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Schluss mit dem Irrtum: 5 Mythen der Adipositas-Therapie aufgedeckt!

  • Freitag, 30. Januar 2026
  • Quelle: Lilly Deutschland GmbH

Die chronische Erkrankung Adipositas ist von zahlreichen Missverständnissen und falschen Annahmen geprägt – zum Nachteil von Patientinnen und Patienten. Entlarven Sie die fünf häufigsten Mythen und finden Sie heraus, welche Rolle medikamentöse Therapieoptionen spielen.

©Adobe Stock/Andrii

Rund um Adipositas ranken sich viele Fehlinformationen und falsche Annahmen, die den Fortschritt der Behandlung erschweren. Wir entlarven fünf der häufigsten Mythen.

Fakt ist: Adipositas ist eine chronische, von zahlreichen Faktoren beeinflusste Erkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt Adipositas längst als Erkrankung an [1]. Bei dieser Erkrankung erschweren hormonelle und metabolische Anpassungen häufig die nachhaltige Gewichtsreduktion und erfordern eine umfassende Behandlung. Die Auffassung, dass Adipositas auf mangelnde Willenskraft zurückzuführen und damit selbstverschuldet ist, muss daher durch eine wissenschaftlich fundierte Perspektive ersetzt werden. Die Ärzteschaft sollte Menschen mit Adipositas empathisch begegnen und Behandlungsansätze aufzeigen, die multifaktorielle Ursachen berücksichtigen.

Ernährungs- und Lebensstiländerungen bilden zwar die Basis jeder Behandlung, sind oft jedoch nicht ausreichend, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen [2-5]. Adipositas ist eine komplexe Erkrankung, die durch eine Vielzahl an Einflüssen geprägt wird – darunter Genetik, hormonelle Dysbalancen und Stoffwechselveränderungen. Eine Gewichtsreduktion erfordert oft mehr als nur Disziplin im Alltag. Dabei gilt: Je höher die Gewichtsreduktion, umso mehr gesundheitliche Vorteile werden erzielt [6]. Eine frühzeitige, zielgerichtete Therapie ist daher entscheidend, um langfristige Folgen der Adipositas – wie Typ-2-Diabetes und kardiovaskuläre Komplikationen – zu reduzieren. Moderne Therapieoptionen bieten in diesem Rahmen vielversprechende Perspektiven für Menschen mit Adipositas.

Adipositas ist hochindividuell und ein „One-size-fits-all“-Ansatz führt oft zu Misserfolgen. Genetik, Stoffwechsel, psychologische Verfassung und soziale Umstände beeinflussen die Behandlung wesentlich. Daher ist es essenziell, dass Ärztinnen und Ärzte die Behandlung gezielt auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten abstimmen. Gemeinsam sollten personalisierte Therapiepläne entwickelt und klare, realistische Ziele vereinbart werden, die den Weg zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit ebnen.

Die Integration der Adipositas-Therapie in der Praxis lohnt sich. Maßnahmen zur Gewichtsreduktion können als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) abgerechnet werden. Unterstützung dabei bietet der Praxisleitfaden von Lilly: Er beinhaltet hilfreiche Materialien wie Anamnesebögen, Beratungsleitfäden und Checklisten zu Ernährung und Bewegung sowie weitere praktische Tipps. Hier bestellen.

Obwohl Lifestyle-Arzneimittel als Selbstzahlerleistung eingestuft sind, sollten medikamentöse Therapien in einem aktiven Austausch mit Betroffenen angeboten werden. Ob und für welche Therapien Menschen mit Adipositas Geld ausgeben, ist eine individuelle Entscheidung, welche im Gespräch mit Patientinnen und Patienten getroffen werden muss. Mögliche Entscheidungsfaktoren sind die Einbindung der Therapie in den Alltag, nachgewiesene Wirksamkeit und Empfehlung der Ärztin und des Arztes. Um finanzielle Hürden zu verringern, sollten Patientinnen und Patienten auf Unterstützungsoptionen hingewiesen werden, beispielsweise Steuerentlastungen und eventuelle Zuschüsse.

Kein Mythos: Mounjaro® bei Adipositas

Der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist Mounjaro® (Tirzepatid) [7, *] kann das Essverhalten nachhaltig verändern. Klinische Studien zeigen, dass Mounjaro® die Energieaufnahme und den Appetit reduziert, indem es das Sättigungsgefühl steigert und das Hungergefühl verringert [7]. Darüber hinaus kann Mounjaro® hedonischen Hunger, also das Verlangen nach fett- und zuckerreichen Speisen, sowie die Intensität und die Anzahl von Heißhungerattacken reduzieren [7]. Mit seiner signifikanten Gewichtsreduktion von durchschnittlich 22,5 % [a] über 72 Wochen und positiven kardiometabolischen Effekten besitzt Mounjaro® eine hohe therapeutische Relevanz für die Behandlung der Adipositas und ihrer Folgen [7, 8]. Eine flexible Dosierung von Mounjaro® ermöglicht individuelle Anpassungen der Therapie.

Für eine erfolgreiche Adipositas-Therapie ist es wichtig, sich von Mythen zu verabschieden und moderne, wissenschaftlich fundierte Ansätze zu akzeptieren. Medikamentöse Behandlungen wie Mounjaro® unterstützen Betroffene effektiv bei der Gewichtsreduktion und bieten ihnen die Chance auf ein gesünderes, selbstbestimmtes Leben. Ärztinnen und Ärzte können so zur nachhaltigen Behandlung der chronischen Erkrankung beitragen und für ein MEHR an Lebensqualität sorgen.


CMAT-09519

Fußnoten

[*] Mounjaro® (Tirzepatid) ist angezeigt als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Diät und erhöhter körperlicher Aktivität zum Gewichtsmanagement, einschließlich Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung, bei Erwachsenen mit einem Ausgangs-BMI von ≥ 30 kg/m2 (Adipositas) oder ≥ 27 kg/m2 bis < 30 kg/m2 (Übergewicht) bei Vorliegen mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (Hypertonie, Dyslipidämie, obstruktive Schlafapnoe, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes mellitus) [7].

[a] Prozentuale Gewichtsreduktion vom Ausgangsgewicht unter Mounjaro® 15 mg nach 72 Wochen. Unter Placebo Gewichtsreduktion um 2,4 % (-2,4 kg) in diesem Zeitraum (p < 0,001 für Überlegenheit gegenüber Placebo, adjustiert für Multiplizität). Bei kalorienreduzierter Ernährung und erhöhter körperlicher Aktivität. Berechnung mit Wirksamkeitsestimand [7, 8].

Quellen

  1. World Health Organization. WHO European Regional Obesity Report 2022. Regional Office for Europe. https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/353747/9789289057738-eng.pdf?sequence=1&isAllowed=y (zuletzt aufgerufen am 05.01.2026)

  2. Apovian CM et al.: J Clin Endocrinol Metab 2015; 100(2): 342–62.

  3. Fruh SM. J Am Assoc Nurse Pract 2017; 29(S1): S3–S14.

  4. Hall KD et al.: Med Clin North Am 2018; 102(1): 183–197.

  5. Sumithran P et al.: NEJM 2011; 365(17): 1597–604.

  6. Lean ME et al. Lancet 2018;391:541–51.

  7. Fachinformation Mounjaro®, aktueller Stand.

  8. Jastreboff A, et. al.: N Engl J Med 2022; 387: 205–216.


Pflichttext Mounjaro®

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