Ärzteschaft

Ärzte begrüßen geplanten Ausbau der Palliativmedizin

  • Montag, 9. Dezember 2013

Berlin – Die Steuerungsgruppe der Charta Palliativmedizin hat den im Koalitionsvertrag vorgesehenen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung begrüßt. Im Vorfeld hatten die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutsche Hospiz- und Palliativverband sich in einem gemeinsamen Schreiben an die Verhandlungsführer der Koalitionsarbeitsgruppen Gesundheit und Pflege sowie Familie, Frauen und Gleichstellung gewandt und gefordert, die Rechte von Schwerstkranken und Sterbenden zu stärken.

Nun heißt es im Koalitionsvertrag: „Zu einer humanen Gesellschaft gehört das Sterben in Würde. Wir wollen die Hospize weiter unterstützen und die Versorgung mit Palliativ­me­dizin ausbauen.“ Dieser Passus sei ein „wichtiges Signal für die vor uns liegende Arbeit in der kommenden Legislaturperiode“, hieß es aus der Steuerungsgruppe.

Mehr als 50 Verbände, verschiedene Ministerien und die beiden großen Kirchen haben 2010 die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutsch­land“ verabschiedet. Sie thematisiert die Rechte, Bedürfnisse und Wünsche von Schwerst­kranken und Sterbenden. Mittlerweile haben rund 800 Institutionen und mehr als 9.200 Personen die Charta unterschrieben.

In fünf Leitsätzen plädieren die Verbände und Organisationen für eine Verbesserung der medizinischen, ethischen und juristischen Rahmenbedingungen. Versorgungsstrukturen müssten stärker miteinander vernetzt, Aus-, Weiter- und Fortbildung ausgebaut und Forschungsvorhaben gefördert werden.

hil

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