Antibiotika statt OP bei unkomplizierter Appendizitis: Mehrheit über zehn Jahre rezidivfrei

Oulu – Verzichtet man bei Personen mit unkomplizierter akuter Appendizitis auf eine Operation und behandelt stattdessen mit einer breit wirksamen Antibiotikakombination, dann tritt in den darauffolgenden 10 Jahren in weniger als der Hälfte der Fälle ein Appendizitisrezidiv auf. Das zeigte sich in der Langzeitbeobachtungsphase der multizentrischen randomisiert kontrollierten Studie (RCT) Appendicitis Acuta (APPAC) aus Finnland (JAMA 2026; DOI: 10.1001/jama.2025.25921).
An APPAC nahmen 530 Erwachsene mit computertomografisch bestätigter unkomplizierter Appendizitis teil, das heißt mit einer akuten Entzündung der Appendix vermiformis ohne Appendikolith, Perforation, Abszess oder Tumorverdacht. Nach Randomisierung wurden sie entweder mit einer offenen Appendektomie behandelt oder sie erhielten eine Antibiose mit Ertapenem 1 g/d über 3 Tage, gefolgt von 7 Tagen mit Levofloxacin 500 mg/d und Metronidazol 3 x 500 mg/d oral.
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