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Frühes Handeln bei Typ-2-Diabetes − warum Warten keine Option ist

  • Donnerstag, 2. April 2026
  • Quelle: Lilly Deutschland GmbH

Kennen Sie das auch? Die frustrierende Abwärtsspirale bei Typ-2-Diabetes, bei der verfehlte Blutzucker- und Gewichtsziele den Therapieerfolg blockieren. Erleben Sie in einem interaktiven Fallbeispiel, was dies für die Gesundheit Ihrer Patientinnen und Patienten bedeuten könnte.

© Lilly Deutschland GmbH. Alle Bilder der Patientin wurden mit KI generiert.

Frühzeitiges Handeln bei Typ-2-Diabetes ist der Schlüssel, um die oft erlebte Abwärtsspirale aus verfehlten Therapiezielen aufzuhalten. Eine wirksame Behandlung, die Blutzucker und Körpergewicht signifikant reduziert, verbessert dabei die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten nachhaltig und verringert das Risiko für Folge- und Begleiterkrankungen [1−3].

Der Fall Juliana: Die Konsequenz der therapeutischen Trägheit

Im Praxisalltag verzögern oft therapeutische Trägheit und organisatorische Hürden eine rechtzeitige Therapieintensivierung. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordert daher in ihren Praxisempfehlungen dieser Entwicklung aktiv entgegenzuwirken: Sobald Menschen mit Typ-2-Diabetes ihre Therapieziele verfehlen, ermöglicht der frühzeitige Einsatz moderner Therapieoptionen wie Mounjaro® [5, *] (Tirzepatid) den entscheidenden nächsten Schritt [4].

Mounjaro® bei der Therapie von Typ-2-Diabetes

Moderne Antidiabetika ermöglichen heute eine wirksame und verträgliche Blutzucker- und Gewichtskontrolle. Insbesondere der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist Mounjaro® stellt eine bedeutende Therapieoption dar. Denn Mounjaro® senkt den HbA1c bis zu 2,5 % [a, b, c] und reduziert das Gewicht [d] bis zu 13 % [5, 6, b, c, e]. Bereits in der ersten Erhaltungsdosis von 5 mg bewies Mounjaro® seine Überlegenheit gegenüber allen Vergleichssubstanzen – inklusive des GLP-1-Rezeptor-Agonisten (RA) Semaglutid 1 mg [5, f]. Gleichzeitig verbesserten sich wichtige kardiometabolische Parameter [5, 7]. Die SURPASS-CVOT-Studie demonstrierte zudem den kardiovaskulären Nutzen von  Mounjaro® [8, 9, g]. Für Trulicity® wurde in der REWIND-Studie eine signifikant geringere Rate an schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen gegenüber Placebo gezeigt [9].

Aber wie erreicht Mounjaro® diese umfassenden Effekte? Mit seinem einzigartigen Wirkansatz nutzt Mounjaro® die Aktivierung von GIP- und GLP-1-Rezeptoren [5]. Diese steigern die glukoseabhängige Insulinsekretion und senken damit den Blutzuckerspiegel [10]. Während GLP-1 primär die Sättigung fördert, erhöht GIP zusätzlich die Insulinsensitivität am subkutanen weißen Fettgewebe und verbessert dort die Triglyzeriden-Aufnahme [10, 11].

Das Ziel lautet daher, die Abwärtsspirale frühzeitig mit einer intensiven, effektiven Behandlung zu durchbrechen, um das spätere Risiko für Komplikationen zu reduzieren und die Lebensqualität von Menschen mit Typ-2-Diabetes wie Juliana nachhaltig zu verbessern.


CMAT-14906


Fußnoten

[*] Mounjaro® (Tirzepatid) ist angezeigt zur Behandlung von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes als Ergänzung zu Diät und Bewegung als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist, zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus [5].

[a] Mit Mounjaro® 15 mg nach 40 Wochen.

[b] p < 0,001 im Vergleich zum Ausgangswert, nicht multiplizitätsadjustiert [5].

