YEARS-Algorithmus kann Thromboserisiko auch bei Krebs abschätzen

Leiden – Der YEARS-Algorithmus, den niederländische Mediziner entwickelt haben, um die Zahl der computertomografischen Angiografien (CTA) in der Notaufnahme zu begrenzen, kann auch bei Krebspatienten mit Verdacht auf Lungenembolie genutzt werden. Die Zahl der CTA konnte in einer randomisierten Studie deutlich gesenkt werden. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der Internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (ISTH 2026) in Paris vorgestellt und in JAMA (2026; DOI: 10.1001/jama.2026.10676) publiziert.
Viele Krebserkrankungen gehen mit venösen Thromboembolien einher. Sie können tödlich enden, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden. Eine sichere Diagnose ist heute mit der CTA möglich. Der apparative, finanzielle und auch zeitliche Aufwand ist jedoch hoch. Forschende vom Universitair Medisch Centrum in Leiden haben deshalb einen einfachen Algorithmus entwickelt, mit dem sich das Risiko bei symptomatischen Patientinnen und Patienten besser abschätzen lässt. YEARS kombinierte 3 klinische Merkmale (klinische Zeichen einer tiefen Venenthrombose, Hämoptyse sowie klinischer Verdacht des Notfallmediziners) mit bestimmten Grenzwerten des D-Dimers.
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