Vermischtes

Apobank kann wieder eine Dividende zahlen

  • Montag, 11. April 2011
Herbert Pfenning /Jardai
Herbert Pfenning /Jardai

Köln – Trotz weiterer Belastungen aus der Finanzkrise hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) 2010 die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Der Vertreter­ver­sammlung im Juni wird vorgeschlagen, an die knapp 100.000 Mitglieder eine Gewinn­beteiligung von 4 Prozent auszuschütten.

Herbert Pfennig, der Sprecher des Vorstands, sprach in einer Telefonkonferenz von „insgesamt erfreulichen Nachrichten“. Nach einem Verlust von 283 Millionen Euro im Vorjahr konnte das genossenschaftliche Bankinstitut 2010 einen Jahresüberschuss von 53,4 Millionen Euro verbuchen. Mit weiteren rund 60 Millionen Euro wurden Reserven und Rücklagen gestärkt, so dass sich die Eigenkapitalausstattung der Bank deutlich verbesserte.

Auf sogenannte strukturierte Finanzprodukte musste die Apobank als Folge der Finanzkrise in Höhe von 202 Millionen Euro weitere Rückstellungen bilden und Abschreibungen vornehmen, allerdings deutlich geringere als 2009. Die gesamten Wertberichtigungen auf diese Anlagen summieren sich nun auf 1,1 bis 1,2 Milliarden.

Diese Belastungen konnte die Bank aufgrund ihres soliden Kerngeschäfts gut verkraften. Das Kreditneugeschäft erreichte mit 4 Milliarden Euro fast das Rekordergebnis des Vorjahres. Steigerungen des Zinsüberschusses und des Provisionsüberschusses schlugen sich in einem um 7 Prozent auf 341 Millionen Euro gestiegenen operativen Ergebnis nieder.  

Das Jahr 2011 hat für die Apobank nach Worten Pfennigs gut begonnen. Der Sprecher des Vorstands stellte wieder einen Jahresüberschuss und die Zahlung einer Dividende in Aussicht, über ihre Höhe wagte er keine Prognose.

Nachdem im Zusammenhang mit einem Immobilienskandal in Leipzig im vergangenen November zwei Vorstände abberufen worden waren, kommt es nun zu weiteren Veränderungen: Von Bernd Span, erst im November 2010 als Vorstand Personal und Bankbetrieb eingetreten, trennt sich die Apobank „einvernehmlich“.

Eckhard Lüdering, bisher Generalbevollmächtigter, rückt in den Vorstand auf und übernimmt die Ressorts Risiko und Bankbetrieb.  Ihm wird Ulrich Sommer folgen, der heute als „Bereichsvorstand“ für Standesorganisationen, Großkunden und Märkte zuständig ist, wenn er die Geschäftsleiterbefugnis für Banken erworben hat.

Stü

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