Infocenter

Diagnose und Therapie der Alzheimer-Krankheit: Praktische Hilfsmittel für das Patientengespräch

  • Freitag, 27. Februar 2026
  • Quelle: Lilly Deutschland GmbH

Die Diagnose „Alzheimer-Krankheit“ empathisch zu übermitteln und mögliche Therapieoptionen verständlich darzulegen, kann im hektischen Praxisalltag herausfordernd sein. Lesen Sie hier nach, worauf es im Gespräch mit Betroffenen ankommt und wie Sie Ihre Patient:innen optimal auf ihrem Weg begleiten. Im Beitrag stellen wir Ihnen praktische Materialien vor, die Sie dabei unterstützen können.

Bildquelle: © iStock/Goran13

Die Diagnose „Alzheimer-Krankheit“ ist ein tiefgreifender Einschnitt für Betroffene und ihre Angehörigen. Umso wichtiger ist es, dass Ärzt:innen empathisch und sensibel über die Erkrankung sowie mögliche Therapien aufklären. Dabei kommt es besonders darauf an, dass

  • Ärzt:innen offen und ehrlich über die Erkrankung und ihre Folgen sprechen, ohne die Diagnose zu verharmlosen,

  • Behandelnde den Patient:innen und ihren Angehörigen gleichzeitig aber auch Trost spenden und Zuversicht vermitteln,

  • Betroffene klar im Zentrum eines solchen Gespräches stehen und Ärzt:innen auf individuelle Ängste, Wünsche und Bedürfnisse ihres Gegenübers eingehen,

  • Behandelnde eine leicht verständliche und klare Sprache wählen [1].

So können Ärzt:innen den Grundstein dafür legen, dass Betroffene die Erkrankung annehmen, Orientierung für die Lebensgestaltung finden, frühzeitig notwendige Unterstützung in Anspruch nehmen und fundierte Therapieentscheidungen treffen können [2].

Kommunikation ist der Schlüssel: Chancen und Risiken neuer Therapiemöglichkeiten verständlich darlegen

Gerade vor dem Hintergrund neuer kausaler [a] Therapieformen zur Behandlung der frühen symptomatischen Alzheimer-Krankheit ist das entscheidend. Denn Anti-Amyloid-Therapien (ATT) wie Kisunla® [3, b] können bei geeigneten Patient:innen frühzeitig eingesetzt den Abbau kognitiver und alltagsrelevanter Funktionen klinisch relevant verlangsamen und das Risiko, ins nächste Krankheitsstadium überzugehen, reduzieren [3]. Das kann es Betroffenen ermöglichen, länger selbstständig zu bleiben [3] – ein Wunsch, den viele Menschen mit der Alzheimer-Krankheit hegen [4].

Neue Therapieformen können aber genau wie die Diagnose selbst zu vielen Fragen bei Patient:innen und ihren Angehörigen führen. Kommt eine Patientin bzw. ein Patient für eine ATT infrage, liegt es deshalb an den behandelnden Ärzt:innen, die Vorteile und Risiken der Behandlung, den Ablauf und die Erwartungen an die Therapie detailliert zu besprechen und dabei auch individuelle Faktoren zu berücksichtigen [5].

Zum Download: Praktische Materialien als Hilfestellung für das Gespräch mit Patient:innen

Im hektischen Praxisalltag ist es oft gar nicht so einfach, den Raum für ein ausführliches Gespräch zu finden und den Bedürfnissen der Patient:innen gerecht zu werden. Lilly und das Deutsche Netzwerk Gedächtnisambulanzen (DNG) haben deshalb unabhängig voneinander verschiedene Materialien und Angebote entwickelt, die in der Kommunikation mit Patient:innen hilfreich sein können.

Gesprächsunterlage zu Nutzen und Risiken einer Kisunla®-Therapie

Im Gespräch mit Patient:innen mit früher symptomatischer Alzheimer-Krankheit, die für eine Therapie mit Kisunla® in Frage kommen, kann der eigens für die Kisunla®-Therapie entwickelte Gesprächsleitfaden hilfreich sein. Der Leitfaden hilft, das Gespräch zu strukturieren und relevante Inhalte anhand einfacher Visualisierungen leicht verständlich zu vermitteln. Thematisiert werden vor allem die Ziele und Möglichkeiten der Alzheimer-Therapie, die Wirkweise von Kisunla®, mögliche Nebenwirkungen und der genaue Ablauf der Therapie. Ergänzend enthält der Leitfaden allgemeine Informationen zur Alzheimer-Krankheit, zum Verlauf sowie zu Ursachen und Symptomen. Auf separaten Seiten finden Ärzt:innen zusätzliche Hintergrundinformationen zur Therapie mit Kisunla®.

