Schmerz im Fokus: PROs als Schlüssel zur besseren Versorgung bei axSpA
axSpA-Management neu gedacht: Warum PROs mehr als nur Zusatzparameter sind und worauf es bei der Therapie ankommt, um die subjektive Krankheitslast zu adressieren. Zwei Experten widmen sich diesen Fragen im Interview.

Die Therapie der axialen Spondyloarthritis [*] (axSpA) stellt Rheumatolog:innen vor die Herausforderung, dass objektive klinische Parameter die subjektive Krankheitslast der Patient:innen nicht immer adäquat erfassen. Dabei ist die subjektive Krankheitslast ein wichtiger Faktor, wenn es um die Wahl der passenden Therapie oder um einen Therapiewechsel geht. Die Erfassung von Patient-reported Outcomes (PROs) ist hierfür unverzichtbar, da sie die Perspektive der Betroffenen hinsichtlich Schmerz, Funktionseinschränkung und Lebensqualität widerspiegeln [1].
Schmerz als zentraler PRO
Für die meisten axSpA-Patient:innen steht der Schmerz im Mittelpunkt ihrer Krankheitswahrnehmung. Er beeinflusst nicht nur die körperliche Funktion und die Lebensqualität, sondern stellt auch eine psychische Belastung dar. Eine effektive Schmerzlinderung ist deshalb ein zentrales Therapieziel bei axSpA. Im Video beschreiben die Rheumatologen Dr. Daniel Vagedes, MVZ Klinikum Straubing, und Dr. Claus-Jürgen Bauer, Universitätsklinikum Bonn, die Wirksamkeit des IL-17A-Inhibitors Taltz® auf PROs mit Fokus auf die Schmerzlinderung und was sie an Taltz® am meisten schätzen:
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In einem zweiten Kurzvideo beleuchten die Experten die Wirksamkeit von Taltz® anhand ihrer persönlichen Erfahrungen mit den Bedürfnissen ihrer Patient:innen.
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Die Wirksamkeit von Taltz® bei PROs
In der Post-hoc-Analyse mit gepoolten Daten aus der COAST-V [a] - und der RHCH-Studie [b] wurden auch Ergebnisse zu Patient-reported Outcomes erfasst. Beurteilt wurden Veränderungen bei Rückenschmerzen (Abb. 1), morgendlicher Gelenksteifigkeit und Funktionseinschränkungen nach BASFI. Bei allen 3 Parametern konnten bereits in Woche 16 deutliche Verbesserungen mit Taltz® im Vergleich zu Placebo festgestellt werden. Bis Woche 52 reduzierten sich die jeweiligen Symptome noch weiter [2].

Zusätzlich zur Reduktion der PROs zeigen die gepoolten Daten, dass Taltz® auch bei Patient:innen unabhängig vom CRP-Wert wirksam ist [2]. Dies ist für eine große Gruppe von Betroffenen relevant [3]. Mehr dazu lesen Sie hier .
Fußnoten
[*] Axiale Spondyloarthritis (axSpA): Ankylosierende Spondylitis (röntgenologische axiale Spondyloarthritis): Taltz® (Ixekizumab) ist angezeigt für die Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver röntgenologischer axialer Spondy-loarthritis (r-axSpA), die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben. Nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA): Taltz® (Ixekizumab) ist angezeigt für die Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis mit objektiven Anzeichen einer Entzündung, nachgewiesen durch erhöhtes C-reaktives Protein und/oder Magnetresonanztomographie, die unzureichend auf nichtsteroidale An-tirheumatika angesprochen haben.
[a] COAST-V war eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, aktive und PBO-kontrollierte 16-wöchige Phase-3-Studie, gefolgt von einer Langzeitbewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Taltz® bei bio-naiven Patienten mit r-axSpA. Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach Land und CRP-Ausgangswert. In dieser gepoolten Analyse wurden nur die Taltz®- und PBO-Arme bewertet [2].
[b] Die chinesische Zulassungsstudie RHCH war eine randomisierte, doppelblinde, PBO-kontrollierte Phase-3-Studie mit einer Dauer von 16 Wochen, gefolgt von einer Langzeitbewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Taltz® bei chi-nesischen Teilnehmern. Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach CRP und TNFi-Erfahrung [2].
Literatur
Shaw Y et al.: RMD Open 2021; 7: e001566
Sengupta R et al.: Presented at European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR); Barcelona, Spain; 11–14 June 2025
Poddubnyy DA et al.: Ann Rheum Dis 2010; 69: 1338–41
Deodhar A et al.: J Rheumatol 2023; 50: 1020–8
van der Heijde D et al.: Lancet 2018: 392: 2441–51
Deodhar A et al.: Arthritis Res Ther 2024; 26: 49
Deodhar AA et al.: Ann Rheum Dis 2022; 81: 944–50
Griffiths CEM et al.: Dermatol Ther (Heidelb) 2022; 12: 1431–46
Maksymowych WP et al.: Rheumatology 2022; 61: 4324–34
CMAT-13379