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Coachingplattform: Therapiebegleitung bei Schaufensterkrankheit

Dtsch Arztebl 2018; 115(35-36): A-1560 / B-1318 / C-1306

EB; Krüger-Brand, Heike E.

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Im Projekt „Gesundheitscoaching und telemetrisch unterstütztes Gehtraining (TeGe) zur Steigerung der Lebensqualität“ wird untersucht, ob durch intensives Gesundheitscoaching das Fortschreiten der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) verzögert oder vermieden werden kann. In Deutschland sind derzeit circa 4,5 Millionen Erwachsene von dieser Erkrankung betroffen – mit erheblichen Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität. 75 Prozent der Betroffenen sterben an den Folgen.

Ein Therapieschritt bei verkalkten Gefäßen ist das kontrollierte Gehtraining, das nun über die Coachingplattform gefördert werden soll. Foto: Alex/stock.adobe.com
Ein Therapieschritt bei verkalkten Gefäßen ist das kontrollierte Gehtraining, das nun über die Coachingplattform gefördert werden soll. Foto: Alex/stock.adobe.com

Das Projekt wird für vier Jahre mit insgesamt circa sieben Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses gefördert. Die Kaufmännische Krankenkasse hat das Projekt gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse, der mhplus Betriebskrankenkasse, dem Robert Bosch Krankenhaus (RBK) Stuttgart und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im vergangenen Jahr gestartet. Technischer Partner ist Philips.

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An dem Coachingprogramm können pAVK-Patienten teilnehmen, die innerhalb der vergangenen zwölf Monate stationär behandelt wurden. Sie erhalten einen Aktivitätstracker, der Gehstrecken und die Herzfrequenz erfasst und an telemetrisch geschulte Gesundheitscoaches übermittelt. Die Daten dienen als Grundlage für die Betreuung durch die Gesundheitsberater. Da pAVK mit Begleiterkrankungen und Risikofaktoren, wie koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Rauchen einhergeht, soll der Coach zur Lebensstilanpassung und Therapieadhärenz motivieren. „Neu an der Versorgungsform ist ein konsequent dialogischer Coachingansatz, bei dem der Patient einen wesentlichen aktiven Part übernimmt“, erläutert Prof. Dr. med. Mark Dominik Alscher, medizinischer Leiter der Studie im RBK.

Die Projektpartner erwarten, dass die Studienteilnehmer von einem kontrollierten Gehtraining in Kombination mit einer abgestimmten Medikation und gesunder Ernährung profitieren werden. Diese Versorgungsbausteine sollen dabei unterstützen, einen bewegten und damit gefäßförderlichen Lebensstil im Alltag zu etablieren. EB/KBr

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