ADHS-Medikamente wirken offenbar anders als gedacht

St. Louis – Die bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzten Psychostimulanzien haben – anders als bisher angenommen – möglicherweise keine stimulierenden Effekte auf die Aufmerksamkeitszentren des Gehirns. Eine in Cell veröffentlichte Studie (2025; DOI: 10.1016/j.cell.2025.11.039) zeigt, dass die Medikamente Gehirnbereiche beeinflussen, die Wachzustand und Belohnungssystem stimulieren.
Die zur Behandlung der ADHS eingesetzten Wirkstoffe Methylphenidat und Lisdexamfetamin gehören zu den Amphetaminen. Anders als bei dem Aufputschmittel Pervitin, das im Zweiten Weltkrieg an Soldaten verteilt wurde, erfolgt die Freisetzung verzögert, was für eine gleichmäßige Wirkung sorgt und vermutlich das Abhängigkeitspotenzial vermindert.
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