Ärzteschaft

Ambulante Palliativversorgung in Nordrhein für 85 Prozent der Betroffenen

  • Montag, 14. September 2015
Uploaded: 11.11.2014 17:51:18 by mis
dpa

Düsseldorf – 2014 wurden rund 25.000 Sterbende in Nordrhein ambulant betreut. Darauf hat der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Peter Potthoff, auf dem Palliativkongress am vergangenen Wochenende in Düsseldorf hingewiesen. „Nur etwa 15 Prozent der Patienten verstarben in einem Krankenhaus oder auf einer Palliativstation“, so Potthoff. Betreut wurden die Patienten dabei unter anderem von rund 1.500 nordrheinischen Haus- und Fachärzten.

Von einer „Erfolgsgeschichte“ sprach Matthias Mohrman, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, in seinem Vortrag über die Palliativversorgung in Nordrhein. Eine künftige Herausforderung sei die Integration von Menschengruppen, die nicht mit dem deutschen Gesundheitssystem vertraut seien, zum Beispiel Migranten.

Dirk Ruiss, Leiter des Nordrhein-Westfälischen (NRW) Landesverbandes der Ersatzkassen (vdek), sieht ein bedeutendes Entwicklungsfeld in der Patientenführung beim Übergang von kurativer Versorgung zur Palliativversorgung. „NRW hat das Potential, auch weiterhin Impulsgeber für die Palliativversorgung der Bundesrepublik zu sein“, so Ruiss.

„Wir haben in NRW sehr gute und von allen Beteiligten breit getragene Strukturen, die sich im Bundesvergleich sehen lassen können. Sie ermöglichen ein würdiges Sterben in einem Umfeld, das den Wünschen und Bedürfnissen der Patienten entspricht“, sagte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis90/Grüne). In ihrer Eröffnungs­rede betonte sie die große gesellschaftliche Bedeutung dieses Versorgungbereiches und lobte Ärzte wie Pflegekräfte für ihr Engagement.

hil

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