[c] Bezogen auf den Ausgangswert [5]. Mittlere HbA1c-Reduktion im Vergleich zum Ausgangswert.

[d] Die Veränderung des Körpergewichts war ein sekundärer Endpunkt in den SURPASS-Studien [5].

[e] Bezogen auf den Ausgangswert [5]. Mittlere Gewichtsreduktion im Vergleich zum Ausgangswert.

[f] p < 0,001 für Überlegenheit, adjustiert für Multiplizität.

[g] SURPASS-CVOT ist eine doppelblinde, aktiv-kontrollierte Nicht-Unterlegenheitsstudie, in der Tirzepatid mit Dulaglutid 1,5 mg verglichen wurde. Der primäre Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt oder Schlaganfall) trat bei 12,2 % (Tirzepatid) gegenüber 13,1 % (Dulaglutid) der Patienten auf (HR 0,92; 95,3%-KI 0,83–1,01). Die obere Grenze des Konfidenzintervalls lag unterhalb der präspezifizierten Nicht-Unterlegenheitsgrenze von 1,05 (p = 0,003 für Nicht-Unterlegenheit). Tirzepatid erzielte keine statistische Überlegenheit gegenüber Dulaglutid (p = 0,09). Die Nicht-Unterlegenheitsgrenze von 1,05 wurde im Studiendesign so gewählt, dass das Erreichen dieser Grenze – unter Berücksichtigung des nachgewiesenen kardiovaskulären Nutzens von Dulaglutid gegenüber Placebo aus der REWIND-Studie [h] sowie einer Bayesianischen hierarchischen Meta-Analyse von sechs GLP-1-RA-CVOTs – gleichzeitig die kardiovaskuläre Sicherheit gegenüber Dulaglutid als auch den kardioprotektiven Nutzen von Tirzepatid gegenüber einem putativen Placebo belegt. Ein direkter Nachweis des kardiovaskulären Nutzens gegenüber Placebo wurde in SURPASS-CVOT nicht erbracht; der Nutzen-Claim leitet sich ausschließlich aus diesem inferentiellen, präspezifizierten, aktiv-kontrollierten Studiendesign ab [8, 9].

[h] Belegt durch eine placebokontrollierte, doppelblinde kardiovaskuläre Langzeit-Outcome-Studie REWIND, bei welcher Patienten mit Typ-2-Diabetes und unterschiedlich hohem kardiovaskulären Risiko (Alter ≥ 50 Jahre und klinisch manifeste Gefäßerkrankung, Alter ≥ 55 Jahre und subklinische Gefäßerkrankung; Alter ≥ 60 Jahre und Zutreffen von mind. 2 weiteren Risikofaktoren) [12] Dulaglutid 1,5 mg oder Placebo jeweils in Kombination mit einer Standardtherapie verabreicht wurde [13].


Quellen

  1. Wadden TA, et al.: Obesity (Silver Spring). 2021; 29(8): 1294–1308.

  2. Adler AI, et al.: Lancet. 2024; 404(10448): 145−155.

  3. Look Ahead Research Group. Diabetes Care. 2022; 45(5): 1252−1259.

  4. Gallwitz B, et al.: Diabetol Stoffwechs 2025; 20: S193–S210.

  5. Fachinformation Mounjaro®, aktueller Stand.

  6. Frias JP, et al.: N Engl J Med. 2021; 385: 503–515.

  7. Supplemental Material für: Frías JP, et al. N Engl J Med 2021; 385: 503−15.

  8. Nicholls SJ, et al.: N Engl J Med. 2025; 393: 2409–2420

  9. Nicholls SJ et al.: Am Heart J 2024; 267: 1–11

  10. Samms RJ, et al.: Trends Endocrinol Metab. 2020; 31(6): 410–421.

  11. Rudovich, N, et al.: Regul. Pept. 2007; 142: 138–145.

  12. Gerstein HC, et al.: Diabetes Obes Metab. 2018; 20(1): 42-49.

  13. Fachinformation Trulicity®, aktueller Stand.


Pflichttext Mounjaro®

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