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Erregerprofile unkomplizierter Harnwegsinfektionen: warum E. coli dominiert und Enterococcus faecalis relevanter wird

  • Dienstag, 2. Juni 2026
  • Quelle: Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH
© Nathan Devery

Unkomplizierte Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionen in der ambulanten Versorgung. Mikrobiologisch wird das Geschehen weiterhin klar von Escherichia coli geprägt, doch Enterococcus faecalis gewinnt vor allem in Rezidivkonstellationen, bei älteren Patientinnen sowie im männlichen Kollektiv an klinischer Relevanz [1, 2].

Für die Praxis ist das mehr als ein Erregerdetail: Das typische Resistenzmuster, die diagnostische Aussagekraft der Urindiagnostik und die Wahl einer empirischen Therapie hängen unmittelbar davon ab, ob eine klassische uropathogene Escherichia coli-Infektion oder ein enterokokkenassoziiertes Bild vorliegt. Die aktuelle EAU-Leitlinie betont daher nicht nur eine symptomorientierte Diagnostik, sondern auch eine zurückhaltende, leitliniengerechte Antibiotikastrategie im Sinne des Antibiotic Stewardship [1].

mr

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