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Intensivmedizin und Geriatrie: Pflegepersonaluntergrenzen wieder eingesetzt

Beerheide, Rebecca

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Durch die Wiedereinführung der Untergrenzen soll eine Gefährdung besonders vulnerabler Patienten vermieden werden, so das Ministerium. Foto: herraez/iStockphoto
Durch die Wiedereinführung der Untergrenzen soll eine Gefährdung besonders vulnerabler Patienten vermieden werden, so das Ministerium. Foto: herraez/iStockphoto

Für die Intensivmedizin und die Geriatrie gelten seit dem 1. August wieder die bisher festgelegten Pflegepersonaluntergrenzen. Das geht aus einer Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) hervor, die kürzlich im Bundesgesetzblatt erschienen ist. Die Untergrenzen waren am 16. März im Zuge der Coronakrise und der Anweisung an Krankenhäuser, Kapazitäten für COVID-19-Patienten freizuhalten, vorübergehend ausgesetzt worden. Nun greifen wieder die Verhältniszahlen, wie sie im Oktober 2019 für das Jahr 2020 festgelegt wurden: In der Geriatrie ist tagsüber somit eine Pflegefachkraft für zehn Patienten zuständig, in der Nachtschicht für 20 Patienten. Als Untergrenze in der Intensivmedizin ist tagsüber eine Pflegefachkraft für 2,5 Patienten vorgesehen, in der Nacht für 3,5 Patienten. Ab dem 1. Januar 2021 soll die Untergrenze in der Intensivmedizin bei zwei Patienten pro Pflegekraft tagsüber und drei Patienten pro Pflegekraft in der Nacht liegen. Für die pflegeintensiven Bereiche in der Unfallchirurgie, Kardiologie, Herzchirurgie, Neurologie, den Stroke Units sowie der neurologischen Frührehabilitation bleiben die Untergrenzen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt. Kritik am Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Untergrenzen kam von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Die vorgesehene Wiederinkraftsetzung auf Intensivstationen sei „ein falsches Signal zum falschen Zeitpunkt“, erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Damit werde der Eindruck erweckt, die Pandemie sei überwunden. Für den GKV-Spitzenverband ist es hingegen ein richtiger Schritt, der aber zu spät kommt. Gerade in der Pandemie brauche es den Schutz für Patienten, die Hilfe für das Personal und den Nachweis über die Versorgungssituationen, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, aus dem Vorstand des Verbandes. Auch der Verband der Ersatzkassen befürwortet die Wiedereinsetzung. Personaluntergrenzen dienten dazu, das Risiko einer Patientengefährdung durch zu wenig vorgehaltenes Pflegepersonal in den Kliniken zu vermeiden, so Verbandschefin Ulrike Elsner.

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