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In die Tiefe gehen: Warum der Abbau des Viszeralfetts so wichtig ist

  • Mittwoch, 30. September 2026
  • Quelle: Lilly Deutschland GmbH
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Das Viszeralfett ist ein entscheidender Treiber metabolischer Erkrankungen. Erfahren Sie im Beitrag, welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen medikamentösen Optionen zur Reduktion dieses weißen Fettgewebes gibt. Weiterlesen.

©Adobe Stock/keleny

Das Thema Gewicht ist in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig. Denn Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die Gesundheit und Lebensqualität stark beeinträchtigt und mit rund 200 teilweise schwerwiegenden Folge- und Begleiterkrankungen assoziiert ist [1, 2]. Doch neben dem sichtbaren Übergewicht birgt die Erkrankung ein entscheidendes medizinisches Risiko, das meist unsichtbar bleibt: das viszerale Fett.

Warum die Adipositastherapie in die Tiefe gehen muss

Das weiße Fettgewebe im Bauchraum ist kein passiver Energiespeicher, sondern ein metabolisch hochaktives endokrines Organ. Es schüttet entzündungsfördernde Botenstoffe aus, die wie ein Brandbeschleuniger für systemische Erkrankungen wirken. Dadurch steigt das Risiko für Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, Fettleber, Atherosklerose, Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS, vormals PCOS) oder Psoriasis (siehe Abbildung 1) [3, 4]. Selbst ohne Gewichtszunahme verlagern sich die Fettdepots altersbedingt zunehmend in das viszerale Fettgewebe – ein Prozess, der bei Frauen insbesondere in den ersten Jahren nach der Menopause verstärkt abläuft [5].

Abbildung 1: Gesundheitliche und metabolische Störungen in Zusammenhang mit einem Überschuss an viszeralem Fettgewebe und ektopem Fett, unabhängig von der anhand des BMI-Werts geschätzten Adipositas. Bei einigen dieser Erkrankungen ist die Evidenz für einen kausalen Zusammenhang unzureichend [3]. [*] Eine HIV-Infektion und eine antiretrovirale Therapie können zur Ansammlung von viszeralem Fettgewebe und ektopem Fett beitragen.

Dualer Ansatz mit Mounjaro®

Leitlinien und Konsensusarbeiten fordern beim Viszeralfett seit langem ein frühes, proaktives Handeln, bevor sich schwerwiegende Folgeerkrankungen manifestieren [1, 3, 6]. Moderne medikamentöse Therapien können das Problem direkt an der Wurzel greifen. Als dualer GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist (RA) kann Mounjaro® (Tirzepatid) [7, *] eine wirksame Möglichkeit bieten. Der Unterschied gegenüber GLP-1-Rezeptor-Monoagonisten: Mounjaro® aktiviert zusätzlich GIP-Rezeptoren, die sich unter anderem auf den Adipozyten des subkutanen und viszeralen Fettgewebes befinden. GLP-1-Rezeptoren sind dagegen nicht auf Adipozyten exprimiert [7, 8].

In einer DEXA-Substudie der Phase-III-Zulassungsstudie SURMOUNT-1, in der die Körperzusammensetzung untersucht wurde, reduzierte Mounjaro® das Viszeralfett nach 72 Wochen um durchschnittlich 40 % (vs. 7 % unter Placebo) [9, b]. Analog verringerte sich auch der Taillenumfang unter Mounjaro® im Mittel um 18 cm (vs. 3 cm unter Placebo) [9, b]. Für die Betroffene wird dieser medizinische Therapieerfolg im Alltag greif- und sichtbar – wenn unter anderem der Gürtel wieder deutlich enger geschnallt werden kann.

Klinische Daten untermauern diesen Unterschied: Mounjaro® (MTD 10 mg oder 15 mg) erzielte gegenüber Semaglutid (MTD 1,7 mg oder 2,4 mg) im direkten Vergleich mit der Open-Label-Studiea SURMOUNT-5 eine signifikant stärkere Reduktion des Körpergewichts nach 72 Wochen [10, a, b]. Der Wirkstoff zeigte seine Überlegenheit aber auch mit einem durchschnittlich um 20 cm kürzeren Taillenumfang (vs. 14,7 cm unter Semaglutid [10, b]).

Für Ärztinnen und Ärzte kann dies einen wichtigen Impuls für eine weitergehende metabolische Entlastung bedeuten, denn eine wirksame Adipositas-Therapie ist immer auch Prävention: Hand in Hand mit dem schwindenden Taillenumfang verbesserte Mounjaro® in der Vergleichsstudie den Blutdruck sowie Glucose- und Lipidwerte [10]. Zudem zeigte der Wirkstoff in weiteren Studien nachgewiesene positive Effekte auf kardiovaskuläre Komorbiditäten wie obstruktive Schlafapnoe [11] und Herzinsuffizienz [12].

