Hamburger Ärzte protestieren vor DAK-Zentrale gegen Unterfinanzierung
Hamburg – Mehr als 600 Hamburger Vertragsärzte, -psychotherapeuten und Praxismitarbeiter haben heute Vormittag vor der DAK-Zentrale gegen die Sparpolitik der Krankenkassen demonstriert. „Es ist nicht zu erklären, dass die Kassen auf Milliardenüberschüssen sitzen und gleichzeitig den Hamburger Vertragsärzten und -psychotherapeuten ein gerechtes Honorar verweigern“, sagte Michael Späth, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hamburg.
Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes, kritisierte in seinem Vortrag „Verantwortung für Versorgung“, die Krankenkassen kämen ihrer Pflicht als gleichberechtigte Vertragspartner nicht nach. „Anstatt ihrer Pflicht nachzukommen und für eine angemessene Finanzierung der ambulanten Versorgung zu sorgen, wollen sie die Honorare sogar noch kürzen“, so Heinrich. In einer Resolution kündigten die Demonstranten „weitere Protestmaßnahmen an, sollten sich die Krankenkassen nicht bewegen.“
Die DAK legte heute ihre Quartalsergebnisse vor. Danach hat die Kasse von Januar bis März einen Überschuss von 48 Millionen Euro erzielt. Je Versicherten sind das 7,52 Euro. „Vor diesem Hintergrund belegt das Ergebnis, dass die DAK-Gesundheit gut aufgestellt ist“, hieß es aus der Kasse.
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