Ausland

266 Millionen Menschen litten laut Bericht 2025 unter Hunger

  • Freitag, 24. April 2026
/soupstock, stock.adobe.com
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Rom – Die Zahl hungernder Menschen bleibt nach einem Bericht des Globalen Netzwerks gegen Hungerkrisen (GNAFC) auf einem dramatisch hohen Niveau. Im vergangenen Jahr waren 266 Millionen Menschen in 47 Ländern von akuter Ernährungsunsicherheit bedroht, wie es in dem aktuellen „Global Report on Food Crises“ heißt. Besonders konzentriert ist die Krise in wenigen Ländern: Die meisten Betroffenen leben in nur zehn Ländern, etwa Afghanistan, dem Sudan und dem Jemen. 

Insgesamt hat sich akute Ernährungsunsicherheit dem Bericht zufolge in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Das Ausmaß von Hunger bleibe alarmierend hoch. In dem Bericht wird hervorgehoben, dass vergangenes Jahr erstmals in der Geschichte des Berichts zwei Hungersnöte ausgerufen wurden – in einem Regierungsbezirk des Gazastreifens sowie in Teilen des Sudans. 

Mit Blick auf das laufende Jahr zeichnet das Netzwerk ein düsteres Bild: Anhaltende Konflikte, klimatische Bedingungen sowie globale wirtschaftliche Unsicherheit dürften die Lage in vielen Ländern auf kritischem Niveau halten oder sogar verschlechtern, heißt es. Insbesondere die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnte die Lage in bestimmten Ländern und Gebieten weiter verschärfen. Eine genaue Bewertung sei allerdings noch verfrüht, heißt es. 

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) war dem Globalen Netzwerk gegen Hungerkrisen Anfang des Jahres beigetreten. Niels Annen, Staatssekretär im Entwicklungsministerium, mahnte laut Mitteilung mit Blick auf den Bericht ein „starkes, gemeinsames und koordiniertes Handeln“ an, das „humanitäre Hilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit miteinander verbinden“.

dpa

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