Therapie des Typ-2-Diabetes: Je früher, umso besser!

Typ-2-Diabetes frühzeitig behandeln? Das lohnt sich – und ist dank einer modernen Inkretintherapie mehr als möglich! Die starke Wirksamkeit ermöglicht einen innovativen Ansatz in der Behandlung. Mehr erfahren.
Eine frühzeitige und intensive Therapie kann entscheidend dazu beitragen, das Fortschreiten des Typ-2-Diabetes zu verzögern. Denn sie ermöglicht Patientinnen und Patienten nicht nur eine bessere Kontrolle ihres Blutzuckers, sondern reduziert auch kardiovaskuläre Risiken und andere gesundheitsbelastende Faktoren wie hohe Lipidspiegel, Bluthochdruck sowie Übergewicht. Letzteres gilt als Treiber des Typ-2-Diabetes. Dennoch kämpfen Menschen mit Typ-2-Diabetes oft jahrelang darum, ihre Therapiezielwerte zu erreichen [1-3]. Diese langanhaltenden Herausforderungen können Frust und Sorgen um die eigene Gesundheit verstärken. Studien zeigen jedoch, dass eine rechtzeitig intensivierte Therapie nicht nur die Risiken langfristig reduziert, sondern auch die Lebensqualität von Menschen mit Typ-2-Diabetes erheblich verbessert [3, 4].
Therapieziele effektiv erreichen – Mounjaro® macht’s möglich
Mit dem GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Mounjaro® (Tirzepatid) [5, *] können Ärztinnen und Ärzte Typ-2-Diabetes direkt an der Wurzel packen. Der Schlüssel hierzu ist der einzigartige Wirkmechanismus: Mounjaro® aktiviert neben den GLP-1- auch die GIP-Rezeptoren, die auf Adipozyten des weißen Fettgewebes vorhanden sind. Dieser duale Ansatz führt zu einem signifikanten Effekt auf den Fettstoffwechsel und ermöglicht eine effektive Gewichtsreduktion [5].
Dies untermauern auch klinische Studien: Menschen mit Typ-2-Diabetes erreichten unter der Mounjaro®-Therapie eine durchschnittliche HbA1c-Senkung von bis zu 2,5 % [a, b, c] und eine Körpergewichtsreduktion [d] von bis zu 13 % [b, c, e] (s. Abb. 1). Bereits in der ersten Erhaltungsdosis von 5 mg war Mounjaro® allen Vergleichssubstanzen überlegen – auch dem GLP-1-Rezeptor-Agonisten Semaglutid 1 mg [5, f]. Dabei besaß Mounjaro® eine ähnliche Verträglichkeit wie ein GLP-1-RA [6].
Starke Wirksamkeit bei Typ-2-Diabetes

Eine Herzensangelegenheit: kardiovaskulärer Nutzen [9, 10, g] bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Auch in Bezug auf die Herzgesundheit überzeugt Mounjaro®. Die längste kardiovaskuläre Inkretin-Outcome-Studie mit aktivem Komparator weist den kardiovaskulären Nutzen von Mounjaro® nach [9, 10, g]. Die Ergebnisse sprechen für sich: In einem präspezifizierten indirekten Vergleich war Mounjaro® gegenüber Placebo mit einer Reduktion des Risikos für MACE um 28 % (HR 0,72; 95%-KI 0,55–0,94) [9-11, h] sowie mit einer mit einer Reduktion der Gesamtsterblichkeit von 39 % assoziiert (HR 0,61; 95%-KI 0,45–0,82) [11, h].
SURPASS-CVOT: Nachgewiesener kardiovaskulärer Nutzen [9, 10, g] von Mounjaro®

1x wöchentliche Therapie – lebenslange Veränderung
Mounjaro® wird einmal wöchentlich in einer Startdosis von 2,5 mg verabreicht. Bereits nach vier Wochen kann die Erhaltungsdosis von 5 mg erreicht werden und bei Bedarf in 2,5-mg-Schritten angepasst werden. Für die Injektion können Nadeln nach einer Schulung für die subkutane Anwendung selbstständig und unabhängig vom Body-Mass-Index (BMI) verwendet werden [5].
Übersicht zur Dosierung von Mounjaro®

