Politik

Antidepressiva auf dem Vormarsch

  • Donnerstag, 26. Juli 2018
/Photographee.eu, stockadobecom
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Hamburg – Die Verordnungen von Antidepressiva haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport 2018 der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Demnach erhielten erwerbstätige Männer und Frauen 2007 durchschnittlich 6,8 Tagesdosen an Medikamenten gegen Depressionen. Zehn Jahre später waren es bereits 13,5.

Dabei lag das Arzneimittelvolumen der Frauen mit 16,9 Tagesdosen deutlich höher als das der Männer (10,6 Tagesdosen). Auch die TK-Fehlzeitenstatistik bestätigt diesen Trend. Danach fielen Frauen im vergangenen Jahr durchschnittlich 3,42 Tage aufgrund psychischer Beschwerden im Job aus, Männer fehlten deshalb 2,11 Tage.

„Der Report zeigt, dass psychische Erkrankungen bei den Frauen der Hauptgrund sind, warum sie krankheitsbedingt nicht zur Arbeit gehen können“, sagte Wiebke Arps, TK-Expertin für Gesundheitsberichtserstattung. Dagegen stünden psychische Beschwerden bei Männern nur auf Platz zwei der häufigsten Krankmeldungen. Sie fehlten am häufgsten aufgrund von Krankheiten des Bewegungsapparats.

hil/sb

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