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Medizin

Schnelle Hilfe erhöht Überlebens­chance nach plötzlichem Herz-Kreis­lauf-Stillstand

Dienstag, 21. August 2018

/pixelaway, stock.adobe.com

Köln – In Rettungsdienstbereichen mit kürzeren Hilfsfristen überleben mehr Patienten einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Die spätere Entlassungsrate wird zudem deutlich beeinflusst durch eine vor Ort durchgeführte Laienreanimation. Dies zeigen die Ergebnisse einer Kohortenstudie in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2018; 115:541–8).

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Die Autoren um Andreas Bürger und Jan Wnent werteten dabei 10.853 Datensätze aus dem Deutschen Reanimationsregister der Jahre 2010–2016 aus. Mit zunehmender Hilfsfrist nahm der prozentuale Reanimationserfolg ab. So ging etwa ohne Laienreanimation und mit zunehmender mittlerer Hilfsfrist von 1:10 auf 9:47 Minuten die Entlassungsrate von 12,9 % auf 6,4 % zurück; mit Laienreanimation und ähnlicher mittlerer Hilfsfristverlängerung fiel die Entlassungsrate von 22 % auf 14 %. In schnelleren Rettungsdiensten wurde eine Reanimation häufiger begonnen, die Entlassungsrate mit guter neurologischer Erholung war höher. Hochgerechnet würden bei einer Verkürzung der individuellen Hilfsfrist um 10 %, 20 % oder 30 % in Deutschland jährlich 370, 515 oder 634 Patienten zusätzlich überleben.

Diese Zahlen zeigen, schlussfolgern die Autoren, dass noch weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, sowohl die Hilfsfrist als auch das reanimationsfreie Intervall zu verkürzen. Sie fordern einheitlich für Deutschland für die Hilfsfrist einen Erreichungsgrad von 85 % innerhalb von 8 Minuten. Zudem müssten Rate und Qualität der Laienreanimation verbessert werden. © js/aerzteblatt.de

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