„Adipositas-Paradoxon“ bei Darmkrebs könnte durch Gewichtsverlust vor Diagnose entstehen

Heidelberg – Das sogenannte „Adipositas-Paradoxon“ lässt sich bei Menschen mit kolorektalem Karzinom (CRC) offenbar zu einem großen Teil durch einen bereits vor der Diagnose aufgetretenen, krebsbedingten Gewichtsverlust erklären. Das berichtet ein Wissenschaftsteam um Marko Mandic vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (JAMA Network Open 2026; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2026.29571).
Übergewicht und Adipositas gelten als etablierte Risikofaktoren für ein CRC. Allerdings berichten mehrere Studien, dass Menschen mit Darmkrebs mit höherem Körpergewicht länger leben – ein Phänomen, das häufig als „Adipositas-Paradoxon“ bezeichnet wird.
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