Fazit
Mounjaro® bietet durch seine einzigartigen Wirkmechanismen und die beeindruckenden klinischen Erfolge eine echte Chance, den Verlauf von Typ-2-Diabetes nachhaltig zu verändern und trägt somit maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Mehr über Mounjaro® in der Praxis erfahren Sie mithilfe von interaktiven Fallbeispielen!
CMAT-10037
Fußnoten
[*] Mounjaro® (Tirzepatid) ist angezeigt zur Behandlung von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes als Ergänzung zu Diät und Bewegung als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist, zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus. Die Veränderung des Körpergewichts war ein sekundärer Endpunkt in den SURPASS -Studien. Mounjaro® (Tirzepatid) ist nicht zugelassen zur Reduktion des Risikos kardiovaskulärer Ereignisse [5].
[a] Mit Mounjaro® 15 mg nach 40 Wochen.
[b] p < 0,001 im Vergleich zum Ausgangswert, nicht multiplizitätsadjustiert [5].
[c] Bezogen auf den Ausgangswert [5]. Mittlere HbA1c-Reduktion im Vergleich zum Ausgangswert.
[d] Die Veränderung des Körpergewichts war ein sekundärer Endpunkt in den SURPASS-Studien [5].
[e] Bezogen auf den Ausgangswert [5]. Mittlere Gewichtsreduktion im Vergleich zum Ausgangswert.
[f] p < 0,001 für Überlegenheit, adjustiert für Multiplizität.
[g] SURPASS-CVOT ist eine doppelblinde, aktiv-kontrollierte Nicht-Unterlegenheitsstudie, in der Tirzepatid mit Dulaglutid 1,5 mg verglichen wurde. Der primäre Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt oder Schlaganfall) trat bei 12,2 % (Tirzepatid) gegenüber 13,1 % (Dulaglutid) der Patienten auf (HR 0,92; 95,3%-KI 0,83–1,01). Die obere Grenze des Konfidenzintervalls lag unterhalb der präspezifizierten Nicht-Unterlegenheitsgrenze von 1,05 (p = 0,003 für Nicht-Unterlegenheit). Tirzepatid erzielte keine statistische Überlegenheit gegenüber Dulaglutid (p = 0,09). Die Nicht-Unterlegenheitsgrenze von 1,05 wurde im Studiendesign so gewählt, dass das Erreichen dieser Grenze – unter Berücksichtigung des nachgewiesenen kardiovaskulären Nutzens von Dulaglutid gegenüber Placebo aus der REWIND-Studie [i] sowie einer Bayesianischen hierarchischen Meta-Analyse von sechs GLP-1-RA-CVOTs – gleichzeitig die kardiovaskuläre Sicherheit gegenüber Dulaglutid als auch den kardioprotektiven Nutzen von Tirzepatid gegenüber einem putativen Placebo belegt. Ein direkter Nachweis des kardiovaskulären Nutzens gegenüber Placebo wurde in SURPASS-CVOT nicht erbracht; der Nutzen-Claim leitet sich ausschließlich aus diesem inferentiellen, präspezifizierten, aktiv-kontrollierten Studiendesign ab [9].
[h] SURPASS-CVOT: doppelblinde, aktiv-kontrollierte Nicht-Unterlegenheitsstudie (Tirzepatid vs. Dulaglutid 1,5 mg). Primärer Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall): 12,2 % Tirzepatid vs. 13,1 % Dulaglutid (HR 0,92; 95,3%-KI 0,83 – 1,01; p = 0,003 für Nicht-Unterlegenheit; p = 0,09 für Überlegenheit). Die Nicht-Unterlegenheitsgrenze gegenüber Dulaglutid von 1,05 wurde präspezifiziert so gewählt, dass ihr Erreichen – auf Basis des nachgewiesenen kardiovaskulären Nutzens von Dulaglutid gegenüber Placebo (REWIND) [i] und einer Bayesianischen Meta-Analyse von sechs GLP-1-RA-CVOTs – gleichzeitig kardiovaskuläre Sicherheit gegenüber Dulaglutid und kardioprotektiven Nutzen gegenüber einem putativen Placebo belegt. Ein direkter Wirksamkeitsnachweis gegenüber Placebo wurde in SURPASS-CVOT nicht erbracht; der Nutzen-Claim leitet sich ausschließlich aus diesem präspezifizierten inferentiellen Studiendesign ab.
In einer präspezifizierten explorativen indirekten Vergleichsanalyse unter Verwendung von Daten aus SURPASS-CVOT und der REWIND-Studie (Propensity-Score-adjustiert) war Tirzepatid gegenüber einem imputierten Placebo mit einer Reduktion von MACE-3 (HR 0,72; 95%-KI 0,55–0,94), kardiovaskulärem Tod oder Herzinsuffizienzereignissen (HR 0,70; 95%-KI 0,51–0,96) sowie der Gesamtsterblichkeit (HR 0,61; 95%-KI 0,45–0,82) assoziiert. Dieser Vergleich beruht auf einer indirekten Methodik und ist daher in seinen Schlussfolgerungen durch studienübergreifende Unterschiede – insbesondere hinsichtlich SGLT-2-Inhibitor-Nutzung, Einschlusskriterien und Studienzeitpunkt – limitiert.
[i] Belegt durch eine placebokontrollierte, doppelblinde kardiovaskuläre Langzeit-Outcome-Studie REWIND, bei welcher Patienten mit Typ-2-Diabetes und unterschiedlich hohem kardiovaskulären Risiko (Alter ≥ 50 Jahre und klinisch manifeste Gefäßerkrankung, Alter ≥ 55 Jahre und subklinische Gefäßerkrankung; Alter ≥ 60 Jahre und Zutreffen von mind. 2 weiteren Risikofaktoren)12 Dulaglutid 1,5 mg oder Placebo jeweils in Kombination mit einer Standardtherapie verabreicht wurde [13].
Quellen
Davies MJ, et al.: Diabetes Care. 2022; 45(11): 2753–2786
Campbell IW. Br J Cardiol. 2000; 7(10): 625–631
Khunti K, et al.: Prim Care Diabetes. 2017; 11(1):3–12
Adler Al, et al.: Lancet 2024: 404: 145–155
Fachinformation Mounjaro®, aktueller Stand.
Frias JP, et al.: N Engl J Med. 2021; 385: 503–515.
Gallwitz B et al.: Diabetol Stoffwechs 2025; 20: S193–S210
Gallwitz B, et al.: Diabetol Stoffwechs 2024; 19: S186–S202. Supplemental Material.
Nicholls SJ, et al.: N Engl J Med. 2025; 393: 2409–2420
Nicholls SJ, et al.: Am Heart J 2024; 267: 1–11
Sattar N et al.: Diabetes Care 2026; dc260298
Gerstein HC, et al.: Diabetes Obes Metab. 2018; 20(1): 42-49.
Fachinformation Trulicity®, aktueller Stand.