Informationsmappe mit Patientenbroschüre, Terminkalender und Patientenpass

Für geeignete Patient:innen, die sich nach einem detaillierten Aufklärungsgespräch mit ihrer Ärztin/ihrem Arzt für eine Therapie mit Kisunla® entschieden haben, hat Lilly eine Informationsmappe zusammengestellt, in der Patient:innen die wichtigsten Informationen zu ihrer Behandlung noch einmal in Ruhe zu Hause nachlesen können. Die Mappe enthält neben einer Broschüre mit Informationen zur Kisunla®-Therapie auch einen Terminkalender und den Patientenpass, den Menschen, die mit Kisunla® behandelt werden, stets bei sich tragen sollten.

Die digitalen Materialien stehen hier zum Download bereit:

Kisunla®-Aufklärungsbogen des DNG

Das Deutsche Netzwerk Gedächtnisambulanzen (DNG) hat außerdem für beide aktuell verfügbaren ATTs je einen spezifischen Aufklärungsbogen entwickelt, der dazu dient, im Patientengespräch Informationen zur Wirkweise, zum Therapieablauf und zu möglichen Nebenwirkungen weiterzugeben. Das Besondere dabei: Der Aufklärungsbogen unterstützt gleichzeitig die schriftliche Gesprächsdokumentation.

LillyPlus Therapiebegleitung – Ein Service für Ihre Patient:innen unter Kisunla®-Therapie

Als zusätzlichen Service für Patient:innen, die mit Kisunla® behandelt werden, bietet Lilly das Therapiebegleitprogramm LillyPlus an. Das Programm leistet ergänzend zur ärztlichen Betreuung individuelle und persönliche Unterstützung während der gesamten Behandlungsdauer. Abgestimmt auf die Bedürfnisse der Patient:innen bietet eine geschulte Fachkraft in regelmäßigen Telefonaten Hilfe bei Themen wie Bewegung, Ernährung und Sozialrecht, gibt Tipps für kognitive Übungen oder das alltägliche Leben mit der Alzheimer-Krankheit und beantwortet vor allem auch Fragen zur Therapie mit Kisunla®.

Besonders dabei ist, dass jede Patientin bzw. jeder Patient eine feste Ansprechperson hat, die sich ganz nach ihren bzw. seinen Wünschen richtet – sei es was Länge und Häufigkeit der Telefonate oder auch die zu besprechenden Themen angeht. Als zweite Anlaufstelle für Kisunla®-Patient:innen kann das Programm helfen, Ärzt:innen zu entlasten und bietet Betroffenen zusätzliche Unterstützung.

Weitere Informationen zu LillyPlus finden Interessierte unter www.lillyplus.de/alzheimer. Dort oder auch über die Kontaktdaten in der Patientenbroschüre können sich Betroffene, die mit Kisunla® behandelt werden, anmelden.



CMAT-13016


[a] Die Ablagerung von β-Amyloid in Form von Plaques wird als eine der wesentlichen Ursachen für die Entstehung der Alzheimer-Krankheit erachtet [6]. Donanemab bindet an N3pE-Aβ und unterstützt die Amyloid-Plaques-Entfernung, definiert als Unterschreitung von 24,1 Centiloids im Amyloid-PET-Scan [3].

[b] Donanemab ist angezeigt für die Behandlung erwachsener Patienten mit einer klinischen Diagnose einer leichten kognitiven Störung und leichter Demenz infolge der Alzheimer-Krankheit, die heterozygote ApoE-ε4-Träger oder ApoE-ε4-Nichtträger sind und bei denen eine Amyloid-Pathologie bestätigt wurde [3].



Quellen

  1. O’Brien K et al.: JAMA. 2025; 334(11): 1014–1015.

  2. Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Empfehlungen zum Umgang mit Diagnose und Aufklärung bei Demenz. Abrufbar unter: Empfehlungen zum Umgang mit Diagnose und Aufklärung bei Demenz. Letzter Zugriff: 03.01.2026.

  3. Aktuelle Kisunla® Fachinformation.

  4. Tochel C et al.: Alzheimers Dement (Amst). 2019; 11:231–247.

  5. DGN e. V. & DGPPN e. V. (Hrsg.) S3-Leitlinie Demenzen, Version 5.2, 28.02.2025, verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013. Letzter Zugriff: 03.02.2026. 

  6. Jessen F et al.: J Prev Alz Dis. 2024; 11(5): 1212–1218.

mr

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung