AOK erteilt Zuschläge für neue Rabattverträge
Berlin – Die AOK-Gemeinschaft hat die Zuschläge für eine neue Runde bei den Rabattverträgen erteilt. Dabei geht es um 56 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, 27 Pharmaunternehmen haben dazu Verträge mit den AOKen geschlossen. Das jährliche Umsatzvolumen der AOKen mit den betreffenden Arzneimitteln lag zuletzt bei rund 1,1 Milliarden Euro.
Mit dabei sind die besonders umsatzstarken Präparate Metformin zur Diabetesbehandlung, der Blutdrucksenker Metoprolol und das Neuroleptikum Olanzapin. Für Metformin, Metoprolol sowie das Blutdruckmittel Candesartan hat die AOK-Gemeinschaft in Regionen jeweils drei Pharmaunternehmen unter Vertrag genommen. Dies soll Lieferengpässe verhindern.
Die Verträge verpflichten die Hersteller dazu, die Arzneimittel jederzeit in der erforderlichen Menge zu liefern. „Wir prüfen vor der Auftragsvergabe sorgfältig die Lieferfähigkeit der potentiellen Vertragspartner“, sagte Christopher Hermann, Verhandlungsführer der AOK-Gemeinschaft und Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.
Im Augenblick hat die AOK-Gemeinschaft 248 Generika-Wirkstoffe und Kombinationen mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von insgesamt rund fünf Milliarden Euro unter Vertrag. Wenn die neuen Verträge ab Oktober gelten, sind es 260 Wirkstoffe beziehungsweise Kombinationen. „Durch die bundesweiten Rabattverträge konnte die AOK-Gemeinschaft seit 2007 trotz gleichbleibend hoher Versorgungsqualität mehr als 3,6 Milliarden Euro bei den Ausgaben für Arzneimittel einsparen“, hieß es aus der AOK-Gemeinschaft.
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