BRIEFE

Wissenschaft: Einzeln anbieten

Dtsch Arztebl 2017; 114(22-23): A-1126 / B-940 / C-920

Leutner, Elisabeth

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Als „Fake News“ wird die Warnung des britischen Arztes Andrew Wakefield vor der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) bezeichnet, die zu Autismus führen könne.

Dieser Verdacht kommt aus den USA und bezieht sich ausschließlich auf die Impfstoffe, die mithilfe von Zelllinien aus abgetriebenen Feten hergestellt werden, also gegen Röteln, Windpocken und Hepatitis A. Dort wird auch ein Zusammenhang mit kindlichem Blutkrebs diskutiert. Masern- und Mumpsimpfstoffe stehen außer Verdacht.

Weshalb bietet man nicht wieder wie früher in Deutschland die Impfstoffe gegen Masern und Mumps einzeln an, dann gäbe es diese Diskussion nicht (in Japan ist die MMR-Vaccine schon seit Jahren aus dem Handel) und man hätte auch zwei Impfstoffe, die für alle Menschen ethisch unbedenklich sind – anders als der Kombinationsimpfstoff MMR.

Außerdem ist es endlich an der Zeit, ethisch unbedenkliche Alternativen zu den mithilfe humaner fetaler Zellen hergestellten Impfstoffen gegen Röteln, Windpocken und Hepatitis A zu produzieren.

Vielleicht ließe sich dadurch auch wieder die Impfrate in Deutschland steigern.

Dr. med. Elisabeth Leutner, 69118 Heidelberg

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