SucheTrefferlisteGKV-Finanzen: Schätzerkreis streitet über durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz

AKTUELL

GKV-Finanzen: Schätzerkreis streitet über durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz

Dtsch Arztebl 2017; 114(42): A-1898 / B-1610 / C-1576

Maybaum, Thorsten; dpa

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung könnte 2018 auf 1,0 Prozent sinken. Foto: Marco2811/stock.adobe.com
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung könnte 2018 auf 1,0 Prozent sinken. Foto: Marco2811/stock.adobe.com

Der Schätzerkreis der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) hat sich nicht einvernehmlich auf eine Prognose der Ausgaben der GKV für 2018 und damit die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes einigen können. Während die Experten der Krankenkassen höhere Ausgaben veranschlagten, gehen Bundesversicherungsamt (BVA) und Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) von geringeren Kosten aus.

Bei den Ausgaben erwarten BMG und BVA für 2017 226,4 und für 2018 236,2 Milliarden Euro, die Kassen dagegen 227,2 und 237,3 Milliarden Euro. Die Ausgabenschätzung der Kassen würde 2018 zu keiner Veränderung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes führen. Dieser bliebe bei 1,1 Prozent. Da das Ministerium bis Anfang November die endgültige Entscheidung trifft, könnte das – weil die Kostenschätzungen von BMG und BVA niedriger ausfallen – im Ergebnis eine Absenkung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent für das Jahr 2018 bedeuten. Dann würde auch der durchschnittliche Beitragssatz für die GKV von derzeit 15,7 Prozent auf 15,6 Prozent vom Bruttolohn sinken. Zur Erinnerung: Seit 2015 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte einen festen Beitragssatz von insgesamt 14,6 Prozent. Den Zusatzbeitrag von derzeit durchschnittlich 1,1 Prozent bezahlen die Arbeitnehmer alleine. Die einzelnen Kassen können davon abweichen. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) sagte, dass die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung finanziell weiter auf einem guten Kurs sei. Die Krankenkassen kritisierten die Entscheidung einer möglichen Absenkung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes hingegen scharf. may/dpa

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Zum Artikel

Fachgebiet

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...