit und Erbrechen nach Operationen in Allgemeinanästhesie. Dtsch Arztebl int 2010; 107: 733–41 VOLLTEXT
19. Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin, Deutsche Gesellschaft für Chirurgie: Präoperative Evaluation erwachsener Patienten vor elektiven, nicht herz-/thoraxchirurgischen Eingriffen. Gemeinsame Empfehlung der DGAI, DGCH und DGIM. Anästh Intensivmed 2017; 58: 349–364. DOI: 10.19225/ai2017.349
20.Wappler F: Präoperative Evaluation des kardiopulmonalen Risikopatienten. Anästh Intensivmedizin 2016; 57: 258–73.
21.Walsh M, et al.: Relationship between intraoperative mean arterial pressure and clinical outcomes after noncardiac surgery: toward an empirical definition of hypotension. Anesthesiology 2013; 119: 507–15 CrossRef MEDLINE
22.Salmasi V, et al.: Relationship between intraoperative hypotension, defined by either reduction from baseline or absolute
thresholds, and acute kidney and myocardial injury after noncardiac surgery. A
retrospective cohort analysis. Anesthesiology 2017; 126: 47–65 CrossRef MEDLINE
23.Hallqvist L, et al.: Intraoperative hypoten-
sion is associated with myocardial damage in noncardiac surgery. Eur J Anaesthesiol 2016; 33: 450–6 CrossRef MEDLINE
24.Van Waes JA, et al.: Association between intraoperative hypotension and myocardial injury after vascular surgery. Anesthesio-
logy 2016; 124: 35–44 CrossRef MEDLINE
25.Carson JL, et al.: Liberal or restrictive transfusion in high-risk patients after hip surgery. N Engl J Med 2011; 365: 2453–62 CrossRef MEDLINE PubMed Central
26.Carson JL, et al.: Liberal versus restrictive blood transfusion strategy: 3-year survival and cause of death results from the FOCUS randomised controlled trial. Lancet 2015; 385: 1183–9 CrossRef
27.Carson JL, et al.: Clinical practice guide-
lines from the AABB: red blood cell transfusion thresholds and storage. JAMA 2016; 316: 2025–35 CrossRef MEDLINE
28.Murphy GJ, et al.: Liberal or restrictive transfusion after cardiac surgery. N Engl J Med 2015; 372: 997–1008 CrossRef MEDLINE
29.National Clinical Guideline Centre: Blood transfusion. NICE guideline [NG24]. November 2015. https://www.nice.org.uk/guidance/ng24 (last accessed on 29 May 2017).
30.Maurice-Szamburski A, et al.: Effect of sedative premedication on patient experience after general anesthesia: a random-
ized clinical trial. JAMA 2015; 313: 916–25 CrossRef MEDLINE
31.Aldecoa C, et al.: European Society of Anaesthesiology evidence-based and consensus-based guideline on postoperative delirium. Eur J Anaesthesiol 2017; 34: 192–214 CrossRef MEDLINE
32.AWMF: S3-Leitlinie „Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen“. AWMF-Register Nr.001/020. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/001-020k_S3_Intravasale_Volumentherapie_Erwachsenen_2014-09.pdf (last accessed on 30 May 2017).

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Zum Artikel

    Fachgebiet

    Fachgebiet

    Weitere...

    Anzeige