Die Last von den Schultern nehmen und Lebensqualität zurückgewinnen

Für Ihre Patientinnen und Patienten kann die Therapie mit Mounjaro® nicht nur einen entscheidenden Schritt zu einer besseren Gesundheit bieten. Fällt mit den sichtbaren Kilos gleichzeitig ein unsichtbares Gewicht von den Schultern, kann dies in vielen Fällen zu einer emotionalen Entlastung führen. Wenn sich Folgeerkrankungen verbessern, kann die ständige Angst um die Gesundheit einer neuen Zuversicht weichen. Die Nächte können bei Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) wieder erholsamer werden, weil Atemaussetzer nachlassen, und stabilere Blutzuckerwerte schenken Sicherheit. Für Frauen mit PMOS wird die Familienplanung plötzlich wieder zu einer realistischen Hoffnung. Diese Fortschritte geben Betroffenen daher eine Lebensqualität zurück, die weit über die reine Gewichtsreduktion hinausgeht: die Möglichkeit, wieder gesünder für die Familie da sein zu können.

Gesundheit als Investition: Nutzen schlägt Preis

Die medikamentöse Therapie ist in den meisten Fällen eine Selbstzahlerleistung. Dabei spielen die Kosten für Menschen mit Adipositas oft eine weitaus geringere Rolle, als in der Praxis vermutet wird. In zwei Online-Umfragen sahen 81 % der Ärztinnen und Ärzte die Kosten als Haupthindernis bei der Verschreibung einer Adipositastherapie [13], während dies nur 36 % der Patientinnen und Patienten entsprechend einschätzten [14]. Dafür erwarten sie zu Recht eine Therapie, die sich durch rasche und tiefgreifende Verbesserungen auszahlt.

Mounjaro® kann diese Perspektive bieten: Klinische Erfolge können nach wenigen Wochen messbar sein, die Betroffenen können kurz- und langfristig profitieren und ihre Zuversicht zurückgewinnen. Nach dem Start mit 2,5 mg wird die erste Erhaltungsdosis von 5 mg bereits nach vier Wochen erreicht, und damit deutlich schneller als mit dem GLP-1-RA Semaglutid, der vier Aufdosierungsschritte à vier Wochen bis zur ersten Erhaltungsdosis verlangt.

Fazit

Gestalten Sie jetzt den Unterschied im Leben Ihrer Patientinnen und Patienten! Greifen Sie ein, bevor schwere Folgeerkrankungen entstehen und geben Sie wertvolle Lebensqualität zurück. Wie der Einstieg in eine effektive Behandlung optimal gelingen kann, zeigt Ihnen unser kompakter Praxisleitfaden. Jetzt bestellen.


CMAT-43524

Fußnoten

[*] Mounjaro® (Tirzepatid) ist angezeigt zur Behandlung von Erwachsenen als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Diät und erhöhter körperlicher Aktivität zum Gewichtsmanagement, einschließlich Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung, bei Erwachsenen mit einem Ausgangs-BMI von ≥ 30 kg/m2 (Adipositas) oder ≥ 27 kg/m2 bis < 30 kg/m2 (Übergewicht) bei Vorliegen mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (z. B. Hypertonie, Dyslipidämie, obstruktive Schlafapnoe, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Prädiabetes oder Diabetes mellitus) [7].

[a] Die Studienmedikation von SURMOUNT-5 war nicht verblindet: Probanden wussten, ob Mounjaro® oder Wegovy® verabreicht wurde (Open-Label). Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die fehlende Verblindung auf die Ergebnisse und Validität der Studie ausgewirkt hat. Kein Placebo-Arm in Studie vorhanden. Für beide Substanzen wurden die gepoolten Datensätze der jeweiligen Dosierungen zur Berechnung eingesetzt. SURMOUNT-5 verglich Tirzepatid in der maximal tolerierten Dosis (MTD; 10 mg oder 15 mg) mit Semaglutid in der maximal tolerierten Dosis (1,7 mg oder 2,4 mg), der zum Zeitpunkt des Studienbeginns maximal zugelassenen Dosis von Semaglutid für das Gewichtsmanagement. Semaglutid 7,2 mg wurde in dieser Studie nicht untersucht [9].

[b] p < 0,001 nach 72 Wochen (Wirksamkeitsestimand). Gepoolte Daten über 5, 10 und 15 mg Tirzepatid vs. PBO.



Quellen

  1. Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur „Prävention und Therapie der Adipositas. https://register.awmf.org/assets/guidelines/050-001l_S3_Praevention-Therapie-Adipositas_2024-10.pdf. Letzter Zugriff: Juli 2026.

  2. Horn DB, et al. Postgrad Med. 2022; 134(4): 359–375

  3. Neeland IJ, et al. Lancet Diabetes Endocrinol. 2019;7(9):715-725.

  4. Gisondi P, et al. Front Pharmacol. 2020;11:117.

  5. Banack HR et al. Int J Obes (Lond) 2023; 47:288–296.

  6. McGowan B, et al. Nat Med. 2025; 31(10): 3229-3232.

  7. Fachinformation Mounjaro®, aktueller Stand.

  8. Kagdi S, et al. J Endocrinol. 2024; 261(3): e230361.

  9. Look M, et al. Diabetes Obes Metab 2025 ;27(5): 2720-2729.

  10. Aronne LJ, et al. N Engl J Med. 2025; 393(1): 26-36.

  11. Malhotra A, et al. N Engl J Med 2024; 391: 1193-1205.

  12. Packer M, et al. N Engl J Med 2025; 392: 427-437.

  13. Umfrage unter 100 hausärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten. Lilly/Doc Check, November 2025, Data on file

  14. Umfrage unter 1.500 Erwachsenen mit Adipositas in Deutschland. Lilly/Civey, November 2025, Data on file


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