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ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Studie: Digitalisierung gehört längst zum Arbeitsalltag

Dtsch Arztebl 2018; 115(6): [4]

SG

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Für die Beschäftigten an Krankenhäusern gehört der Umgang mit digitaler Technik längst zum Arbeitsalltag. Doch wirken sich PC, Smartphone und Tablet unterschiedlich aus. Einerseits erleichtern sie die eigene Arbeit, andererseits führen sie auch zur Arbeitsverdichtung. Das zumindest sind Ergebnisse einer Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Die Wissenschaftler um Michaela Evans, Prof. Dr. Josef Hilbert und Christoph Bräutigam befragten dazu 648 Klinikbeschäftigte.

Foto: Monet/stock.adobe.com
Foto: Monet/stock.adobe.com

Die Ergebnisse: Fast 90 Prozent der Befragten gaben an, offen gegenüber den neuen Technologien eingestellt zu sein. Mehr als 70 Prozent nutzen digitale Technik regelmäßig in Kommunikation, Logistik, Management und Personal, Patientenversorgung, Information und Qualifizierung. Zu den häufigsten Aufgaben, die die Mitarbeiter digital erledigen, gehören die Recherche von Fachinformationen, Materialanforderungen, Diagnosen und die Verwaltung von Patientendaten.

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Stark verändert hat die Digitalisierung die Arbeitsprozesse in den Krankenhäusern. 37 Prozent der Befragten gaben an, relevante Informationen in ihrem Arbeitsbereich nur noch digital zu erhalten. 42 Prozent meinten, immer öfter gebe der Computer den nächsten Schritt im Arbeitsprozess vor. 26 Prozent können sogar den nächsten Arbeitsschritt häufig nicht mehr selbstständig planen. 57 Prozent erhalten ihre Arbeitsanweisungen zunehmend per E-Mail oder SMS. 75 Prozent der Befragten berichten, ihr Aufgabenspektrum sei größer geworden und oft hätten sie mehrere Aufgaben parallel zu erledigen.

Derzeit nehmen die Mitarbeiter die beabsichtigten positiven Effekte digitaler Technologien nur begrenzt wahr, resümieren die Forscher. „Der konkrete Nutzen wie Zeitersparnis, mehr Effektivität und qualitative Verbesserungen in der Patientenversorgung bleiben in der Praxis eher diffus“, sagte Evans. Bislang sei vielen unklar, wie digitale Technik konkret entlasten und die Arbeit aufwerten könne. sg

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